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am 01.02.2019

Tickets noch für alle Wettkamptage zu haben

Skifliegen Oberstdorf

Drei Tage Skifliegen im Stillachtal für Kurzentschlossene

Lust auf mehr weckten an diesem Freitagmittag die ersten Trainingssprünge auf der Skiflugschanze im Stillachtal, die an diesem Wochenende mit drei Wettkämpfen die besten Skispringer der Welt nach Oberstdorf geführt hat. Schon gestern beim Einfliegen der Schanze zeigten die Nachwuchsathleten Tipp-Top-Versuche weit über die 200-Meter-Marke.

Auch vom Wetter her steht drei tollen Wettkampftagen nichts im Wege. Es ist wolkig mit Aussicht auf ein paar Schneeflocken. Die Heini-Klopfer-Schanze präsentiert sich im schönsten Winterkleid. Eine Traumkulisse ist also garantiert für alle Skiflugfans, die sich aufmachen, um die atemberaubende Flugshow der Weltelite zu erleben.

Und die beste Nachricht für die Fans: auch für Kurzentschlossene sind an allen Tagen noch ausreichend Tickets an den Tageskassen verfügbar.

am 01.02.2019

Acht Kieler Feuerwehrler helfen beim Skiflug-Weltcup

Kieler Feuerwehrler

Seit vierzehn Jahren unterstützen die Nordlichter die Oberstdorfer an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze

Sie haben extra Urlaub genommen, sind fast 1000 Kilometer gefahren und übernachten völlig unkompliziert im „Einfachquartier“ auf Feldbetten im Funktionsgebäude an der Skisprungschanze. „Nur um den Schnee zu sehen und bei einem tollen Event zu helfen“, meinen die acht Männer aus dem hohen Norden schmunzelnd. Allesamt sind sie Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kiel-Russee. Aus Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt sind sie auch in diesem Jahr wieder zur Skiflugschanze gekommen, um im Ressort „Sicherheit“ bei der Einlasskontrolle auf den Stehplatztribünen zu helfen. Und das seit vielen Jahren schon. 2005 zur Nordischen Skiweltmeisterschaft wurden die ersten zarten Nord-Süd-Bande geknüpft. Ein Kollege von der Partner-Feuerwehr Kempten hatte damals gefragt, ob die Nordlichter beim Großevent mithelfen könnten. „Mit dem Versprechen auf viel Schnee, von dem wir ja da oben nicht allzu viel haben“, erzählt Jens Kock, der damals einer der Allgäu-Pioniere war. Auch Carsten, Günther, Wolfgang, Dennis, Hanjo, Helge und Henning sind inzwischen begeisterte „Wiederholungstäter“, wie sie sagen. Sie sind immer wieder beeindruckt von der großen Skifluganlage und die atemberaubenden Flüge, die sie von ihrem Posten auf den Tribünen miterleben können. „Skifliegen ist eine tolle Sache“, staunen sie auch heute noch, „wir haben da oben ja mit der Kieler Woche auch eine riesige Veranstaltung, aber dies hier ist noch einmal eine andere Nummer“, sind sie sich einig. Sie freuen sich immer wieder, wenn Zuschauer sie erstaunt fragen, woher sie denn kommen. Ihre norddeutsch eingefärbte Tonart ist hier im tiefsten Allgäu nicht zu überhören. „Dafür werden wir Fischköppe dann auch oft wie Exoten bewundert“, meint Günther Meier.
Die Allgäuer erleben die Kieler als gastfreundlich und offen, wenn sie einen erst einmal ins Herz geschlossen haben. Einer von ihnen ist Michael Ohmayer, bei dem die Kieler so etwas wie Rundum-Service genießen. „Michael ist unser Brötchendienst, sorgt sich um unsere Unterbringung und auch dafür, dass wir neben dem Sport auch etwas Kultur genießen“, erzählt Jens Kock weiter. In diesem Jahr haben sie sich den Besuch vom Nebelhorn und Breitachklamm vorgenommen, bevor sie am Dienstag mit dem Zug wieder Richtung Norden abreisen.
Ihre sportlichen Prognosen halten sie nordisch zurückhaltend. „Es sollte am besten euer Lokalmatador Karl Geiger sein“, hofft Wolfgang Wöhlk. Und während aus einer Ecke der vorsichtige Vorschlag kommt, der Österreicher Stefan Kraft könnte vielleicht den Sieg machen, ergänzt Günther Meier diplomatisch: „Der Beste soll gewinnen“.

