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am 07.03.2019

Großer Empfang für die WM-Helden von Seefeld, Are und Lahti

3000 begeisterte Skisportfans applaudieren

Wer erinnert sich nicht an die Bilder von Seefeld, an einen jubelnden Karl Geiger, der sich so sehr für den Mannschaftskollegen Markus Eisenbichler freute, obwohl der ihn gerade von seinem Goldplatz geschubst hatte. Oder an die gespannte Miene von Katharina Althaus, die aufgeregt auf das Ergebnis wartete, das so knapp war und ihr nach Maren Lundby dann um 0,5 Punkte zurück den Silberplatz einbrachte. Sternstunden des Wintersports waren das und eine perfekte Werbung für die Nordische Skiweltmeisterschaft, die 2021 im Heimatort der beiden erfolgreichen Oberstdorfer stattfindet.

Einen entsprechend begeisterten Empfang boten über 3000 Menschen im Nordic Park von Oberstdorf den Helden (einige mussten krankheits- oder terminbedingt absagen) von Seefeld, Are und Lahti. Ob bei den Juniorenwettkämpfen in Finnland, bei den alpinen Rennen in Schweden oder zum Schluss bei der Nordischen Ski-WM in nahen Tirol – Allgäuer Wintersportler waren überall dabei und hatten sich bei ihren Wettkämpfen stark und ungeheuer sympathisch als Botschafter für ihren Sport präsentiert.

Einen wahren Medaillenregen hatte es vor allem bei den Nordischen Weltmeisterschaften in Seefeld gegeben und die Oberstdorfer Athleten waren mit achtmal Gold und Silber zurückgekehrt. Entsprechend stolz waren Bürgermeister Laurent Mies, Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer und der Präsident des Eissportclub Oberstdorf, Harald Löffler auf die erfolgreichen Botschafter des Wintersports. Dreimal Edelmetall brachten Katharina Althaus und Karl Geiger heim, die nicht nur zwei Goldmedaillen mit der Mannschaft und im Mixed-Team geholt hatten, sondern auch noch je eine Silbermedaille im Einzelspringen. Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger strahlten über ihre Silbermedaille, die sie in der Staffel der Nordischen Kombinierer erkämpft hatten. Juliane Seyfarth, die am Stützpunkt in Oberstdorf trainiert, zeigte sich ebenfalls mit zweimal Gold (Mixed Team und Teamspringen) glänzend. Richard Freitag, ebenfalls im Team-Springen mit Gold in seine Wahlheimat Oberstdorf zurückgekehrt, musste den Empfang krankheitsbedingt absagen.

Vom Publikum feiern lassen durften sich nicht nur die Medaillengewinner der Junioren-Weltmeisterschaft Julian Schmid, Agnes Reisch und Philipp Raimund. Auch die Langläufer Florian Notz, Sebastian Eisenlauer, Janosch Brugger, Laura Gimmler, Pia Fink und Katharina Hennig genossen ebenso die Begeisterung des Publikums wie Manuel Schmid und Meike Pfister, die die Fahne der alpinen Skistars hochhielten.

Die Erfolgstrainer der deutschen Skispringerinnen Andreas Bauer und Kai Bracht fehlten bei dem Empfang ebenso wenig wie Eiskunstläuferin Nicole Schott. Die hat ihren großen Auftritt jedoch erst noch vor sich: Sie wird bei den Weltmeisterschaften im Eiskunstlaufen Mitte März in Japan am Start sein.

Neben dem Bad in der Menge, viel Applaus und einem bunten Feuerwerk erhielten die Athleten aus den Händen von SCO-Präsidenten Dr. Peter Kruijer und Bürgermeister Laurent Mies Blumen, Geschenkgutscheine und kuschelige Fleecedecken mit dem Oberstdorf-Wappen. Der Eintrag ins Goldene Buch der Marktgemeinde beim Stehempfang im Oberstdorf Haus durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Fotos: Dominik Berchtold

am 16.02.2019

Winzige Windböe verhindert Heimsieg von Althaus

Siegerehrung Skisprung-Weltcup 16.02.2019

Beim ersten von zwei Weltcups triumphiert Norwegerin Lundby mit einem Vorsprung von 0,4 Punkten vor der Lokalmatadorin

