
Spannendes Finale nach einem kuriosen ersten Durchgang
Es gibt nichts, was es nicht gibt: Der Teamwettbewerb bei der Skiflug-Weltmeisterschaft endete mit einer großen Überraschung. Eine japanische Mannschaft holte sich zum ersten Mal überhaupt eine WM-Medaille und die funkelte sogar in Gold. Vorausgegangen war ein Wettkampf, bei dem Athleten und Zuschauer zwischen Verwunderung und Fassungslosigkeit schwankten.
Schuld daran war der frischgebackene Skiflug-Weltmeister Domen Prevz, der durch ein Missgeschick den Wettkampfablauf durcheinander brachte. In der vierten und vermeintlich stärksten Athletengruppe saß gerade Marius Lindvik (NOR) auf dem Balken, als ihn links und rechts zwei Sprungskier überholten. Die suchten sich im dichten Schneefall selbstständig ihren Weg nach unten und die Skimarke ließ vermuten, dass es die Fluggeräte von Domen Prevz waren. Er hätte drei Nummern nach Lindvik starten sollen. Trotz eilends herbeigebrachten Ersatzes erhielt der „Domenator“ keine Flugerlaubnis für Durchgang 1 und die Slowenen durften insgesamt nur sieben Versuche abrechnen. Auf Platz 8 nach erstem Durchgang liegend, gab es keine Chance mehr auf eine Medaille.
Slowenien raus, Team Deutschland auf dem undankbaren vierten Platz und die Norweger mit einer gesicherten Bronzemedaille, soviel war sicher, als die beiden letzten Springer der Teams aus Österreich und Japan ihren letzten Flügen auf der Heini-Klopfer-Schanze absolvierten. Schon Tomofumi Naito und Ryoyu Kobayashi hatten ihre Sache gut gemacht und Stephan Embacher und Stefan Kraft unter Druck gesetzt. Manuel Fettner hielt Team Austria im Spiel gegen Naoki Nakamura, sodass Jan Hörl als Letzter wirklich alles in seinen Flug legen musste, um Ren Nikaido, der sein Team auf 1569,6 Punkte brachte, noch einzuholen. Das misslang dem Österreicher und somit musste sich das Team mit 1560,0 Punkten und Platz 2 zufriedengeben.
Exciting final after a peculiar first round
Truth is stranger than fiction: The team competition at the Ski Flying World Championships ended with a major surprise. For the first time ever, a Japanese team won a World Championship medal, and it was gold. Athletes and spectators alike fluctuated between amazement and bewilderment during the competition.
The blame lay with the newly crowned ski flying world champion Domen Prevz, who disrupted the competition schedule due to a mishap. In the fourth and supposedly strongest group of athletes, Marius Lindvik (NOR) was sitting on the bar when a pair of skis went past him on both sides.
They made their own way down through the thick snowfall, and the ski brand suggested that they belonged to Domen Prevz. He was supposed to start three places after Lindvik.
Despite a replacement being brought in quickly, the “Domenator” was not given permission to fly in round 1, and the Slovenians were only allowed to count a total of seven attempts. Lying in 8th place after the first run, a medal was out of reach.
Slovenia out, Team Germany in an unfortunate fourth place, and Norway with a guaranteed bronze medal – that much was certain when the last two jumpers from the Austrian and Japanese teams completed their final flights on the Heini Klopfer ski flying hill. Tomofumi Naito and Ryoyu Kobayashi had already performed well, putting Stephan Embacher and Stefan Kraft under pressure. Manuel Fettner kept Team Austria in the game against Naoki Nakamura, so that Jan Hörl, as the last jumper, really had to give it his all to catch up with Ren Nikaido, who had brought his team to 1569.6 points. However, the Austrian failed to do so, and the team had to settle for second place with 1560.0 points.
Straffes Programm für den FIS-Präsidenten Johan Eliasch am Sonntag
Von Weltcup-Slalom in Kitzbühel am Vormittag zum Abschlusswettbewerb der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf am Nachmittag: Johan Eliasch hastete am Sonntag von Event zu Event und bestritt ein straffes Programm in seiner Rolle als FIS-Präsident. „Den Schnee haben wir passend für den Chef des internationalen Wintersports extra bestellt“, meinte schmunzelnd der 1.Vorsitzende des Skiclub Oberstdorf Georg Geiger beim Empfang im leichten Schneegestöber.