am 31.01.2019

Werner Schuster macht nach elf Jahren Schluss

PK Werner Schuster und Horst Hüttel

Deutscher Bundestrainer verkündet vor dem Heimweltcup seinen Rücktritt zum Saisonende

Paukenschlag vor dem Skiflug-Wochenende in Oberstdorf: Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster hat angekündigt, zum Saisonende nach elfjähriger Tätigkeit als Trainer beim Deutschen Skiverband aufzuhören. Der Österreicher wird seinen Vertrag, der zum 30. April dieses Jahres ausläuft, nicht verlängern. Dies teilte er bei einer Pressekonferenz im DSV-Teamhotel in Tiefenbach bei Oberstdorf mit.
Für ihn gehe eine hochintensive Zeit zu Ende, erklärte der 49-Jährige, der vor seiner Zeit als Bundestrainer neun Jahre im Nachwuchsbereich der Österreicher und ein Jahr als Schweizer Nationaltrainer tätig war ."Als ich damals anfing, habe ich keinen Karriereplan gehabt, aber mehr erreicht als gedacht ", so der gebürtige Kleinwalsertaler. Über 20 Jahre im Trainergeschäft – das war eine Zeit, für die die Familie einen hohen Tribut zahlen musste. „Ohne eine intakte Familie und eine starke Frau wäre all dies nicht möglich gewesen“, meinte Schuster.
Bereits während der Olympischen Spiele in Pyeongchang im letzten Jahr nach dem Einzelgold von Andreas Wellinger habe er für sich erste Überlegungen gehegt, den Trainerjob zu beenden. Es sei ihm klar geworden, dass „es bis Peking noch lange hin ist“. darum sei jetzt der richtige Zeitpunkt, eine intakte Mannschaft und intakte Strukturen zu übergeben.
Mit der Mitteilung zum jetzigen Zeitpunkt wolle er den Spekulationen um seine Person ein Ende setzen. Er wünsche sich, dass vor der Skiweltmeisterschaft in Seefeld Ruhe einkehre und die Athleten sich wieder auf ihren Sport konzentrieren könnten. „Drei Wochen vor der WM sollten wir endlich aus dem Rechtfertigungszwang herauskommen“, so Schuster.
Beim DSV geht damit eine Ära zu Ende. Über seine Zukunft hat der scheidenden Bundestrainer noch nicht entschieden. Drei Optionen gebe es. Zum einen würde der DSV ihn in einer anderen Funktion gerne behalten. Zum anderen gebe es auch die Möglichkeit, an seiner einstigen Wirkungsstäte, dem Skigymnasium Stams, weiter zu arbeiten. Schließlich könnte er sich aber auch vorstellen, ein Jahr Pause zu nehmen. „Ob ich für so ein Sabbatical den Mut und die Möglichkeiten habe, weiß ich aber noch nicht“, sagte Schuster.
Der Sportliche Leiter für Nordische Kombination und Skispringen, Horst Hüttel, betonte, dass Werner Schuster in den elf Jahren beim DSV große Spuren hinterlassen habe. Er respektiere die Entscheidung, hoffe aber, dass der Verband Schuster für Aufgaben im Nachwuchsbereich halten könne. „Dafür gibt es noch nicht ausgegorene Ideen“, so Hüttel.
Die Nachfolge für Werner Schuster sei noch nicht geklärt. „Der DSV ist sicher attraktiv genug für einen adäquaten Nachfolger. „Und da gibt es weltweit nicht viele“, so Hüttel. Olympiasieger Andi Wellinger versprach: „Wir akzeptieren Werners Entscheidung – und werden jetzt an der Schanze trotzdem voll durchziehen.“

am 30.01.2019

Damen Teamspringen im WM Programm von Seefeld

DSV Springerinnen werben für Teamspringen

Der Skisprung-Teambewerb der Damen wird in das Programm der FIS-Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2019 in Seefeld aufgenommen. Das hat der Internationale Skiverband (FIS) heute offiziell bekanntgegeben.

