|
|
 That was the WC '08
|
|
|
|
|
|
|
Freitag, 22.02.2008
|
|
Super Stimmung an der Heini Klopfer Schanze
Wie schon am gesamten Tag herrschte rund um den Auslauf eine gigantische Stimmung an der Skiflugschanze. Die 12.000 Zuschauer feuerten alle Athleten enthusiastisch an und wurden dafür mit Bestweiten um die 220 Meter belohnt.
Stimmen zum 1. und 2. Wertungsdurchgang Skiflug-WM
Martin Schmitt, Deutschland: „Ich bin hier von Anfang an gut zurecht gekommen. Das Skifliegen macht mir richtig Spaß. Heute habe ich das Beste daraus gemacht. Ich bin ins Fliegen gekommen und konnte den Flug richtig genießen. Ich finde langsam zu alter Stärke zurück und habe hier nach dem letzten Wochenende in Willingen einen riesigen Schritt nach vorn gemacht. Es ist ein schönes Skifliegen. Danke an die Zuschauer, die Atmosphäre ist toll!“
Peter Rohwein, DSV-Trainer: „Martin hat stabile Standardsprünge gezeigt, aber ich glaube, er kann noch mehr.“
Georg Späth, Deutschland: „Es ist heute nicht so gewesen, wie ich es mir vorgestellt habe. Der Probedurchgang war noch ganz in Ordnung. Jetzt ist es aber nicht so gelaufen. Ich versuche, an mir zu arbeiten und bin froh, dass ich morgen weiter mit dabei sein kann.“
Michael Uhrmann, Deutschland: „Ich bin nicht ganz zufrieden. Der zweite Sprung war gut, aber im ersten habe ich viel zu viel Geschwindigkeit liegen gelassen. Mein Ziel ist es, unter die besten 15 zu kommen. Vielleicht ist das noch möglich. Die Sprünge morgen gehe ich locker an und versuche, mich Stück für Stück vorzukämpfen.“
Michael Neumayer, Deutschland: „Ich hatte ein paar Probleme im Sprung, kam nicht richtig vom Tisch weg und habe keine gute Höhe bekommen. Aber schlecht war es nicht, wenn ich das oben wegbringe, kann ich 200 Meter springen. Es muss unbewusst mit dem Fuß passieren. Morgen möchte ich diese Fehler abstellen und mich für Sonntag stabilisieren. Das Teamspringen ist jetzt das Wichtigste für mich. Das Positive war, dass wir alle Vier im Finaldurchgang sind. Verstecken brauchen wir uns nicht.“
Gregor Schlierenzauer, Österreich: Dass es so super hinhaut, hätte ich nie und nimmer gedacht. Die Fliegerei ist einfach phantastisch. Ich hab heute alles super umgesetzt und freu mich schon wahnsinnig auf morgen. Egal welche Platzierung dann rauskommt, ich bin jetzt schon Sieger... Martin Koch, Österreich: „Ich bin voll zufrieden. Meine intensive Vorbereitung hat sich ausgezahlt. Jeder hat ein Ziel, auf das er sich vorbereitet und mein Ziel war und ist es, Skiflugweltmeister zu werden. Ich hätte nicht geglaubt, dass es so gut geht. Viel weiter geht es morgen ja gar nicht mehr. Schade, dass ich zehn Punkte bei der Landung verloren habe. Morgen gehe ich noch einmal voll auf Angriff, ich fühl mich gut, alles passt.“ “ Thomas Morgenstern, Österreich: Mir hat anfangs das Selbstvertrauen gefehlt. Aber zusammen mit den Trainern und unserem Psychologen Christian Uhl hab ich das in den Griff gekriegt. Beim zweiten Durchgang hab ich gewusst, dass es dahin geht. Ich wusste genau, was ich zu tun hatte und bin noch mal richtig explodiert. Das war ein Sprung, mit dem ich an Romoeren wieder herangekommen bin. Ich freu mich auf morgen, denn 10 Punkte Rückstand sind nicht die Welt. Es ist brutal eng. Das wird ein spannendes Finale. Wir werden morgen voll angreifen. Die Differenz kann man mit Haltungsnoten schaffen und die sind bei mir meistens sehr gut. Ich habe an sich mit Martin (Koch) ausgemacht, dass ich den Weltcup nehme und er die WM. Sollte er die Chance haben, hat er es verdient.“ (zu der Konkurrenz aus Norwegen): Die sind heute auch alle gut gesprungen. Nach den zwei WM-Titeln für die Norweger werden wir am Sonntag den Spieß mal umdrehen. Alex Pointner, Trainer Österreich: „Die Ausgangsposition ist sehr gut für uns. Wir sind auf einem sehr guten Weg. Martin Koch war von den Weiten her der Dominierende, Schlieri hat heute das Fliegen gelernt und Morgi nach dem Sieg des Gesamtweltcups noch einmal ein neues Ziel gesetzt.“
Björn Einar Romoeren, Norwegen: „Ich war heute noch etwas nervös vor den Flügen und hab mich gar nicht so wohl gefühlt. Der erste Platz ist eine neue Situation für mich, aber viel besser als hinterher zu springen. Ich bin total glücklich, dass ich das heute so hinbekommen habe und hoffe, noch einmal zwei so gute Sprünge hinzubekommen“.
