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 That was the WC '08
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Sonntag, 24.02.2008
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Skiflug WM in Oberstdorf wird für Springer und Publikum zum Riesenerlebnis
Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein lockten während des gesamten Skiflug WM Wochenendes rund 70.000 Zuschauer ins Stillachtal. Die Skiflieger trugen ihren Teil zur fantastischen Stimmung bei und heizten mit großen Weiten und spektakulären Sprüngen dem Publikum ein, welches sich mit frenetischen Anfeuerungsrufen bei jedem einzelnen Sportler bedankte.
Sowohl im Einzel- als auch im Teamwettbewerb gab es für die Besucher im Stadion kein Halten mehr. Kein Wunder, denn die sportlichen Leistungen, die ihnen geboten wurden, waren vom Allerfeinsten. So durften sie miterleben, wie der junge Gregor Schlierenzauer zum ganz großen Star der WM avancierte. Am vergangenen Donnerstag gab er noch sein Debüt auf der Skiflugschanze, am Samstag hielt er bereits die Goldmedaille für seinen ersten WM-Titel in den Händen, von dem er schon als kleiner Junge geträumt hatte.  (Custom).JPG) Auch im Teamspringen war für jede Menge Nervenkitzel gesorgt. Drei Teams waren als Favoriten genannt, doch die Österreicher waren so beflügelt von den Einzelmedaillen von Schlierenzauer und Koch, dass sich die Konkurrenten die Zähne an ihnen ausbissen. Erneut ging Gold an Österreich. Finnland sicherte sich im letzten Moment die Silbermedaille vor Norwegen. Nach schwächeren Einzelleistungen schaffte die deutsche Mannschaft den Sprung auf Platz vier.
Stimmen Teamspringen
Thomas Morgenstern, Österreich: „Schon gestern hatten wir ein großes Erfolgserlebnis. Mein Dank gilt dem Team für den Aufbau. Es war ein sehr, sehr schönes Gefühl in so einer Mannschaft zu sein. Ich bin froh, dass wir unser Ziel erreicht haben.“
Martin Koch, Österreich: „Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich mit zwei Medaillen nach Hause gehen würde. Leider werden wir heute nicht groß feiern können, weil wir kommende Woche nach Skandinavien reisen werden. Aber gemeinsam anstoßen werden wir auf jeden Fall.“
Gregor Schlierenzauer, Österreich: „Ich habe die ganze Sache noch nicht realisiert. Gestern ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen. Auf heute hat die ganze Mannschaft hingearbeitet, wir waren gut drauf. Die Favoritenrolle war da, aber es waren auch andere Teams als Favoriten genannt. Wir haben sehr gute Springer in unserem Team und wir waren voll motiviert. Das ganze Team, vom psychologischen Berater bis zum Servicemann arbeitet super zusammen. Wir bedanken uns beim ganzen Team. Es ist eine riesige Freude für uns.“
Janne Happonen, Finnland: „Wir sind mit der Silbermedaille sehr zufrieden. Der Probedurchgang war zwar besser, aber die Spur wurde im Wettkampf durch die Sonneneinstrahlung langsam.“
Martin Schmitt, Deutschland: „Die letzten Wochen waren schwer für mich. Ich war unsicher. Ich habe trainiert um das Gefühl fürs Springen wieder zu finden. Das ist mir gelungen. Mit dem Mannschaftsergebnis können wir nicht zufrieden sein, der vierte Platz war aber realistisch. Die drei Spitzennationen haben die Meisterschaft unter sich ausgemacht. Die österreichische Mannschaft hat diesen Sieg verdient. Ich will auf jeden Fall alle Springen in dieser Saison noch mitmachen. Zur Trainerfrage wird sich der DSV etwas einfallen lassen. Es wird wie nach jeder Saison viele Gespräche zu diesem Thema geben. Man wird sehen was sich für uns in der neuen Saison ändern wird. Die Trainerdiskussion interessiert mich momentan nicht. Es lief natürlich nicht alles nach Wunsch, für mich persönlich aber, war es sehr gut. Was weiter passiert, wird man sehen“.