Oberstdorf ist für Johan Eliasch kein unbekanntes Pflaster, war er doch 2021 zur Nordischen Ski-Weltmeisterschaft ebenfalls vor Ort. Die Skiflugschanze jedoch ist für ihn Neuland. Einen Blick vom Turm auf das fast ausverkaufte Stadion gönnte sich der FIS-Präsident deshalb gern. Begleitet wurde er nicht nur von Georg Geiger und dem Generalsekretär der Skiflug-WM Florian Stern, sondern auch vom Geschäftsführer der FIS, Urs Lehmann, Stefan Schwarzbach vom Deutschen Skiverband und dem Vorsitzenden des Bayerischen Skiverbands Herbert John.
A busy schedule for FIS President Johan Eliasch on Sunday
From the morning's World Cup slalom in Kitzbühel to the afternoon's final competition of the Ski Flying World Championships in Oberstdorf: Johan Eliasch rushed from event to event on Sunday, completing a packed schedule in his role as FIS President. 'We ordered the snow especially for the head of the International Winter Sports Federation,' said Georg Geiger, the Oberstdorf Ski Club's first chairman, with a smile as he welcomed the guest amidst light snowfall.
Johan Eliasch is familiar with Oberstdorf, having also been there for the 2021 Nordic World Ski Championships. However, the ski flying hill is a new experience for him. The FIS President therefore enjoyed taking in the view from the tower of the almost sold-out stadium. He was accompanied not only by Georg Geiger and the Secretary General of the Ski Flying World Championships, Florian Stern, but also by the Managing Director of the FIS, Urs Lehmann, Stefan Schwarzbach from the German Ski Association, and the Chairman of the Bavarian Ski Association, Herbert John.
Christine Schenderlein bedankt sich bei den Helferinnen und Helfern der Skiflug-WM
Stellvertretend für die rund 750 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sprach Christine Schenderlein, Staatsministerin für Ehrenamt und Sport im Bundeskanzleramt, am Rande der Skiflug‑Weltmeisterschaft einigen Vertreterinnen und Vertretern ihren persönlichen Dank aus. Sie hob hervor, dass eine Großveranstaltung dieser Art ohne den engagierten und oft langjährigen Einsatz der Volunteers in den unterschiedlichsten Funktionen nicht möglich wäre.
Zugleich betonte Schenderlein ihre politischen Schwerpunkte: den Abbau bürokratischer Hürden, steuerliche Erleichterungen für Engagierte sowie eine bundesweite Abstimmungsrunde mit den Ehrenamtsministern der Länder, um freiwillig Tätige einheitlich zu unterstützen. Ziel sei es, die Rahmenbedingungen für Vereine und das freiwillige Engagement zu verbessern, finanzielle Unterstützung zu stärken und mehr Nachwuchs für das Ehrenamt zu gewinnen.
Christine Schenderlein thanks the volunteers at the Ski Flying World Championships
Christine Schenderlein, Minister of State for Sport and Volunteering in the Federal Chancellery, expressed her personal thanks to several representatives of the approximately 750 volunteers on the sidelines of the Ski Flying World Championships. She emphasised that such a major event would not be possible without volunteers' dedicated and often long-term commitment in a variety of roles.
At the same time, Schenderlein emphasized her political priorities: reducing bureaucratic hurdles, tax breaks for volunteers, and a nationwide round of consultations with the state ministers responsible for volunteer work, with the aim of providing uniform support to volunteers. The aim is to improve the framework conditions for associations and volunteer work, strengthen financial support, and attract more young people to volunteer work.
