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 That was the WC '08
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FIS-Team-Tour 2009 - Samstag 14. Februar - Oberstdorf
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Finnland jubelt mit neuem Schanzenrekord
Der heutige Samstag bescherte allen Helfern, Zuschauern und natürlich auch den Skispringern einen ziemlich launischen Wintertag mit einigen Überraschungen und Ereignissen. Zuerst schien es, als ob es nun endlich aufhören würde zu schneien, dies war allerdings nicht der Fall. Es wurden wieder etliche Helfer dafür benötigt, das Stadion frei von Schnee zu halten. Besonders den Leuten an der Schanze und dem Tretkommando ist es explizit zu verdanken, dass trotz zunehmenden Schneefalls der Wettbewerb stattfinden konnte. Bereits vor Wettkampfsbeginn machte sich eine leichte Unsicherheit breit, dass das Springen eventuell abgesagt werden müsste. Eshatte sich schon eine große Anzahl von Zuschauern versammelt und genossen das Ambiente mit Schneefall, Musik und Stimmung. Die Springer ließen es zunächst ruhig angehen und zeigten sich zuversichtlich und noch wenig beeindruckt vom Schneefall. Auch sie beobachteten das Schneespektakel zunehmend kritisch, ließen sich jedoch nicht einschüchtern. Der Trainingsdurchlauf wurde durch die ergiebigen Schneefällen etwas durcheinander gebracht, nach den Vorspringern wurde er abgesagt. Auch wenn das erste Wertungsspringen pünktlich gestartet wurde, gab es immer größere Zeitabstände zwischen den einzelnen Springern, was die Anlaufspur verlangsamte und den Zeitrahmen etwas veränderte. Der 2. Durchgang wurde nur unmittelbar nach Beendigung des 1. Durchganges gestartet. In den Wertungsgängen konnte man das Kräftemessen der Favoriten aus Deutschland, Österreich, Norwegen, Finnland und Russland mit Spannung verfolgen und dies gestaltete sich als äußerst spannend. Das Publikum zeigte viele Leistungsreserven und verhalf den Publikumslieblingen, wie Jakobsen, Olli, Evensen, Keituri, Schmitt und Schlierenzauer zu durchweg guten bis hervorragenden Sprüngen, welche im Angesicht der zum Teil herrschenden schlechten Wetterverhältnissen in einem noch viel größeren Glanz erscheinen dürften. Letztendlich sorgte der Finne Harri Olli für eine gelungene Überraschung, er legte schon im 1. Durchgang einen sagenhaften Sprung vor und hielt sein hohes Leistungsniveau auch noch im nervenraubenden 2. Durchgang und sprang wieder allen davon. Nein, nicht nur, dass er die Tagesbestweite sprang, er überbot auch noch den Schanzenrekord um 2,5 Meter dank seinen grandiosen 225,5 Metern. Auch die sympathischen Norweger konnten mit einer tollen Serie von Sprüngen ihr momentanes Leistungshoch beweisen, so belegten Anders Jacobsen und ganz überraschend Johan Evensen den 2. und 3. Platz. Es herrschte eine überwältigende Stimmung im Stadion, jeder Athlet wurde mit großen Anfeuerungsrufen die Schanze herunter getragen. Durchwegs gute Sprungweiten wurden erzielt, Martin Schmitt jedoch landete im Mittelfeld und lässt für morgen auf weitere Weitenjagden hoffen.
Presse Konferenz
Harri Oli (Sieger) auf die Frage, ob er nach der Verbannung aus der finnischen Mannschaft vor einem Jahr bei der Skiflug-WM in Oberstdorf diesmal besonders motiviert war: "Ich kann mich nicht mehr erinnern, was damals passiert ist". auf die Frage nach den unterschiedlichen Bedingungen: "Vielleicht hat mir der Neuschnee heute geholfen." Auf die Frage, warum er heute so gut gesprungen ist: "Weiß ich nicht. Es hat keine speziellen Gründe. Auf die Frage, was dieser Sieg im Hinblick auf die WM in Liberec bedeutet: "Ich habe noch nicht darüber nachgedacht, was ich mich dort erwartet und welche Schanzengröße ich dort bevorzuge. Auf die Frage, wie die Tage bis zur WM verlaufen: "Ich werde am Montag nach Hause fahren und am Dienstag nach Liberec reisen."