Nicht um einen Wimpernschlag, sondern um einen Hauch Rückenwind weniger hat Skispringerin Katharina Althaus vom Skiclub Oberstdorf ihren ersten Heimsieg bei einem Weltcup verpasst. Die 22-jährige Silbermedaillengewinnerin von Pyeongchang musste sich – ebenso wie bei Olympia und der gestrigen Qualifikation– nur ihrer Dauerrivalin Maren Lundby aus Norwegen geschlagen geben. Die Winzigkeit von 0,4 Punkten (oder umgerechnet 22 Zentimeter) entschied zugunsten der Gesamtweltcupführenden, die konstant auf 126 und 125,5 Metern sprang. Während Althaus als Führende nach dem ersten Durchgang (124,5 Meter) im zweiten die Tagesbestweite von 128 Meter erzielte, rechneten nicht nur die 2300 Zuschauer in der Oberstdorfer Audi Arena mit einem Triumph von Althaus, sondern die Athleten selbst auch. „Als ich über die grüne Linie gesegelt bin, dachte ich schon, dass es reicht“, sagte Althaus. Doch wie DSV-Bundestrainer Andreas Bauer aufklärte, war es eine kleine Windböe am Schanzentisch, die diesen extrem spannenden Wettkampf zugunsten von Lundby entschied. Althaus bekam 6,1 Windpunkte, die Norwegerin dagegen 12,9 Punkte. Etwas überraschend auf Rang drei landete die Slowenin Ursa Bogataj mit Sprüngen auf 114,5 und 120,5 Meter. Die Seriensiegerin von Oberstdorf, Sara Takanashi aus Japan, ging nach sechs ersten Plätzen in Folge diesmal als Vierte leer aus.
Althaus war über ihren ersten Podestplatz in ihrem Wohnzimmer dennoch sehr glücklich: „Ich sehe, dass ich in einer super Form bin und werde morgen nochmal richtig Gas geben.“
Erfreulich aus deutscher Sicht: In den Top Ten landeten neben Althaus auch noch Juliane Seyfarth (6.), Carina Vogt (8.) und Ramona Straub (9.). Svenja Würth hat sich mit Platz 22 nicht für ein Last-Minute-Ticket für die WM in Seefeld empfohlen, Anna Rupprecht, die als 24. ebenso hinter den Erwartungen blieb, hat im bisherigen Saisonverlauf die besseren Platzierungen für sich verbucht. Weltcup-Punkte sammelten auch Agnes Reisch aus Missen-Wilhams und erstmals auch Selina Freitag auf den Rängen 25 und 28. Beide trainieren am Stützpunkt Oberstdorf.

am 16.02.2019

Stimmen nach dem ersten Wettbewerb

Katharina Althaus (SC Oberstdorf)

Katharina Althaus zufrieden mit ihrer Leistung beim Heimweltcup

Maren Lundby , (1. Platz, Norwegen):
„Das war ein knapper Wettbewerb, Katharina sitzt mir immer im Nacken. Sie ist so stark und für sie ist es schade, dass sie auf ihrer Heimschanze nicht gewonnen hat. Der Sieg so kurz vor Seefeld ist nochmal wichtig fürs Selbstbewusstsein. Ich geh jetzt mit einem guten Gefühl zur WM. Aber wir fliegen erst noch einmal nach Hause. Dort wird eine Woche trainiert und dann geht es nach Seefeld.“

Katharina Althaus, (2. Platz, Skiclub Oberstdorf):
„Ein Heimsieg wäre die Krönung gewesen. Ich freue mich aber auch über den zweiten Platz. Es ist schon etwas Besonderes, wenn du als Letzte auf der Heimschanze oben hockst und das halbe Dorf, die Familie und der Freund zuschaut. Es war knapp und irgendwann werden wir heute nochmal gucken, woran es gelegen hat. Aber wir sollten nicht auf hohem Niveau meckern. Ich hatte einen wirklich guten Sprung. Jetzt geht es ins Hotel, ein bisschen was essen, dann Videoanalyse und dann das Ganze ruhig ausklingen lassen. Morgen ist ein neuer Tag. Ich fühl mich richtig gut und habe eine gute Form, erstmal für den zweiten Heimweltcup und dann für Seefeld“

