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am 03.02.2019

Polnischer Jubeltag in Oberstdorf

Siegerehrung Sonntag

Kamil Stoch jubelt beim dritten Einzelfliegen. Weitere drei Landsmänner unter den Top 6. Russe Klimov beschenkt sich zu seinem 25. Geburtstag mit Platz zwei. Walter Hofer lobt die Oberstdorfer Helfer

Das war ein starker Skiflugtag für die Polen. Kamil Stoch feierte seinen ersten Saisonsieg und Teamkollege Dawid Kubacki flog nach seinem 2. Platz am Freitag zwei Tage später erneut aufs Podium. Rang 3 für ihn , Piotr Zyla als Vierter und Jakub Wolny (6) machten den Erfolg der polnischen Mannschaft perfekt. Eingepackt in das Polen-Paket, holte Evgeny Klimov RUS) sich an seinem 25. Geburtstag den zweiten Platz.
Für die Deutschen lief es dagegen nicht nach Maß. Markus Eisenbichler landete als bester DSV-Athlet auf dem 10. Platz. Zum mäßigen Abschneiden seiner Teamkollegen sagte Eisenbichler: „Bei uns ist zur Zeit der Wurm drin. Warum, weiß ich auch nicht.“

Beim abschließenden von drei Weltcups an einem strapaziösen Wochenende erzielte Stoch mit Flügen auf 214,5 und 227 Meter insgesamt 413,2 Punkte und schenkte seiner Frau Ewa zu ihrem Geburtstag elf Monate nach dem Erfolg in Planica wieder einen Weltcup-Sieg. Stoch setzte sich deutlich vor den Russen Evgeny Klimov, der 220,5 und 223,5 Meter weit flog und damit 407,9 Punkte sammelte. Dawid Kubacki machten den polnischen Erfolg perfekt mit Weiten von 207 und 228,5 Metern (405,4 P).
Ryoyu Kobayashi (JPN), der nach dem ersten Durchgang noch vorn lag, fiel dagegen im zweiten Versuch auf den neunten Rang zurück.
Auch die Deutschen bleiben hinter den Erwartungen zurück. Markus Eisenbichler, der gestern noch über seinen zweiten Platz jubelte, erreichte nur den zehnten Platz. Weltcup-Punkte sammelten Stephan Leyhe (17.), Martin Hamann (29.) und Karl Geiger (30.). Doppel-Olympiasieger Andreas Wellinger verpasste den zweiten Durchgang. Constantin Schmid (42.) und Richard Freitag (48.) gelang nicht einmal der Flug in die Qualifikation.
Nicht nur für die Athleten, die nach drei Wettkamptagen bis zu elf Flügen in den Knochen hatten, ging ein anspruchsvolles Wochenende vorüber. Auch die Veranstalter hatten alle Hände voll zu tun, um bei dem starken Schneefall heute faire Wettkampfbedingungen zu schaffen. Umso wohler tat die Anerkennung von Walter Hofer. „Ohne das erfahrene Team in Oberstdorf wäre dieser Weltcup nicht durchführbar gewesen. Dafür gebührt den Helfern der erste Platz“, sagte der Renndirektor des Internationalen Skiverbandes nach der Veranstaltung.