Anders Jacobsen (Zweiter)
Das Ziel unserer Mannschaft ist nicht unbedingt das Preisgeld. Wichtiger ist, dass wir hier mit vier guten Springern in den Wettkampf gehen. Dies ist uns gelungen und die Basis stimmt für die WM in Liberec Es ist schwer für uns Athleten über die Jury-Entscheidung etwas zu sagen, wir haben ja die Flüge nicht gesehen. Wir haben unser bestes gegeben und es war wichtig heute kühlen Kopf zu bewahren. In diesem Freiluftsport gibt es nun mal verschiedene Bedingungen für die einzelnen Springer. Ich gehe aber davon aus das es sich bei den Top Ten schon um die besten Springer handelt. Im Herbst als wir die Saison begonnen haben waren wir noch nicht so gut in Form und die Saison bisher war sowohl für uns Springer als auch für unseren Trainer schwer. Es war uns wichtig den Teamgeist zu finden und wir haben uns gegenseitig ganz gut aufbauen können.
Johann R. Evensen (Dritter) Ich springe eigentlich schon mein ganzes Leben Ski und in diesem Winter scheint mir der Durchbruch gelungen zu sein Dass ich in Oberstdorf so gut war, liegt daran, dass ich ein guter Flieger bin und große Schanzen liebe. Für unseren Norwegischen Teamgeist ist es wichtig das Springen zu genießen und mit Spaß bei der Sache zu sein und nicht alles zu Ernst zu nehmen. Das ist der Fall wenn wir im Team zusammen herumreisen. Ich denke das zusammen ist das Geheimnis des norwegischen Erfolges.
DSV-Trainer Werner Schuster: "Uns hat heute einfach der Killerinstinkt gefehlt. Nicht einmal die Basics waren vorhanden. Der einzige Lichtblick war heute Pascal Bodmer. Michael Neumayer hat sich immerhin im zweiten Durchgang gesteigert. Die Entscheidung der Jury ist sehr umstritten. Martin wäre der nächste gewesen und hätte sicher 200 bis 210 Meter gesprungen. Aber die Jury hatte wohl die Hosen voll, dass sich der Schlierenzauer verletzt. Positiv gesagt könnte man das als spitzbübisch bezeichnen, negativ - da halt ich mich lieber raus. Aber zweifelhaft war es allemal. Aber noch einmal. Wir sollten uns darauf nicht herausreden. Es fehlte heute einfach die Qualität. Im morgigen Teamwettbewerb treten Felix Schoft, Pascal Bodmer, Martin Schmitt und Michael Neumayer an.
Martin Schmitt: "Die lange Pause vor meinem ersten Sprung war unverständlich und ärgerlich. Ich hoffe, die machen bei der WM in Liberec einen besseren Job. Nur weil Olli Schanzenrekord springt, muss man doch keine Angst haben, dass ich zehn Meter weiter springe. Man hätte alle bei diesen Bedingungen runterlassen oder abbrechen müssen."
Skandinavier jubeln, Österreicher und Deutsche enttäuscht
Finne Harri Olli gewinnt mit neuem Schanzenrekord von 225,5 Meter -Starke Norweger übernehmen die Führung in der Gesamtwertung der Team-Tour Überraschung beim Skifliegen in Oberstdorf. Erstmals seit langem war kein Springer des österreichischen Skiverbandes auf dem Podest. Es gewann der Finne Harri Olli, der im ersten Durchgang mit viel Aufwind den fünf Jahre alten Schanzenrekord an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze von Roar Ljoekelsoy (Norwegen) von 223 auf 225,5 Meter verbesserte und den Grundstein zu seinem Triumph legte. Mit dem zweitweitesten Flug im zweiten Durchgang (216 Meter) holte sich Olli überragend den Tagessieg. Auf den weiteren Rängen folgten die beiden Norweger Anders Jakobsen (218/212,5) und Johan Remen Evensen, der mit 223,5 Metern im zweiten Durchgang ebenfalls die alte Bestmarke in Oberstdorf übertraf. Mit dieser starken Mannschaftsleistung überflügelten die Norweger das Team von Österreich in der Gesamtwertung der Team-Tour. Gregor Schlierenzauer und Martin Koch als Achte bzw. Elfte blieben nicht nur hinter ihren Erwartungen, sondern fühlten sich auch als Opfer der Jury, die den Wettbewerb im ersten Durchgang nach Ollis Rekordsprung lange Zeit unterbrach. Die vier Besten Springer des Gesamtweltcups, unter ihnen Martin Schmitt, hatten erheblich schlechtere Bedingungen und somit keine Chance auf eine Platzierung im Vorderfeld. Entsprechend groß waren die Emotionen nach dem Wettbewerb. "Ich fühle mich verarscht und hintergangen", sagte der Österreicher Gregor Schlierenzauer, der sich um die Chance beraubt fühlte, den siebten Saisonsieg in Folge zu feiern.