Die Aufnahme des Damen-Teamspringens in das Programm der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften wurde vom FIS-Kongress im Jahr 2018 genehmigt. Allerdings hatten die Organisatoren zum damaligen Zeitpunkt nicht die Möglichkeiten den Team-Wettkampf in das WM-Programm aufzunehmen. Inzwischen sind aber an der Seefelder Schanze durch eine neue Infrastruktur die erforderlichen Kapazitäten vorhanden. Also wurde vom Österreichischen Skiverband kurzfristig die Aufnahme des Damen Skisprung-Teambewerbs in das Programm der in vier Wochen beginnenden Nordischen WM in Seefeld vorgeschlagen.

Nach einer gründlichen Prüfung, einschließlich der Tatsache, dass die Veranstaltung vom FIS-Kongress zur Aufnahme genehmigt wurde, unterstützte der FIS-Vorstand den Vorschlag und entschied, dass der Damen-Skisprung-Teambewerb für 2019 hinzugefügt werden kann. Der Wettbewerb findet am Dienstag, 26. Februar um 16.00 Uhr statt. Also zu jenem Zeitpunkt, an dem zuvor die Qualifikation für den Einzelwettbewerb der Damen geplant war. Diese Qualifikation findet nun vor dem Einzelwettbewerb am Mittwoch, dem 27. Februar statt.

Die Einbeziehung des Damen Teambewerbs in das WM-Programm erhöht die Gesamtzahl der Skisprung-Events auf sechs, wobei die Damen nun drei Medaillen-Events haben, den Einzelwettbewerb, das Mixed-Team-Springen und das neu hinzugefügte Teamspringen.

am 14.01.2019

Althaus ist die Beständigkeit in Person

Katharina Althaus

22-jährige Springerin vom SC Oberstdorf verteidigt Führung im Gesamtweltcup

Im fernen Sapporo in Japan gab es Grund zur Freude. Skispringerin Katharina Althaus verteidigte bei zwei Weltcup-Springen auf der großen Okurayama Schanze in souveräner Manier ihre Weltcup-Führung. Beim ersten Wettkampf verpasste sie als Vierte zwar knapp das Podium, am zweiten Wettkampftag landete die 22-jährige aus Schöllang hinter Olympiasiegerin und Dauerrivalin Maren Lundby (24) aus Norwegen, die in Japan ihren ersten Weltcup-Sieg der Saison feierte, auf Rang zwei. „Ich freue mich riesig, dass ich wieder auf dem
Podest stehe und weiter das gelbe Trikot tragen darf“, sagte Althaus, die sich nun ebenso wie die Drittplatzierte Juliane Seyfarth (28) auf den bevorstehenden Team-Wettbewerb in Zao (Japan) freut. Die DSV-Frauen liegen im Nationencup klar vor Österreich und Norwegen.

Bundestrainer Andreas Bauer (Oberstdorf) lobte Althaus als „Beständigkeit in Person“ und verwies darauf, dass ihre schlechtesten Platzierungen bei sieben Starts in diesem Winter drei vierte Plätze waren. Drei Siege und eben der zweite Platz in Sapporo bescheren Althaus im Gesamtweltcup ein komfortables 92-Punkte-Polster auf Maren Lundby.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 14.01.2019

am 14.01.2019

Erster Einzelsieg für Vinzenz Geiger

Geiger Vinzenz

Oberstdorfer Doppelerfolg beim Weltcup in Val di Fiemme

Vinzenz Geiger reckte die Faust in die Luft und klopfte sich auf die Brust. Der 21 Jahre alte Premierensieger konnte seinen ersten Einzelsieg bei den Nordischen Kombinierern zunächst gar nicht fassen, als er nach einem echten Kraftakt über zehn Kilometer über die Ziellinie schoss und seinen favorisierten Teamkollegen Johannes Rydzek schlug. „Das ist unglaublich. Ein Traum wird wahr“, jubelte Geiger, der zwar schon Olympia-Gold im Team einheimste, zuvor aber noch nie alleine auf der höchsten Stufe des Podests gestanden hatte.