Alfons Hörmann, DSV-Präsident: „Wir müssen alles – vom Personal über unser Stützpunktsystem bis hin zur gesamten Struktur – hinterfragen. Es wird eine Zäsur im deutschen Skispringen geben. Wir werden in zwei bis drei Wochen klare Entscheidungen treffen.“ Peter Rohwein, Trainer Deutschland: „Der vierte Platz heute war realistisch. Wir haben die ganze WM über nur vereinzelt gute Sprünge gezeigt. Wenn man um eine Medaille mitspringen möchte, braucht man konstant gute Sprünge. Die letzten Springen sind genauso wichtig wie zu Beginn der Saison. Ich bringe jetzt erst einmal die Saison zu Ende und analysiere sie, so wie es in meinem Arbeitsvertrag steht. Wir sind Profis genug, dass wir die Saison anständig beenden. Das verlange ich von mir und von meinen Athleten. Auf Grund der Analyse werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Natürlich reden wir auch im Vorfeld untereinander. Es ist also nichts Neues. Es muss etwas geschehen, wir müssen die Zukunft des Skispringens neu gestalten. Diejenigen, die entscheiden, wissen, was getan werden muss. Für den deutschen Skisprung habe ich alles getan.“ Michael Neumayer, Deutschland: „Mein Ziel war es über 200 Meter zu springen. Der vierte Platz in der Mannschaft war das, was wir erreichen wollten. Mit der Saison bin ich zufrieden.“ Georg Späth, Deutschland: „Wir sind zufrieden mit dem vierten Platz. Das hatten wir uns zum Ziel gesetzt. Es war uns klar, dass wir keine Medaille bekommen. Heute war ein Traumtag, Super-Publikum, Super-Wetter, Super-Schanze.“ Michael Uhrmann, Deutschland: „Mein letzter Sprung war nicht schlecht. Es ist schön, dass ich die WM mit so einem Flug beenden kann. Das Springen macht mir zur Zeit Riesenspaß. Ich möchte gerne alle Springen in dieser Saison noch mitmachen. Aber ob ich dies machen kann, werden andere zu entscheiden haben. Der vierte Platz ist okay. Mehr war nicht drin. Über die Trainerentscheidung im März: Ich fühlte mich immer sehr gut betreut von Rohwein. Wir müssen die Entscheidung, die von den dafür Zuständigen Leuten gefällt wird akzeptieren. Die Leistungen stimmen einfach nicht. Es ist klar, dass etwas geändert werden muss. Es ist leider so, dass es für den Trainer schwierig wird, wenn die Leistungen nicht stimmen.“
Nach Einzeltitel geht auch Mannschaftsgold an Österreich
Herrlicher Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen boten die perfekte Bühne für einen spannenden Teamwettbewerb der Skiflugweltmeisterschaften. Die Österreicher, die schon nach der ersten Runde vorn lagen, ließen sich die Führung im Finaldurchgang nicht mehr nehmen. Beflügelt vom gestrigen Titelgewinn stieß Gregor Schlierenzauer auf die Tagesbestweite von 217 Meter vor und machte den Sieg für die Alpenrepublik perfekt. Richtig spannend wurde es noch einmal beim Kampf um Silber. Hauchdünn war der Vorsprung der Norweger auf die Finnen nach Runde eins. Doch wieder einmal zeigten die Norweger Nerven und mussten sich dem Nachbarn um 23,8 Punkte geschlagen geben. Schon bevor Janne Ahonen zum Flug ansetzte, war der zweite Platz für die Finnen so gut wie sicher. Der Routinier und Bronzegewinner segelte auf 194 Meter und somit war die Platzierung in trockenen Tüchern. .jpg) Gestern haben die Deutschen angekündigt, dass der vierte Platz realistisch ist und dieses Versprechen haben die DSV Springer auch wahr gemacht. Georg Späth konnte nicht ganz umsetzen, was er sich vorgenommen hatte, dennoch wird er sich an seinem 27. Geburtstag über den vierten Rang im Teamwettbewerb freuen. Michael Uhrmann beendete den Wettkampf versöhnlich mit 195 Metern und war mit diesem Abschluss zufrieden: „Mein letzter Sprung war nicht schlecht. Es ist schön, dass ich die WM mit so einem Flug beenden kann.“ Martin Schmitt erzielte seinen dritten gewerteten Sprung über 200 Meter. Für Michael Neumayer standen 184,5 Meter zu Buche.