Ursa Bogataj (3. Platz, Slowenien):
„Ich bin sehr glücklich über das zweite Weltcup-Podest nach dem 3. Platz in Ljubno. Maren und Katharina sind die einfach die Besten. Aber ich bin auch in guter Form, so wie unser ganzes Team. Die Zuschauer in Oberstdorf sind so toll und ich habe mich fast so gefühlt wie zuhause in Ljubno. Letztes Jahr bin ich hier in Oberstdorf schon auf den 5. Platz gesprungen, da allerdings auf der Normalschanze. Dass es auf der großen Schanze auch so gut klappt, habe ich nicht erwartet.“

Agnes Reisch (25. Platz , WSV Isny):
„Das war mein erster Weltcup-Einsatz seit dem vergangenen Jahr in Oberstdorf. Meine Leistung war relativ gut, vor allem im Training lief es. Im Wettkampf habe ich dann etwas zu viel gewollt. Ich hatte gehofft, unter die 30 zu kommen, darum bin ich sehr zufrieden. Für Seefeld wird es ein bisschen eng, Svenja Würth ist stark und Anna Rupprecht auch besser als ich. Ich würde mich freuen über ein paar Starts im Weltcup und wenn das nichts wird, kann ich ein bisschen mehr lernen für mein Abitur.“

DSV-Bundestrainer Andreas Bauer:
Über Carina Vogt (8.Platz/SV Degenfeld): „Carina wollte heute zu viel. Sie hat im Training gute Sprünge gezeigt und wollte danach das Quäntchen mehr. Sie muss eine Spur geduldiger werden, dann passiert auch wieder ein Podest. Der Abstand zu Maren und Katharina war heute zu groß, aber auf den 3. Platz hin war alles möglich.
Über Katharina Althaus (2. Platz/SC Oberstdorf): „Für Katharina freut es mich, dass sie vor dieser Kulisse diese Leistung gebracht hat. Sie hat sich nach der Silbermedaille im letzten Jahr noch positiver weiterentwickelt. Ihre Persönlichkeit ist gewachsen. In den Qualis von Hinzenbach und Ljubno hat sie gezeigt, dass sie Maren absolut ebenbürtig ist. Eine Woche vor Beginn der WM ist sie in absoluter Topform.
Über Ramona Straub (9.Platz/SC Langenordnach): Von Ramona bin ich total positiv überrascht, wenn man den ersten Sprung betrachtet. Was sie drauf hat, ist unglaublich, nur das Ganze ist noch nicht so filigran und ausgereift. Da haut sie einen raus und kann dann nichts mit dieser Höhe und Weite anfangen.
Über Juliane Seyfarth (6. Platz /WSC Ruhla 07): Juliane ist heute unter Wert geschlagen. Ihre Sprünge waren nicht ganz so sauber. Sie ist nicht die beste Abspringerin, aber fliegen kann sie.
Über Perspektiven für Seefeld: Wir legen nächste Woche in Oberstdorf noch zwei Trainingstage ein. Das gute Gefühl, auch bei Katharina Althaus, muss erhalten werden. In Seefeld könnte es einen heißen Kampf geben. Aber nicht nur Katharina und Maren sind dabei. Auch Daniela Iraschko-Stolz kommt sicher strak zurück. Und Sara Takanashi will sicher auch endlich mal bei einer WM etwas gewinnen.

am 16.02.2019

Doppelsieg für Clemens Aigner

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Zweiter Continental Cup bringt auch Pius Paschke wieder einen Platz auf dem Podest

Doppelsieg für Clemens Aigner. Auch den zweiten Wettkampf in Continental-Cup in der Audi Arena gewann der Österreicher. Der 26-Jährige, der schon gestern ganz oben auf dem Podest stand, setzte sich mit Weiten von 131,5 m und 133,0 m (300,5 P) gegen den Slowenen Tilen Bartol (135,5 m/132,0 m, 298,0 P) und den Deutschen Pius Paschke (130,5 m/129,0 m; 295,9 P) durch. Bereits im ersten Durchgang hatte das Spitzentrio einen soliden Abstand gegenüber den nächstfolgenden Justin Rok (SLO) und Robin Pedersen (NOR).
Fast hundert eiserne Zuschauer hatten nach dem Weltcupspringen der Frauen in der Audi Arena ausgeharrt, um auch beim „Zweitliga“-Wettkampf der Männer mit zu fiebern. Sie erlebten an diesem klaren, kalten Winterabend viele gute Leistungen, eine längere Unterbrechung nach dem Sturz des Japaners Yuken Iwasa und schließlich den neuerlichen Sieg von Clemens Aigner.
Sechs Deutsche waren in diesem Wettbewerb an den Start gegangen. Bis auf Luca Roth (SV Meßstetten) hatten alle DSV-Athleten den Finaldurchgang erreicht. Ihr Bester war heute Pius Paschke (WSV Kiefersfelden), der in Oberstdorf lang gelebt und trainiert hat und gestern bereits als Dritter auf dem Podium gestanden hatte.
Die weiteren deutschen Platzierungen: Moritz Baer (8. Platz, SF Gmund-Dürnbach); Felix Hoffmann (Platz 12; SWV Goldlauter), Justin Lisso (24. Platz; WSV Schmiedefeld); Philipp Raimund ( 25. Platz, SC Oberstdorf).