Harri Olli gelingt Paukenschlag
Harri Olli gelang ein Paukenschlag, dank gutem Aufwind gelang es ihm an die Spitze zu gelangen, er zauberte mit einer super Haltung einen Sprung von 225 Metern. Martin Schmitt war das Glück nicht so gelegen, er konnte keinen Vorteil durch den Aufwind ziehen. Er zog sich mit einem souveränen Sprung achtbar aus der Affäre und belegt einen befriedigenden 19. Platz. Gregor Schlierenzauer konnte sich mit dem 8. Platz begnügen. Es bleibt noch Spielraum nach oben, sei es für Österreich oder Deutschland, man weiß, dass sie jedenfalls noch zu alter Stärke zurückgelangen können. Finnland hat erneut seine Skisprungkompetenz bewiesen und wies die ebenfalls sonst so ausdauernden Norweger mit Anders Jacobsen auf den 2. Platz. Gestriger Weitenjäger Kalle Keituri ist nun etwas nach hinten auf der Rangliste durchgerutscht, da er nicht so recht mit den vorherschenden Verhältnissen harmonieren konnte, ein dennoch ausreichender 10. Platz. Die größten Überraschungen gelangen Dimitry Vassiliev aus Russland der mit seinem guten Sprung über 215 Meter den 3. Platz erreichte. Nach einer kurzen Pause wird mit Spannung der zweite Durchgang erwartet, es wird diesmal wirklich spannend zugehen. Vielleicht hilft ja der heftige Adrenalinausstoss noch zu weiteren überragenden Sprüngen. Es darf weiter gehofft und gezittert werden.
Stimmung unter den Zuschauern
Jetzt hat Petrus einsehen gehabt, er schickt uns nun reduzierte Schneefälle. Die Erleichterung darüber steht allen in das Gesicht geschrieben zu sein, besonders die deutschen Adler kommen offensichtlich gut zurecht und geben sich ebenfalls weiter zuversichtlich. Werner Schuster gibt sich durchweg Positiv mit den Leistungen der deutschen Athleten. Schlierenzauer gab schon vorab seiner Gelassenheit preis „Egal, wie die Verhältnisse werden, ich versuche das Beste zu machen.“ Das glaubt man dem Jungen aus dem Stubaital nur allzu gerne, der auch bei der jungen weiblichen Belegschaft schon zahlreiche Sympathiepunkte sammelte. Das Publikum strömte wieder aus den Zelten hinaus, um nun die Springer wieder vollends an feuern zu können. Darüber hinaus sind die Helfer am Schanzentisch endlich froh, dass nun die Schneefälle nachgelassen haben und die Anlaufspur frei vom Energiezerrendem Neuschnee. Dies lässt uns daraus schließen, dass es nun wieder die besten und routiniertesten Springer fast bis an die 200 Metermarke sprangen. Es wird ein erneutes Stelldichein zwischen den Deutschen und den Österreichern erwartet.