Seine große Siegerehrung genoss Geiger andächtig, immer wieder huschte ihm ein verschmitztes Grinsen über das ganze Gesicht. Die Überlegenheit des Oberstdorfer Duos Geiger/Rydzek in Val di Fiemme erinnerte fast schon an die deutsche Dominanz vergangener Tage. In einer Vierergruppe diktierte das DSV-Duo so lange das Tempo, bis die Rivalen Akito Watabe aus Japan und der Österreicher Franz-Josef Rehrl nicht mehr mithalten konnten. Am Ende zeigte Youngster Geiger einen starken Antritt und hängte am letzten Anstieg auch den laufstarken Rydzek ab. „Es war ein super Rennen von uns. Wir haben sehr gut zusammengearbeitet. Es war sehr taktisch und mit einem Happy End für mich, das lief einfach perfekt“, jubelte Geiger.

Eine Woche vor dem prestigeträchtigen Triple im französischen Chaux-Neuve sind die deutschen Kombinierer wieder richtig gut in Schwung. Während sich Gelbträger Jarl Magnus Riiber in Seefeld bei einem Trainingskurs auf die nächsten Highlights vorbereitete und so Vorsprung im Gesamtklassement einbüßte, heimsten die Deutschen fleißig Podestplätze ein. Am ersten Wettkampftag hatte Rydzek gewonnen, im Teamsprint reichte es für Rydzek/Geiger zu Rang zwei. Eric Frenzel und Fabian Rießle belegten hier Rang drei.

Das Riesentalent Geiger, Siegläufer Rydzek und Frenzel, der am Schlusstag Fünfter wurde, machen auch Hoffnung auf DSV-Erfolge bei der WM in Seefeld, die in fünf Wochen beginnt. Bundestrainer Hermann Weinbuch bewertet das Niveau seiner Schützlinge positiv: „Wir sind ganz vorne dran an den Siegen. Wir sind auf einem Top-Niveau.“

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 14.01.2019

am 30.12.2018

Markus Eisenbichler macht "sein Ding“ am Schattenberg

DBE5866

Der Siegsdorfer holt sich den zweiten Platz und zeigt sich schwer gerührt angesichts der Superstimmung in der „vollen Hütte“ am Schattenberg

„Das ist der absolute Wahnsinn, diese volle Hütte, diese Stimmung, mir ist eher, als wenn ich gleich heulen müsste!“ Markus Eisenbichler kämpfte mit den Tränen, als er sichtlich gerührt seine Stimmung nach dem Auftaktspringen zur 67. Vierschanzentournee beschrieb. Er hatte in Oberstdorf vor 25.500 begeisterten Zuschauern für die deutsche Nationalmannschaft die Kastanien aus dem Feuer geholt, landete nur hauchdünne 0,4 Punkte hinter dem Sieger Ryoyu Kobayashi (JPN) sensationell auf dem zweiten Platz. Dritter wurde der Österreicher Stefan Kraft, der sich bereits bei der Qualifikation die Siegprämie über 5000 Euro gesichert hatte.
Das war ein spannendes Duell um den Sieg am Schattenberg.

Zwar war der 22- jährige Japaner als Favorit in die Tournee gegangen, aber wie immer hatte auch die 67. Auflage der Tournee schon zu Beginn ihre eigenen Gesetze. So ging es am Ende doch knapper aus, als es sich der führende Japaner nach dem ersten Durchgang erwartet hatte.

Mit Sprüngen auf 138,5 und 126, 5 Metern kam Kobayashi auf 282,3 Punkte und setzte sich damit vor Eisenbichler, der auf 133, 0 und 129,0 Meter (281,9 Punkte) kam. Stefan Kraft lag mit 131,0 und 134,5 Metern (280,5 Punkten) hinter dem Führungsduo.