am 03.02.2019

Stimmen nach dem 3. Wettkampftag

Siegerehrung Sonntag

Klimov: "Der schönste Geburtstag meines Lebens!"

KAMIL STOCH (Platz 1, Polen):
„Das Gefühl fürs Fliegen war heute gut. Die Bedingungen waren schwierig und wir mussten vorsichtig sein, aber die Anlage war sehr gut präpariert. Ich war sehr zufrieden. Diese Schanze liebe ich, weil sie ein besonderes Profil hat, weil du hier das Fliegen genießen kannst und das Publikum gut siehst und hörst.
Kobayashi ist in fantastischer Form, aber für mich geht es nicht darum, ihn zu schlagen, sondern auf meine eigene Leistung zu schauen. Es gibt in der nächsten Zeit noch ein paar schöne Wettkämpfe.“

EVGENY KLIMOV (Platz 2, Russland):
„Nach dem 23. und dem 29. Platz an den Vortagen bin ich an meinem Geburtstag sehr glücklich über den zweiten Platz heute. Das ist der schönste Geburtstag in meinem Leben. Vor vier Jahren bin ich von der Nordischen Kombination zu den Spezialspringern gewechselt. Diese Entscheidung wurde damals in Abstimmung mit den Trainern beider Disziplinen getroffen. Es war harte Arbeit, aber der richtige Weg, auf dem ich mich Stück für Stück voran gearbeitet habe. Dieser zweite Platz ist wieder ein guter Schritt in Richtung Weltmeisterschaft.“

DAWID KUBACKI (Platz 3, Polen):
„ Gestern ist es nicht so gut gelaufen. Ich habe meine Beine gespürt nach dem harten ersten Tag. Aber dieser eine Aussetzer macht nichts, darüber werde ich nicht jammern, sondern weitermachen. Der dritte Platz heute hat gezeigt, dass es gut weiter geht. Mein erster Sieg in Predazzo war sehr gut und dafür habe ich lang gearbeitet. Er war die Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Nun heißt es, sich nicht drauf auszuruhen, sondern nach vorn schauen. Ein großer Dank gilt unseren vielen polnischen Fans, die überall mit hinreisen und uns großartig unterstützen. Auch hier in Oberstdorf.“

MARKUS EISENBICHLER (TSV Siegsdorf/10.):
„Ich glaube, die Möglichkeiten wären schon da gewesen. Beim zweiten hätte ich eigentlich die Möglichkeit gehabt. Ich merke einfach, dass die Luft raus ist. Die letzten zwei Tage haben total geschlaucht, wir tun uns extrem schwer. Auch das lange Warten heute bei der Quali, wenn man nicht weiß was los ist, hat auch nicht geholfen. Rundrum bin ich aber eigentlich echt zufrieden. Ich bin heute noch mal Zehnter geworden, das ist auch nicht so schlecht. Natürlich wäre heute mehr drin gewesen, aber ich bin einfach ein bisschen durch, und fertig. Ich bin froh, wenn ich heim komme und ein bisschen Ruhe habe.

Mein allgemeines Fazit für dieses Wochenende lautet kurz und knapp: sehr gut!

Ich muss noch mit den Trainern reden, aber ich würde sehr gerne Lahti auslassen. Ich möchte lieber zu Hause trainieren, und mich erholen und dann in Willingen wieder angreifen und noch mal reinkommen.