Halbzeit in Oberstdorf – Romoeren liegt vorn
Zwei Wertungsdurchgänge liegen hinter den Athleten und der Norweger Bjoern Einar Romoeren geht mit den besten Chancen in den zweiten Wettkampftag. Mit Weiten von 214,5 und 213,5 Metern sicherte sich der Willingen-Sieger die Führung vor Gregor Schlierenzauer und Martin Koch. Der 18-jährige Österreicher Schlierenzauer liegt dem Norweger mit nur 2,2 Punkten Rückstand dicht auf den Fersen, denn mit Flügen über 212 und 217,5 Meter hat er ebenfalls seine Ambitionen auf den Titel deutlich gemacht. Ein weiterer Österreicher, Martin Koch, erzielte die Tagesbestweiten. Abzüge bei den Haltungsnoten brachten ihm schließlich den dritten Platz ein. Jedoch beträgt sein Rückstand auf seinen Teamkollegen nur 0,6 Punkte. Martin Koch kratzt damit am Schanzenrekord von 223 Metern, aufgestellt von Roar Ljoekelsoey im Jahr 2004. Für den Norweger lief es heute nicht gut, Bereits nach dem ersten Durchgang musste sich der amtierende Weltmeister geschlagen geben. Seine Weite von 176 Meter reichte nicht einmal für den zweiten Durchgang. Die Abstände bei den ersten Dreien sind knapp, lediglich zum Viertplatzierten Morgenstern ist schon eine etwas größere Lücke entstanden. Dennoch ist für den morgigen Tag noch alles offen. „Es ist sehr eng, es ist, als wenn morgen noch mal alles neu anfängt. Die Differenz kann man mit Haltungsnoten schaffen und die sind bei mir meistens sehr gut“, so der Weltcup-Gesamtsieger. Hinter Morgenstern belegen Adam Malysz (POL), Janne Happonen, Janne Ahonen (beide FIN), Andreas Küttel (SUI), Olli Harri (FIN) und Simon Ammann (SUI) die Plätze fünf bis zehn. Martin Schmitt wurde auf Rang zwölf bester Deutscher. Auch Michael Uhrmann (19) und Michael Neumayer (22) befinden sich in Reichweite der besten 15. Lokalmatador Georg Späth wird morgen als Zweiter starten. Der Oberstdorfer liegt nach zwei Sprüngen auf Platz 29. Das stimmt das DSV Team zuversichtlich für den Teamwettbewerb.
Bjoern Einar Romoeren führt nach dem ersten Wertungsdurchgang
Der erste Wertungsdurchgang ist soeben zueende gegangen. Vor einer Kulisse von 12.000 begeisterten Zuschauern hat der Norweger Bjoern Einar Romoeren mit einem Sprung von 214,5 Metern die Führung vor Gregor Schlierenzauer (212 Meter) (Foto) aus Österreich übernommen. Martin Koch (AUT) landete mit 215 Metern den weitesten Satz der Konkurrenz, allerdings musste er Abzüge bei der Landung hinnehmen. Als bester Deutscher platzierte sich Martin Schmitt vorerst auf dem zehnten Rang. Auch er überquerte die 200 Meter Marke und freute sich im Auslauf über seine Leistung. Die erste Hürde wurde vom Team des DSV gemeistert: Alle weiteren Deutschen haben sich für die Runde der besten Dreißig qualifiziert. Georg Späth: „Naja, es war heute nicht so gut, aber dennoch hat mir das Publikum ein wenig helfen können.“ Michael Uhrmann direkt nach seinem Sprung: „Ich muss erstmal abwarten, was die Konkurrenz macht. Die Zuschauer sind jedenfalls super.“
Die Fahnen der Nationen
Kurz nach dem Probedurchgang wurden die teilnehmenden Nationen im Stadionbereich von den Zuschauern begrüßt und gefeiert. Dabei präsentierte der Oberstdorfer Skisprungnachwuchs die Flaggen der einzelnen Länder. Unter den Fahnenträgern befand sich außerdem Max Bolkart, der Sieger der Vierschanzentournee von 1960.