Trainingsspringen abgesagt
Jetzt hat sich es bewahrheitet, wegen des ergiebigen Schneefalls müssen nun die Trainingssprünge abgesagt werden. Hat man schon gestern Bedenken gehabt, man könnte überhaupt keinen Wettkampf mehr durchführen. Es gibt aber auch ein Lichtblick, die Spekulationen darüber, dass die Wettkampfssprünge also doch statt finden. Hoffen wir das Beste. Das Publikum ist schon zahlreich erschienen und genießt derweill das großzügige Gastronomieangebot in der Heini- Klopfer Arena. Denn es scheint etwas ungemütlich, kalt und schneereich zu werden, deswegen zieht es das sonst so ausharrende Publikum in die beheizten Zelte. Für Stimmung ist also trotzdem bestens gesorgt. Um 16 Uhr sollen die Wettkampfsprünge dann, schon sehnsüchtig erwartet, starten. Die Stimmung bei den Deutschen Fans ist sehr gut, Souvenir, das die Farben Schwarz, Rot Gold ziert, geht weg wie die schmackhaften Wurstsemmel. Das zeigt, wie zuversichtlich alle auf den auferstandenen Martin Schmitt schauen, der dann die Punktejagd gegen den aufgeweckten Gregor Schlierenzauer oder dem sympathischen Finnen Kalle Keituri weiterführen soll.
Spannende Wettkämpfe zeichnen sich ab
Betrachtet man nun das Oberstdorfer Winterwetter, muss man schon fast fürchten, dass wegen anhaltendem Schneefall eventuell die Probesprünge abgesagt werden müssten. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und wenn man gerade nicht an das Wetter denkt, dann könnte man schon mal darüber wetteifern, welcher der wettbewerbsstärksten Springer, der Jungspund Schlierenzauer oder der Wahlallgäuer Finne Keituri die Fahne seiner Nation am Höchsten hält. Natürlich darf man auch die Deutschen nicht vergessen, Martin Schmitt, der schon letztes Jahr Sprünge von gut 200 Metern hinlegte zeigt sich weiterhin selbstbewusst. Nachdem der Finne gestern die Tagesbestweite hingelegt hat, will Gregor Schlierenzauer mit Gelassenheit und Souveränität dagegenhalten. Beide hoffen, wie auch die Deutschen um Martin Schmitt natürlich auf einen Podiumsplatz, der wohl ein leichtes sein wird, für die hoch motivierten Springer. Für Schlierenzauer wird ein weiterer Sieg ihm einen Rekord verbuchen, kann er diesem Druck noch standhalten, oder überwiegt sein Siegeswille? Es wird spannend, auch die Finnen besonders um Kalle Keituri währe es um einen Sieg nicht schlecht bestellt. Der Dritte im Bunde muss sich seinen Rivalen stellen und dank der Hilfe der deutschen Fans wird er wahrscheinlich wieder weit nach unten getragen. Es wird sich für die eisernen Zuschauer, die dem unnachgiebigen Oberstdorfer Winter trotzen ein weiterer interessanter Showdown, mit noch ungewissem Ausgang bieten.
Zuschauer strömen ins Stadion
Am heutigen Samstag strömen nun schon die Zuschauer aller Nationen in das Heini- Klopfer Stadion um ihren großen Helden der Lüfte zu frönen. Nach einem rundum gelungenem Einstand der TelDaFax- Fis- Team Tour gestrigen Freitag inklusive der hochgelobten Springerpräsentation im Nordic- Park sind die Erwartungen an die Favoriten nun ziemlich gestiegen. Die Konditionen der Anlage sind mal wieder höchsten Ansprüchen gerecht geworden und sind ein weiteres Indiz dafür, dass Oberstdorf als renommierter Sporteventveranstalter bewusst ist und ein hoch motiviertes Helferteam mobilisiert hat. Die Gesichter der zufriedenen Veranstalter strahlen mit dem winterlichen Sonnenschein um die Wette. Die Atmosphäre ist eine Hommage an die unvergessene WM von 2005. Damals wurden alle Register gezogen und bescherten dem Markt Oberstdorf die Vorreiterrolle als einer der besten Veranstalter von Wintersportevents. Es scheint, als ob sich alle Springer mit der Schanze vertraut gemacht haben, die Favoriten stehen schon jedenfalls fest und geben ein positives Statement ab. Sie haben sich intensiv mit ihren Psychologen und Physiologen auf die stressige Zeit der Fis- Team Tour vorbereitet und strotzen nur vor Selbstvertrauen und sind hoch konzentriert um mit weiten Sprüngen zu Punkten zu gelangen, die dann auf den Sieg führen. Dieser ist mit 100.000 € dotiert.
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