Es war in den letzten Wochen schon sehr viel, ich habe ein bisschen das Selbstvertrauen verloren. Ich konnte das alles von den letzten Wochen auch nicht richtig verarbeiten, war alles Schlag auf Schlag gehen. Dann kann man schon mal den Fokus verlieren. Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden wie es gelaufen ist und muss mich jetzt einfach erst mal erholen.

Beim Skispringen geht es ganz schnell mal bergauf oder bergab. Bei uns ist im Moment im Team der Wurm drin, ich weiß auch nicht warum."

Bundestrainer Werner Schuster:
" Wenn du beim Skifliegen zu lang hinterher läufst, verlierst du das Zutrauen. Es ist sehr schwierig, bei 100 km/h einzugreifen. Das war deutlich unter dem Niveau, was die Jungs springen können, und was wir uns erwarten.

Grundsätzlich ist es aber speziell mit Markus deutlich besser gelaufen als ich es gedacht hatte. Es waren ein paar fantastische Flüge dabei. Aber bei den anderen ist es einfach so, bei ihnen passen Kleinigkeiten nicht, und je länger du auf dieser Schanze hier bist, um so verkrampfter bist du. Und deswegen war es natürlich weit weg von dem Leistungsniveau, das die Jungs wirklich drauf haben.

Anders wäre es mir natürlich schon lieber gewesen. Man sieht hier, die Polen sind sehr sauber gesprungen, kommen auch als starke Mannschaft. Die Norweger waren als Team vielleicht nicht ganz so gut, aber mit Tande hatten sie schon einen guten, auch die Österreicher haben einen Auftrieb, also leicht wird es nicht für uns.

Es wird schon hoher Anstrengung bedürfen und großer Konzentration, um in den nächsten zwei Wochen einen Schritt nach vorne machen zu können. Wir werden versuchen, es zu analysieren und zu steuern. Die Zeit ist knapp. Lahti kommt jetzt grad recht. Das ist eine Schanze, die die Jungs gut kennen und wo auch jemand wie Richard Freitag wieder einen Schritt nach vorne machen kann. Das ist die Hoffnung, aber leicht ist es nicht."

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am 03.02.2019

Polnischer Jubeltag in Oberstdorf

Siegerehrung Sonntag

Kamil Stoch jubelt beim dritten Einzelfliegen. Weitere drei Landsmänner unter den Top 6. Russe Klimov beschenkt sich zu seinem 25. Geburtstag mit Platz zwei. Walter Hofer lobt die Oberstdorfer Helfer

Das war ein starker Skiflugtag für die Polen. Kamil Stoch feierte seinen ersten Saisonsieg und Teamkollege Dawid Kubacki flog nach seinem 2. Platz am Freitag zwei Tage später erneut aufs Podium. Rang 3 für ihn , Piotr Zyla als Vierter und Jakub Wolny (6) machten den Erfolg der polnischen Mannschaft perfekt. Eingepackt in das Polen-Paket, holte Evgeny Klimov RUS) sich an seinem 25. Geburtstag den zweiten Platz.
Für die Deutschen lief es dagegen nicht nach Maß. Markus Eisenbichler landete als bester DSV-Athlet auf dem 10. Platz. Zum mäßigen Abschneiden seiner Teamkollegen sagte Eisenbichler: „Bei uns ist zur Zeit der Wurm drin. Warum, weiß ich auch nicht.“

Beim abschließenden von drei Weltcups an einem strapaziösen Wochenende erzielte Stoch mit Flügen auf 214,5 und 227 Meter insgesamt 413,2 Punkte und schenkte seiner Frau Ewa zu ihrem Geburtstag elf Monate nach dem Erfolg in Planica wieder einen Weltcup-Sieg. Stoch setzte sich deutlich vor den Russen Evgeny Klimov, der 220,5 und 223,5 Meter weit flog und damit 407,9 Punkte sammelte. Dawid Kubacki machten den polnischen Erfolg perfekt mit Weiten von 207 und 228,5 Metern (405,4 P).
Ryoyu Kobayashi (JPN), der nach dem ersten Durchgang noch vorn lag, fiel dagegen im zweiten Versuch auf den neunten Rang zurück.
Auch die Deutschen bleiben hinter den Erwartungen zurück. Markus Eisenbichler, der gestern noch über seinen zweiten Platz jubelte, erreichte nur den zehnten Platz. Weltcup-Punkte sammelten Stephan Leyhe (17.), Martin Hamann (29.) und Karl Geiger (30.). Doppel-Olympiasieger Andreas Wellinger verpasste den zweiten Durchgang. Constantin Schmid (42.) und Richard Freitag (48.) gelang nicht einmal der Flug in die Qualifikation.
Nicht nur für die Athleten, die nach drei Wettkamptagen bis zu elf Flügen in den Knochen hatten, ging ein anspruchsvolles Wochenende vorüber. Auch die Veranstalter hatten alle Hände voll zu tun, um bei dem starken Schneefall heute faire Wettkampfbedingungen zu schaffen. Umso wohler tat die Anerkennung von Walter Hofer. „Ohne das erfahrene Team in Oberstdorf wäre dieser Weltcup nicht durchführbar gewesen. Dafür gebührt den Helfern der erste Platz“, sagte der Renndirektor des Internationalen Skiverbandes nach der Veranstaltung.