Ein stimmungsvoller Abschluss am zweiten Tag des Einzelwettkampfs lockte zahlreiche Fans auf den Vorplatz des Oberstdorf Hauses
Die „Stimme von Oberstdorf“, Jens Zimmermann, sorgte mit seiner energiegeladenen Moderation und einem spontanen Tanz mit Maskottchen Nordi zum Fliegerlied für beste Laune. Die Medaillen überreichten unter anderem Dr. Franz Steinle, Ehrenpräsident des Deutschen Skiverbands, sowie Oberstdorfs Bürgermeister Klaus King. Beim dritten und vierten Wertungsdurchgang am Samstag bestätigte Domen Prevc seine beeindruckende Form und siegte mit 905,4 Punkten vor Marius Lindvik aus Norwegen (845,9) und den Japaner Ren Nikaido (842,4). Als im Ortskern die slowenische Nationalhymne erklang, sangen Prevc’ Teamkollegen und zahlreiche Fans voller Stolz mit. Im Anschluss feierten die Besucher beim Winterfest im benachbarten Kurpark ausgelassen bis in die späten Abendstunden.
An exciting conclusion to the individual competition attracted numerous fans to the forecourt of the Oberstdorf House
Jens Zimmermann, the 'voice of Oberstdorf', kept spirits high with his energetic presentation and a spontaneous dance with mascot Nordi to the Fliegerlied. The medals were presented by Dr Franz Steinle, honorary president of the German Ski Association, and Oberstdorf's mayor, Klaus King, among others. On Saturday, in the third and fourth rounds, Domen Prevc confirmed his impressive form, winning with 905.4 points, ahead of Marius Lindvik from Norway (845.9 points) and Ren Nikaido from Japan (842.4 points). When the Slovenian national anthem sounded in the town centre, Prevc's teammates and numerous fans sang along proudly. Visitors then celebrated exuberantly at the winter festival in the neighbouring Kurpark until late in the evening.
Vier Flüge verschaffen dem Slowenen 50 Meter Vorsprung vor der Konkurrenz
Mit einer Verneigung vor den 18 000 begeisterten Zuschauern im Stadion der Heini-Klopfer-Schanze landete Domen Prevz als neuer Skiflug-Weltmeister im Auslauf. Der Slowene bestätigte im Finaldurchgang lediglich, was sich schon zuvor deutlich abgezeichnet hatte: der Weltcup-Führende im Skispringen ist auch im Skifliegen eine Klasse für sich.
Prevz hatte bereits die Qualifikation gewonnen und sich lediglich im ersten Durchgang des Einzelwettbewerbs mit einer Anlaufverkürzung verzockt. In den drei weiteren Durchgängen räumte er alle Mitbewerber souverän aus dem Weg und wurde am Ende mit einem Vorsprung von mehr als 50 Metern verdienter Skiflug-Weltmeister.
Nach dem Anzugskandal bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim stand erstmals Marius Lindvik (NOR) wieder auf dem Podest. Der Skiflug-Weltmeister von Vikersund 2022 konnte den Japaner Ren Nikaido noch abfangen und auf Platz 3 verweisen.
Die Deutschen zeigten eine solide Leistung, konnten aber alle keine zwei gleichwertig gute Flüge abliefern. Drum reichte es zum ersten Mal seit 2010 nicht für einen Platz unter den Top-Ten.
Auch die Österreicher, die mannschaftlich mit Jan Hörl (Platz 4), Stephan Embacher (Platz 5) und Stefan Kraft (Platz 7) ein bärenstarkes Ergebnis boten, gingen bei der Medaillenvergabe im Einzelwettbewerb leer aus. Für den morgigen Team-Wettbewerb allerdings springen die Austria-Adler klar mit um den Sieg.
Die deutsche Mannschaft für das Team-Fliegen steht fest. Stefan Horngacher wird als ersten Pius Paschke in die Spur schicken. Zweiter ist Felix Hoffmann, als Dritter geht Karl Geiger ins Rennen und den Abschluss macht Philipp Raimund. Die Entscheidung gegen einen Start von Andreas Wellinger war Cheftrainer Stefan Horngacher nicht leichtgefallen. „Den Ausschlag gegeben hat, dass die Jungs, die im Einzel am Start waren, sich allesamt gesteigert haben und ich jetzt keine Experimente wagen will“.