Für die weiteren elf Deutschen, die sich für den Wettkampf qualifiziert hatten, lief es nicht ganz wie erwartet. Lokalmatador Karl Geiger, vielfach schon als Sieghoffnung für die Tournee eingeschätzt, musste sich auf seiner Heimschanze mit dem zwölften Platz begnügen. Auch Stephan Leyhe kam über einen 13. Platz nicht hinaus. Unter den besten 30 Springern landeten auch Richard Freitag, der Vorjahreszweite von Oberstdorf, auf Rang 16, David Siegel auf Platz 17, Pius Paschke als 21. und Constantin Schmid als 24. in der Rangliste.
Auslassen musste Andreas Wellinger, der über 114,0 Meter im K.O-Duell nicht hinauskam und dem Konkurrenten Naoko Nakamura den Vortritt lassen musste. Auch Severin Freund scheiterte schon im ersten Durchgang. Doch die beiden deutschen Springer waren nicht die einzigen, die enttäuscht weiterreisen nach Garmisch-Partenkirchen zum nächsten Etappenziel der Tournee. Auch die Norweger haderten mit ihrer Leistung. So blieben Anders Fannemel (33.) und Skiflug-Weltmeister Daniel-André Tande ebenso hinter den Erwartungen zurück wie der Vorjahressieger Kamil Stoch. Der polnische Grand-Slam-Gewinner der Tournee 17/18 wurde Achter. Sein Landmann Piotr Zyla musste sich mit dem sechsten Platz zufriedengeben

am 29.12.2018

Brasilianer bewundert „verrückte“ Sportart

Gabriel Alcantora aus Brasilien

Gabriel Alcantora und sein Freund Getulio Ferreira aus Brasilien fiebern bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf mit

Der Brasilianer Gabriel Alcantora dürfte bei der Vierschanzentournee einer der Zuschauer mit der weitesten Anreise sein. Der 32-Jährige ist derzeit bei Freunden in Vorarlberg zu Gast und nutzte seine Kontakte zum Sports-
und Trainerkollegen, dem Sonthofener Realschul-Lehrer Steffen Lenz, um beim Tourneeauftakt in Oberstdorf dabei zu sein. Alcantora zeigte sich am Qualifikationstag begeistert vom Skispringen. „Ein bisschen verrückt müssen sie schon sein, dass sie sich da hinunterstürzen“, meinte der Brasilianer, der in seinem Heimatland während der Olympischen Spiele als Kommentator für Badminton beim Sender SporTV agierte. Er bewunderte im Skisprungstadion die „kompletten Sportler“, die sich so mutig, athletisch und mental stark präsentierten. Seine Impressionen hielt Alcantora auf Video fest und wird so fürs Skispringen und den Auftaktort der Vierschanzentournee mit TV-Einspielern in seinem Heimatland kräftig werben. Man sollte es nicht glauben, aber sogar in dem lateinamerikanischen Land, in dem sich alles um Fußball zu drehen scheint, wird die Tournee auf Globo TV gesendet.

Unser Bild zeigt Gabriel Alcantora mit seinem Freund Getulio Ferreira (rechts)

am 29.12.2018

Österreicher Stefan Kraft holt sich Quali-Sieg

Scheckübergabe

Zwölf deutsche Athleten schaffen den Sprung in den morgigen Wettkampf

Oberstdorf ist offenbar sein Wohnzimmer. Nachdem die bisherige Saison für die Austria-Adler nur mäßig verlief, holte sich völlig überraschend Stefan Kraft den Sieg und die 5.000-Euro Preisgeld in der Qualifikation beim Tourneeauftakt am Schattenberg. Mit gleicher Weite (138,5 Meter), aber einer höheren Punktzahl ließ der Österreicher, der schon zweimal das Auftaktspringen in Oberstdorf gewann, den großen Favoriten Ryoyu Kaboyashi (JPN) hinter sich. Dritter wurde Piotr Zyla aus Polen mit 137,5 Metern.