Österreichische Flieger liegen vorn
Die Mannschaft aus Österreich führt nach dem ersten Durchgang des Teamspringens vor den Teams aus Norwegen und Finnland. Koch, Morgenstern, Kofler und Schlierenzauer riefen gewohnt gute Leistungen ab und schafften mit 765,3 Punkten und 48,6 Punkten vor der Konkurrenz einer sehr gute Basis für den zweiten Durchgang. Die skandinavischen Mannschaften auf den Plätzen zwei und drei liegen allerdings nur 4,3 Punkte auseinander. Auf Platz vier folgen die DSV Adler. Der beste Sprung gelang Martin Schmitt, der in der dritten Gruppe mit Anlauf aus Luke 35 bei 183,5 Metern landete. Martin Koch erreichte mit 214,5 Metern die Bestweite der Konkurrenz. Nun wird um 15.15 Uhr der zweite Durchgang gestartet, allerdings nehmen in dieser Runde nur noch die acht besten Teams teil. Somit ist der Wettbewerb für die Schweiz, Polen, Schweden, Slowenien und Kasachstan bereits beendet.
Hörmann gibt Springern das „Go“ für den Teamwettbewerb
DSV-Präsident Alfons Hörmann hat am Sonntagmittag den Teamwettbewerb offiziell eröffnet. Um 12 Uhr gingen die Springer von der Schanze, um ihren Probesprung zu absolvieren. Insgesamt werden heute 13 Teams antreten, das ist ein neuer Rekord bei einer Skiflug WM. Den weitesten Sprung landete der Finne Harri Olli mit 216 Metern. Einige Athleten verzichteten auf den Zusatzversuch, andere wiederum pokerten noch. So auch der neue Weltmeister Gregor Schlierenzauer, der als Letzter von der Schanze ging und die Landung bei 200,5 Metern setzte. Der erste Wertungsdurchgang beginnt um 13.45 Uhr, das Finale folgt um 15.15 Uhr.
Österreich, Finnland, Norwegen sind Top-Favoriten im Teamwettbewerb
Gerade wurde mit Gregor Schlierenzauer der neue Skiflugweltmeister im Einzel gekürt, geht es am Sonntag gleich ein weiteres Mal um die Medaillen. Im Teamwettbewerb wollen es die Flieger noch einmal wissen. Besonders diejenigen, die im Einzel leer ausgingen, sind heute hochmotiviert. Dazu zählen vor allem die Norweger. Bjoern Einar Romoeren vergab gestern mit dem letzten Sprung die Einzelmedaille, das wird er heute wieder gut machen wollen, zumal es für die Skandinavier auch gilt, ihren Titel von 2006 zu verteidigen. Dennoch wird das nicht leicht, da die Konkurrenz aus Österreich mit zwei Medaillen am gestrigen Tag sowie den Plätzen sieben und 16 von Thomas Morgenstern und Andreas Kofler auch mit der Mannschaft ein heißer Anwärter auf den Titel ist. Außerdem haben die Finnen um Janne Ahonen an diesem Wochenende starke Einzelleistungen gezeigt. Es ist also davon auszugehen, dass der Sieg unter diesen drei Nationen ausgemacht wird. Die deutsche Mannschaft zählt nach einem ernüchternden Ergebnis im Einzel nicht zu den Medaillenanwärtern. Dennoch werden die DSV Adler alles tun, um so weit wie möglich vorn einzuspringen. Martin Schmitt, der am Samstag auf Platz 15 bester Deutscher wurde, schätzt die Situation wie folgt ein: „Realistisch gesehen können wir mit dem Team um Platz vier mitspringen, eine Medaille wird wohl nicht drin sein. Wir geben aber unser Bestes. Wenn einer der drei Favoriten patzt, können wir einspringen.“ Insgesamt werden beim heutigen Teamwettbewerb 13 Nationen vertreten sein: Schweden, Kasachstan, Frankreich, Tschechien, Polen, Japan, Russland, Slowenien, Deutschland, Schweiz, Finnland, Norwegen und Österreich.
So treten die Top fünf Teams an: Österreich: Martin Koch, Thomas Morgenstern, Andreas Kofler, Gregor Schlierenzauer Norwegen: Bjoern Einar Romoeren, Anders Bardal, Tom Hilde, Anders Jacobsen Finnland: Janne Happonen, Harri Olli, Matti Hautamäki, Janne Ahonen Schweiz: Simon Ammann, Andreas Küttel, Antoine Guignard, Guido Landert Deutschland: Georg Späth, Michael Uhrmann, Martin Schmitt, Michael Neumayer
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