Four flights give the Slovenian a 50-meter lead over the competition
With a bow to the 18,000 enthusiastic spectators in the stadium at the Heini-Klopfer-Ski-Jumping-Hill, Domen Prevz landed in the outrun as the new ski flying world champion. In the final round, the Slovenian simply confirmed what had already become clear: the World Cup leader in ski jumping is also in a class of his own in ski flying.
Prevz had already won the qualification round and only gambled away his lead in the first round of the individual competition by shortening his inrun. In the three remaining rounds, he confidently outclassed all his competitors and ultimately became the deserved ski flying world champion with a lead of more than 50 meters.
After the suit scandal at the Nordic World Ski Championships in Trondheim, Marius Lindvik (NOR) was back on the podium for the first time. The 2022 ski flying world champion from Vikersund managed to catch up with Japan's Ren Nikaido and relegate him to third place.
The Germans put in a solid performance, but none of them managed to deliver two equally good flights. As a result, they failed to finish in the top ten for the first time since 2010.
The Austrians, who put in a strong team performance with Jan Hörl (Rank 4), Stephan Embacher (Rank 5) and Stefan Kraft (Rank 7), also came away empty-handed in the individual competition. However, the Austrian Eagles are clear contenders for victory in tomorrow's team competition.
The German team for the team flying event has been decided. Stefan Horngacher will send Pius Paschke into the inure first. Felix Hoffmann will be second, Karl Geiger third and Philipp Raimund will finish the competition. The decision not to let Andreas Wellinger complete was not an easy one for head coach Stefan Horngacher. “The deciding factor was that the guys who competed in the individual event all improved their performance, and I don't want to take any risks now.”
Oberstdorf bewirbt sich erneut als Gastgeber und setzt auf große Unterstützung
Bei der Bewerbung Oberstdorfs um die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2031 setzt die Region auf Erfahrung, Nachhaltigkeit und eine starke regionale Unterstützung. Nach 1987, 2005 und der zuschauerlosen Pandemie-WM 2021 möchte die Wintersport-Hochburg erneut Gastgeber sein. Die Entscheidung fällt am 11. Juni 2026 beim FIS-Kongress in Belgrad, an dem rund 1000 Councilmitglieder teilnehmen. Einziger Mitbewerber ist Planica.
Die Bewerbung Oberstdorfs baut auf bestehender Top-Infrastruktur, kurzen Wege sowie ein nachhaltiges Energie- und Mobilitätskonzept auf. Die WM soll langfristige Impulse für Nachwuchs, Ehrenamt und Tourismus setzen. SC-Oberstdorf-Vorsitzender Georg Geiger betonte am Rande der Skiflug-Weltmeisterschaft: „Eine Großveranstaltung wie die Nordische Ski-WM ist ein wichtiger Impulsgeber für die junge Generation. Sie sehen Idole, die motivieren.“
Auch Bürgermeister Klaus King verweist auf den breiten Rückhalt im Ort: „Wir wollen es wieder beweisen. Vor fünf Jahren haben wir trotz Pandemie mit einer schwarzen Null abgeschlossen.“ Geplante Maßnahmen wie ein Parkhaus am Ortsrand und elektrische Ortsbuslinien sollen die infrastrukturelle Nachhaltigkeit weiter stärken.
Die sportliche Bedeutung unterstreicht DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach: „Nachhaltigkeit betrifft nicht nur die Natur, sondern auch die Sportentwicklung. Rund 40 Bundeskader-Athletinnen und -Athleten trainieren derzeit in Oberstdorf.“ Die Bewerbung habe im FIS-Council breite Zustimmung gefunden, sei aber „kein Selbstläufer“.
Am Sonntag werden FIS-Präsident Johan Eliasch, mehrere Councilmitglieder sowie die Bundesministerin für Sport und Ehrenamt Christiane Schenderlein zur Skiflug-WM erwartet, um weitere Gespräche zu führen. Eine Vertiefung der Gespräche ist bei den Olympischen Spielen in Mailand geplant.