Die deutschen Springer schufen sich vor 15.500 begeisterten Zuschauern gute Ausgangspositionen für den Wettkampf morgen. Zwölf Athleten des DSV schafften den Sprung unter die besten 50, die morgen im K.O. - Wettkampf antreten.
Severin Freund wird es mit Naoki Nakamura (JPN) zu tun bekommen. Lokalmatador Karl Geiger tritt Anders Fannemel (NOR) an. Youngster Felix Hoffmann springt gegen Jakub Wollny (POL). Ein deutsch-deutsches Duell liefern sich Stephan Leyhe und Martin Hamann. Knifflig wird es für Pius Paschke gegen den Skiflug-Weltmeister Daniel-Andre Tande (NOR). Constantin Schmid hat es mit Manuel Fettner (AUT) zu tun. Richard Freitag kämpft gegen den einzigen Bulgaren im Feld, Vladimir Zografski. Andreas Wellinger geht in die Ausscheidung gegen Markus Schiffner (AUT) und David Siegel muss in den Wettkampf gegen Junshiro Kabayashi (JPN).Markus Eisenbichler duelliert sich mit Jernej Damian (SLO) und Nachwuchsspringer Moritz Bär geht gegen Timo Zaij SLO) in die Anlaufspur.

In der Qualifikation mussten aber auch bekannte Athleten ihre Träume begraben. So gab es weder für Domen Prevz (SLO) noch für Altmeister Noriaki Kasai (JPN) ein Weiterkommen. Auch für den Polen Maciej Kot lief es überhaupt nicht gut. Alle drei dürfen beim Wettkampf morgen nur zuschauen.
Morgen gilt es: Um 15.00 Uhr beginnt der Probedurchgang. Der Wettkampf startet um 16.30 Uhr. Stadioneinlass ist um 12.00 Uhr

am 28.12.2018

„Es geht lo-oos“

Die perfekte Welle

Tolle Eröffnungsfeier zur 67. Vierschanzentournee im Nordic Park

Die Spannung war zu spüren: Bei den Sportlern steigt der Adrenalinspiegel und die Zuschauern sind begeistert. Eine tolle Eröffnungsfeier der 67. Vierschanzentournee erlebten gestern Abend rund 2.500 Fans im Oberstdorfer Nordic Park. Die besten Springer der Welt und zum Abschluss die gesamte deutsche Mannschaft präsentierten sich auf der Bühne im Kurpark. Auf dem Weg dorthin gab es ein „Bad“ in der begeisterten Zuschauermenge, viele zu erfüllende Autogrammwünsche und das ein oder andere Selfie. Nur die Polen um den Vorjahressieger Kamil Stoch mussten die Feier auslassen, weil sich ihre Anreise aufgrund der vollen Straßen verzögert hatte.
Auf der Bühne wurde dann das berühmte Nähkästchen geöffnet und kleine Geheimnisse ausgeplaudert. So erfuhren die Zuschauer, dass es beim Tschechen Roman Koudelka an Weihnachten Schnitzel und anschließend zwei Tage nur Äpfel zu essen gab. Domen Prevc (Slowenien) vergnügte sich unterdes in einem Wellness-Urlaub, während Bruder Peter Weihnachten mit seiner Freundin zu Hause genoss. Und Markus Eisenbichler verriet, wie froh er sei, dass die zwei Wochen Pause nun endlich herum sind. „Da war es dann schon fast langweilig“, meinte er schmunzelnd. Großen Jubel gab es vor allem für Lokalmatador Karl Geiger, der, wie letztes Jahr Richard Freitag, die Rolle des Favoriten übernommen hat. Der Oberstdorfer, der so locker mit seinen Erfolgen in dieser Saison umgeht, wurde vom Publikum gefeiert.
Gefeiert wurde aber auch in der WM-Bar bis in die späte Nacht. Da waren die Springer schon längst wieder in ihren Quartieren, denn zum Tourneestart heißt es fit sein. Die Qualifikation beginnt um 16.30 Uhr. Und das schönste: Während für den Wettkampftag alle Karten vergriffen sind, gibt es für die Quali noch Tickets an der Tageskasse.

21 bis 30 von 631123456789