am 03.02.2019

WM in Seefeld lockt mit kostenloser Anreise

C. Scherer, Snowie , S. Kraft, J. Schmid

Organisatoren der Titelkämpfe in Tirol rühren in Oberstdorf die Werbetrommel

Die Organisatoren der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Seefeld, die am 19. Februar beginnt und bei der bis 3. März 66 Medaillen im Skispringen und in der Nordischen Kombination vergeben werden, haben beim Skiflug-Weltcup in Oberstdorf noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt. Generalsekretär Christian Scherer, Pressechef Joe Schmid und Skisprung-Ass Stefan Kraft wollen vor allem den Skisport-Fans aus Deutschland einen Ausflug zur WM schmackhaft machen. Dazu zählt vor allem eine kostenlose Anreise mit dem Zug. "Wer eine Eintrittskarte erwirbt, kann von München die Werdenfels-Bahn bis Seefeld kostenlos für die An- und Abreise nutzen", verkündete Scherer. Wer mit dem Auto anreist, könne auf kostenlose Parkplätze und Shuttle-Busse zurückgreifen.

In einer vom ehemaligen ARD-Sportkoordinator Werner Rabe moderierten Pressekonferenz zeigten sich die Organisatoren mit dem bisherigen Ticket-Vorverkauf sehr zufrieden. 135 000 Eintrittskarten seien bereits an den Wintersportfan gebracht. Gleichwohl werden die WM-Organisatoren zusammen mit dem Österreichischen Skiverband die Werbe- und PR-Maßnahmen in den nächsten Tagen vor allem auf dem deutschen und österreichischen Markt noch intensivieren. Die Nachfrage sei gerade in Norwegen bisher sehr groß.

Der ÖSV glaubt, nun auch mit den österreichischen Sportlern jede Menge Zugpferde zu haben. "Wir haben schon ein bisschen gezittert in den letzten Wochen, als die Leistungen der ÖSV-Skispringer nicht so rosig waren", gestand Schmid. Nun habe man aber vor allem mit Stefan Kraft wieder ein ganz heißes Eisen im Feuer. Auch bei den Kombinierern gäbe es hoffnungsvolle Aspiranten auf Gold, Silber und Bronze. Lediglich im Langlauf könne man nicht mit absoluten Spitzenplätzen rechnen. "Eigentlich haben wir mit Teresa Stadlober nur eine Sportlerin, die mitmischen kann. Wir hoffen, dass es gelingt, wenn nicht, wird die Welt auch nicht untergehen", hängt Schmid die Erwartungen bewusst niedrig.

Scherer unterstrich, dass die WM-Vorbereitungen bereits in vollem Gange sind. "Alles ist auf Schiene", so Scherer, sowohl beim Aufbau der Zuschauer-Tribünen als auch des Pressezentrums. 450 Medienvertreter und Fotografen werden in Tirol erwartet, 22 TV-Stationen haben ihr Kommen bereits zugesagt. Die WM-Organisatoren brachten noch einmal ihre Freude zum Ausdruck, dass der Teamwettbewerb beim Frauen-Skispringen nun doch noch ins Programm aufgenommen wurde. Damit werde der 26. Februar zum "Super-Tuesday". "Da wollen wir ein volles Haus haben", sagte Scherer, und versprach, die Ticketpreise für diesen Tag trotz eines zusätzlichen Wettkampfs nicht extra anzuheben.