Weitere Informationen: www.oberstdorf2031.de
Oberstdorf applies again to host the World Championships and hopes of big support
In its bid to host the 2031 Nordic World Ski Championships, Oberstdorf is focusing on providing a memorable experience, ensuring sustainability, and securing strong regional support. Following the 1987 and 2005 Championships, as well as the 2021 pandemic World Championships which were held without spectators, the winter sports stronghold is eager to host the event again. The decision will be made on 11 June 2026 at the FIS Congress in Belgrade, which around 1,000 council members are expected to attend. Planica is the only competitor.
Oberstdorf's bid is based on its existing first-class infrastructure, short distances, and sustainable energy and mobility concepts. The World Championships are intended to provide long-term impetus for young talent, volunteer work, and tourism. SC Oberstdorf chairman Georg Geiger emphasized on the sidelines of the Ski Flying World Championships: “A major event like the Nordic World Ski Championships is an important source of inspiration for the younger generation. They see role models who motivate them.”
Mayor Klaus King also highlights the town's broad support: 'We want to prove it again. Five years ago, we broke even despite the pandemic.' Planned measures, such as a parking garage on the outskirts of the town and electric local bus lines, are intended to further strengthen the town's infrastructural sustainability.
DSV spokesperson Stefan Schwarzbach emphasizes the sporting significance: “Sustainability affects not only nature, but also the development of sport. Around 40 national squad athletes are currently training in Oberstdorf.” The application met with broad approval in the FIS Council, but is “not a sure thing.”
On Sunday, the FIS-President, Johan Eliasch, and several Council members are expected to attend the Ski Flying World Championships to hold further talks. Also expected to attend are the Federal Minister for Sport and Volunteering, Christiane Schenderlein. More in-depth discussions are planned for the Olympic Games in Milan.
Further information can be found at www.oberstdorf2031.de
Mitten im Geschehen sorgt der ehemalige Radprofi Rick Zabel für besondere Momente beim Skifliegen
Er ist 32 Jahre alt und ehemaliger Radrennfahrer sowie Tour‑de‑France‑Teilnehmer: Rick Zabel ist längst mehr als „nur“ der Sohn der Radsportlegende Erik Zabel. Der Kölner hat sich als Content‑Creator einen Namen gemacht – unter anderem in Kooperation mit Kaufland, wo er an diesem Wochenende bei der Skiflug-WM im Einsatz ist.
Mit seiner gewohnt lockeren Art verteilt er unter anderem VIP‑Bändchen für den Zugang zum ersten Stock des Kaufland‑Containers und sorgt damit für unvergessliche Erlebnisse für die Zuschauerinnen und Zuschauer.
Obwohl er selbst aus dem Radsport kommt, zeigt Zabel großen Respekt vor der sportlichen Leistung anderer Disziplinen. Besonders die Skiflieger faszinieren ihn – auch wenn er schmunzelnd betont, dass er persönlich den festen Kontakt zum Boden deutlich mehr schätzt.
In den sozialen Medien ist Rick Zabel längst eine feste Größe, und als Radsport-Experte der ARD bringt er seine Expertise mit einer Prise Humor ein. Mit einem Augenzwinkern bezeichnet er sich selbst sogar als „Sven Hannawald des Radsports“ – ein Vergleich, der zeigt, wie selbstironisch und nahbar er geblieben ist.
Former professional cyclist Rick Zabel is right in the thick of the action, creating special moments in ski flying
He is 32 years old and a former cyclist and Tour de France participant: Rick Zabel has long been more than “just” the son of cycling legend Erik Zabel. The Cologne resident has made a name for himself as a content creator. Among other projects, he is collaborating with Kaufland on an initiative that will see him working at the Ski Flying World Championships this weekend.
In his usual easygoing manner, he hands out VIP wristbands for access to the first floor of the Kaufland container, ensuring an unforgettable experience for the audience.
Although he comes from a cycling background, Zabel has a great deal of respect for the athletic achievements of other sports. He is particularly fascinated by ski jumpers, although he smiles as he emphasises that he much prefers to keep his feet firmly on the ground himself. Rick Zabel has long been a familiar face on social media, and as a cycling expert for ARD, he shares his knowledge with a touch of humour. He even refers to himself as the 'Sven Hannawald of cycling' with a wink – a comparison that shows how self-deprecating and approachable he has remained.