Favoriten streben nach Bestweiten
Offenbar hat der Wettergott die Oberstdorfer erhört und nach leichtem Regen am Donnerstag präsentierte sich der Himmel beim Probedurchgang der Skiflug Weltmeisterschaft von seiner besten Seite, so dass die Springer bei acht Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein ihren ersten Sprung absolvieren konnten. Nachdem vor den letzten Springern der Anlauf um zwei Luken verlängert worden war, landete der junge Gregor Schlierenzauer aus Österreich, der sich nach seinem ersten Tag auf der Skiflugschanze offenbar optimal an die Bedingungen angepasst hat, den weitesten Sprung der Konkurrenz mit 203 Metern. Routinier Janne Ahonen erreichte die zweitbeste Weite mit 201,5 Metern. 200 Meter und Rang drei standen schließlich für den Norweger Anders Bardal zu Buche. Mit 183,5 Metern wurde Michael Uhrmann bester Deutscher. Gespannt warten nun die zahlreich angereisten Zuschauer auf den ersten Wertungsdurchgang. Die große Flutlichtanlage an der Schanze wird dabei das Stillachtal zur Abendstunde taghell erleuchten. Als erster Teilnehmer eröffnet Oleksander Lasarovich aus der Ukraine um 16.30 Uhr den Einzelwettbewerb. Schon mit Startnummer zehn folgt ihm der Lokalmatador Georg Spaeth, dessen Flug von den vielen Fans mit einem lauten „Ziiiieh!“ begleitet werden wird. Während die übrigen deutschen Starter auf den Position 14 (Michael Uhrmann), 22 (Martin Schmitt) und 28 (Michael Neumayer) vom Bakken gehen, absolvieren die zehn Besten des Weltcups, mit Ausnahme von Wolfgang Loitzl, der nicht an der WM teilnimmt, ihren Sprung am Ende des Wettbewerbs. Mit guten Leistungen im Training und der Qualifikation am Donnerstag haben besonders die Norweger um Bjoern Einar Romoeren und Anders Jacobsen, Janne Ahonen aus Finnland und der Österreicher Martin Koch auf sich aufmerksam gemacht. Auch Weltcup-Gesamtsieger Thomas Morgenstern (AUT) und der Pole Adam Malysz zählen zum engeren Favoritenkreis.
Skiflieger machen sich für die ersten beiden Wertungsrunden bereit
Bereits am ersten Tag der Skiflug Weltmeisterschaften in Oberstdorf sorgten Athleten und Publikum für eine großartige Atmosphäre an der Heini Klopfer Schanze. Nach dem sportlichen Teil am Nachmittag wurde die Veranstaltung am Donnerstagabend im Nordic Park im Zentrum von Oberstdorf offiziell eröffnet. Bei der Zeremonie wurde ebenfalls der WM Song „Spring“ von der Gruppe BEN*JAMMIN zum Besten gegeben. Am Freitag wird es nun ernst: Um 15 Uhr werden die Athleten ihren Probesprung absolvieren, bevor sie dann um 16.30 Uhr im ersten Wertungsdurchgang die erste relevante Weite vorlegen müssen. Während die Zuschauer beim ersten Sprung noch 40 Fliegern zujubeln, begrenzt sich das Starterfeld im zweiten Durchgang bereits auf 30 Teilnehmer, die dann auch am Samstag in umgekehrter Reihenfolge von der Schanze gehen. Dazu erklärt Walter Hofer: „In der Qualifikation haben wir das Starterfeld auf 40 Athleten reduziert. Heute beginnt der erste Wertungsdurchgang mit diesen 40 Athleten. Beim zweiten Sprung gibt es dann den Finaldurchgang mit 30 Athleten, die dann auch in umgekehrter Reihenfolge des Ergebnisses am Samstag antreten werden. Also sehen wir insgesamt vier Wertungsgänge mit drei Dreißigerbeteiligungen.“
| Freitag, 22.02.2008 |
|
|
| 15.00 Uhr |
Probedurchgang Einzel |
|
| 16.30 Uhr |
1. Wertungsdurchgang Einzel |
|
| 17.45 Uhr |
2. Wertungsdurchgang Einzel |
|
|