Neben den über 700 Athleten aus 62 Nationen (darunter auch Madagaskar) erwarte man in Seefeld auch jede Menge Prominenz. So gibt es bereits die Zusage, dass die Königshäuser von Norwegen und Schweden sowie hochrangige Politiker aus der ganzen Welt nach Tirol kommen werden. Auch die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen stehe auf der Gästeliste.

Nach den jüngsten Erfolgen im Weltcup freut sich auch Stefan Kraft auf die WM in Seefeld. "Ich bin überzeugt, das wird ein Riesenerlebnis für die Zuschauer. Auch für uns Sportler wird das eine Megaveranstaltung. Ich will mir nicht zu viel Druck machen, aber eine Heim-WM passiert dir halt nur einmal in der Karriere. Da will man natürlich besonders gut abschneiden." Dass die nächsten beiden Weltmeisterschaften, Seefeld 2019 und Oberstdorf 2021, geographisch so nah beieinander liegen, sei für die Fans in Deutschland und Österreich "einfach nur genial". Sprach's, stellte sich mit dem WM-Maskottchen "Snowie" zum Fotoshooting, ging zur Schanze - und sprang aufs Podest. Eine bessere Werbung für die Heim-WM kann Kraft nicht machen...

Die Fotos (alle von Ralf Lienert) zeigen
(1) Generalsekretär Christian Scherer, Maskottchen "Snowie", Stefan Kraft und WM-Pressechef Josef Schmid
(2) ÖSV-Adler Stefan Kraft mit Seefeld-Maskottchen "Snowie"
(3) Generalsekretär Christian Scherer und WM-Pressechef Josef Schmid

am 03.02.2019

Harter Job für Tretkommando

Tretkommando

Der Schnee muss aus dem Aufsprunghügel

Einen harten Job leistet das Tretkommando beim dritten Skiflug-Wettbewerb in Oberstdorf. Der Schnee muss aus der Anlaufspur und auch aus dem Aufsprunghügel, damit die Flieger sicher landen können. Die grobe Arbeit wird von der Pistenwalze erledigt, für den schweißtreibenden Feinschliff sind die „Tapper“ verantwortlich. In dem steilen Gelände eine anspruchsvolle Aufgabe, die hier von den mehr als 20 ehrenamtlichen Helfern getan wird, damit der Wettkampf wie geplant über die Bühne gehen kann.

am 03.02.2019

Alphornbläser im Flockenwirbel

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Musikanten lassen sich vom Schneefall nicht beeindrucken

So viele Alphornbläser bei einem gemeinsamen Auftritt - das ist ein besonderes Erlebnis. Zu sehen waren die Musikanten bei der Eröffnung des dritten Skiflug-Wettbewerbs an der Heini-Klopfer-Schanze. 14 Gruppen aus allen Allgäuer Landkreisen und dem angrenzenden Oberbayern waren nach Oberstdorf gekommen, um an der Schanze im Stillachtal ihre urigen Instrumente zu präsentieren. Robuste Musikanten mit robusten Instrumenten offensichtlich , denn wie der Vorsitzende Paul Hartmann erklärte, macht das Winterwetter den Holzblasinstrumenten genauso wenig aus wie den Musikern. Die traten trotz Flockenwirbel traditionsgemäß in Tracht mit Kniebund-Lederhosen, Strickjacke und Hut auf.

am 03.02.2019

2200 Fans feiern Skiflughelden

Siegerehrung Nordic Park

Stimmungsvolle Siegerehrung im Nordic Park

2200 Skisport-Fans aus aller Welt feierten am Samstagabend im Nordic Park die Sieger des zweiten Wettkampfs im Skifliegen. Ryoyo Kobayashi (JPN), Markus Eisenbichler (GER) und Stefan Kraft, die am Nachmittag schon 17 500 Zuschauer an der Heini-Klopfer-Schanze mit einer spannenden Flug-Show begeistert hatten, genossen das Bad in der Menge.

Heute werden die Karten neu gemischt. Nach seinen beiden Podestplatzierungen an den ersten beiden Tagen liegen heute die deutschen Hoffnungen erneut auf Markus Eisenbichler. Für seinen ersten Sieg bei einem Weltcup. Für Spannung ist beim Abschluss-Wettbewerb auf alle Fälle gesorgt. Die Qualifikation für den dritten Einzelwettkampf im Skifliegen beginnt um 14.45 Uhr. Der erste Durchgang folgt um 16.00 Uhr.

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