Der Slowene bleibt im ersten Einzelwettkampf das Maß der Dinge im Skifliegen
7000 Zuschauer an der Heini-Klopfer-Schanze versuchten mit ihrer Begeisterung, den Lokalmatador Karl Geiger im ersten Einzelwettbewerb der Skiflug-WM möglichst weit nach unten zu tragen. Wie wenn nach langer Durststrecke endlich der Knoten geplatzt wäre, enttäuschte der Oberstdorfer seine Fans nicht. Er segelte im ersten Durchgang auf 217,5 Meter und sicherte sich damit als erneut bester Deutscher den 7. Platz. Im Durchgang 2 haderte er dann ein wenig mit der Jury, die ihn trotz schlechter Windbedingungen losgeschickt hatte „Ich verstehe nicht ganz, warum man nicht ein bisschen hat warten können“ rätselte er nach der Landung bei 197,0 Metern. Am Ende reichte es für Platz 11.
Kein Weg vorbei ging erneut Domen Prevz (SLO), der sich im ersten Durchgang mit 204,0 Metern nach verkürztem Anlauf einmal nicht ganz vorn festgesetzt hatte, sondern die Aufholjagd vom zweiten Platz starten musste. Sein zweiter Versuch jedoch brachte wieder alles in die gewohnt geordneten Bahnen: Domen Prevz vor dem Rest der Welt. Zweiter wurde der Japaner Ren Nikaido, der im ersten Durchgang mit 230,5 Metern seine persönliche Bestweite im Skifliegen erreicht hatte und im zweiten Versuch erneut eine Topleistung zeigte, mit der er den bis dato führenden Norweger Marius Lindvik auf Platz 3 verwies.
Morgen werden die Karten neu gemischt, wenn im ausverkauften Stadion Durchgang 3 und 4 der Einzelwettkämpfe über die Bühne gehen.
The Slovenian remains the benchmark in ski flying in the first individual competition
7,000 spectators at the Heini Klopfer ski jump tried to carry local hero Karl Geiger as far down as possible with their enthusiasm on the first day of the individual competition of the Ski Flying World Championships. After a long dry spell, the Oberstdorf native finally delivered a performance that did not disappoint his fans. He sailed 217.5 meters in the first round, securing 7th place as the best German once again. In the second round, he was a little frustrated with the jury, who had sent him off despite poor wind conditions. “I don't quite understand why they couldn't have waited a little longer,” he puzzled after landing at 197.0 meters. In the end, it was enough for 11th place.
Once again, Domen Prevc (SLO) proved unbeatable. After a shortened inrun, he fell short of the top spot in the first round with 204.0 metres and had to start his catch-up from second place. However, his second attempt restored everything to normal: Domen Prevz ahead of the rest of the world. Second place went to Ren Nikaido of Japan, who achieved a personal best of 230.5 metres in the first round of ski flying. He delivered another top performance in the second round, relegating the previous leader, Marius Lindvik of Norway, to third place.
The cards will be reshuffled tomorrow when rounds three and four of the individual competitions take place in the sold-out stadium.
Eine der prägenden Figuren des Skispringens der 70er Jahre zu Besuch an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze
Falko Weißpflog, eine der prägenden Figuren des Skispringens der 1970er Jahre, kehrte zur Skiflug-Weltmeisterschaft an jenen Ort zurück, an dem er vor 50 Jahren seinen ersten Skiflug-Wettbewerb bestritt. Damals startete „Falke“ bei seinem ersten Skifliegen aus der Lucke und segelte auf beeindruckende 174 Meter – ein Sprung, der ihm kurzzeitig den Weltrekord einbrachte. Seine Ausstrahlung reichte über den Sport hinaus: Der österreichische Musiker Johann Hölzel ließ sich von Weißpflog inspirieren und wählte deshalb seinen Künstlernamen Falco.
International erfolgreich war Weißpflog vor allem zwischen 1976 und 1980. Zu seinen größten Erfolgen zählt die Bronzemedaille auf der Großschanze bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1978 in Lahti. Heute lebt der 71‑Jährige in Chemnitz. Über 17 Jahre lang arbeitete er für den Sportartikelhersteller Ziener aus Oberammergau als Repräsentant und Entwickler spezieller Skisprung-Handschuhe. In Oberstdorf traf er am Freitag auf Frank Burig (rechts), Geschäftsführer der Firma Ziener, die in diesem Jahr ihr 80-jähriges Bestehen feiert.
One of the defining figures of ski jumping in the 1970s visits the Heini Klopfer ski flying hill
Falko Weißpflog, one of the defining figures of ski jumping in the 1970s, returned to the Ski Flying World Championships at the very place where he competed in his first ski flying competition 50 years ago. Back then, “Falke” took off from the start gates in his first ski flying competition and sailed an impressive 174 meters—a jump that briefly earned him the world record. His charisma extended beyond the sport: Austrian musician Johann Hölzel was inspired by Weißpflog and chose the stage name Falco.
Weißpflog enjoyed international success primarily between 1976 and 1980. One of his greatest achievements was winning the bronze medal in the large hill event at the 1978 Nordic World Ski Championships in Lahti. Today, the 71-year-old lives in Chemnitz. For over 17 years, he worked for the sporting goods manufacturer Ziener in Oberammergau as a representative and developer of special ski jumping gloves. On Friday in Oberstdorf, he met Frank Burig (right), managing director of Ziener. The company is celebrating its 80th anniversary this year.
Michael Schmidt ist bei Weltcup-Veranstaltungen allgegenwärtig – aber nun verabschiedet er sich
Was macht dieser Mann im Outfit der Deutschen Skiverbandes nur immer auf dem Trainerturm? Das Gesicht von Michael Schmidt kennen skisprungbegeisterte Fernsehzuschauer sicher fast alle. Ob bei Weltcupspringen und -fliegen, ob bei Wettkämpfen der Männer oder denen der Frauen, überall ist der Mann aus dem Sauerland zuständig für das Team der Vorspringer und damit in ganz engem Austausch mit den Coaches, mit der jeweiligen Rennleitung und mit Renndirektor Sandro Pertile.
Seit fast 20 Jahren erledigt Schmidt diesen Job nun. Alles im Ehrenamt, denn beruflich führt der Sauerländer ein Transportunternehmen. Bis 1996 war Schmidt selbst Skispringer, für zwei Jahre auch Trainer der deutschen Frauen und seit 2015 Cheftrainer der Vorspringer.
Bei den Veranstaltungen gehen die Vorspringer an den Trainings- und Wettkampftagen jeweils vor den Weltcupathleten und -athletinnen in die Spur, um den Zustand der Anlage und des Aufsprunghügels zu checken, die richtige Anlauflänge und die Kamerapositionen zu bestimmen.
2008 hat der Sauerländer damit begonnen, ein fixes Team aufzubauen, weil viele Weltcupveranstalter Schwierigkeiten hatten, die vorgeschriebene Anzahl von bis zu 20 Vorspringern für einen Wettkampf in Eigenregie zu stellen. „In Oberstdorf beim Skifliegen gab es damals nicht ausreichend Vorspringer und man musste erst welche aus Norwegen einfliegen, um den Regeln zu entsprechen“, erinnert sich Schmidt. Alles teuer und unrentabel. Danach machte Schmidt Nägel mit Köpfen und begann, einen Pool an Vorspringern zu bilden, auf den man an allen Weltcup-Orten, beim Conti-Cup und bei den Nordischen Kombinierern zurückgreifen kann.
Inzwischen gibt es einen Stamm von rund 65 Aktiven, unter anderem aus Deutschland, Österreich, den skandinavischen und osteuropäischen Ländern, aber auch aus Japan.
Nach all den Jahren soll nun Schluss sein. Michael Schmidt wird für diese letzte Saison das wohl bekannteste Gesicht auf dem Trainerpodest sein. Nun wolle er sich einmal um etwas anderes kümmern und das Leben aus dem Koffer sei nach so langer Zeit auch nicht mehr besonders reizvoll. Beschlossene Sache sei, dass er künftig wieder an der Heimschanze zu sehen ist, im Training mit dem Nachwuchs vom SC Meinerzhagen. Und auf diese Aufgabe freut er sich.
Als Dankeschön für die jahrelange Zusammenarbeit erhielt Michael Schmidt bei der Skiflug-WM in Oberstdorf von seinem langjährigen Mitstreiter Hans Schmid und dem Generalsekretär Florian Stern eine Kässpatzenschüssel gefüllt mit Leckereien. Die Einladung, jederzeit in Oberstdorf als Gast dabei zu sein, gab es obendrein.
Michael Schmidt is omnipresent at World Cup events – but now he is saying goodbye
What is this man in the German Ski Association outfit always doing on the coaches tower? Almost all ski jumping enthusiasts watching TV will recognize Michael Schmidt's face. Whether at World Cup ski jumping and ski flying events, or at men's or women's competitions, the man from the Sauerland region is responsible for the team of forerunners and is therefore in close contact with the coaches, the respective race management, and race director Sandro Pertile.
Schmidt has been doing this job for almost 20 years now. It is all voluntary work, as he runs a transport company in his day job. Schmidt was a ski jumper himself until 1996, then coach of the German women's team for two years, and has been head coach of the forerunners since 2015.
At the events, the forerunners take to the track before the World Cup athletes on training and competition days to check the condition of the facility and the landing hill, determine the correct inrun length, and set the camera positions.
In 2008, the Sauerland native began to build a permanent team because many World Cup organizers had difficulty providing the required number of up to 20 forerunners for a competition on their own. “In Oberstdorf at the ski flying event, there weren't enough jumpers at the time, and they had to fly some in from Norway to comply with the rules,” Schmidt recalls. It was expensive and unprofitable. Schmidt then took decisive action and began to build up a pool of forerunners that could be called upon at all World Cup venues, at the Continental Cup, and for the Nordic Combined events.
There are now around 65 active members, including people from Germany, Austria, Scandinavia, Eastern Europe, and even Japan.
After all these years, it's time to call it quits. Michael Schmidt will be the most familiar face on the coaches tower for this final season. Now he wants to focus on something else, and after such a long time, living out of a suitcase is no longer particularly appealing. It's a done deal that he will be back at his home ski jumping hill in the future, training with the young athletes of SC Meinerzhagen. And he's looking forward to this new challenge.
As a thank you for his many years of collaboration, Michael Schmidt received a bowl of Kässpätzle filled with delicacies from his long-time colleague Hans Schmid and Secretary General Florian Stern at the Ski Flying World Championships in Oberstdorf. On top of that, he was invited to visit Oberstdorf as a guest anytime.
Stimmungsvolle Eröffnung der FIS Skiflug Weltmeisterschaft im Kurpark
Großartige Atmosphäre mit über 1500 begeisterten Zuschauern herrschte im Oberstdorfer Kurpark zur offiziellen Eröffnungsfeier der FIS Skiflug WM. Stimmungsvoll eröffnete die Allgäuer Euregio Alphorngruppe Via Salina. Mit dem Rocky Song „Gonna Fly Now“ spielte die in ihrem typischen Rot gekleidete Marching Band Brass2Go sozusagen das Thema des Wochenendes. Die Fans jubelten und genossen die mitreißende Show, als die DC Dance Company zu „Beautiful People“ über die Bühne wirbelte, kam auch Bewegung in Zuschauermenge.
„Wer hat nicht schon einmal geträumt, zu fliegen“, fragte Dr. Franz Steinle, Ehrenpräsident des Deutschen Ski Verbandes DSV, und schwärmte, „beim Skifliegen wird dieser Traum Wirklichkeit. Die Athleten heben ab, lösen sich vom Hang und für einen kurzen, intensiven Augenblick scheint alles möglich. So leicht und elegant es dabei aussieht, diese Sekunden verlangen den Sportlern alles ab. Und genau das macht die Faszination des Skifliegens aus. Nervenkitzel trifft auf Präzision, Geschwindigkeit, Kontrolle und all das gebündelt in einem einzigen Flug. Jeder Sprung ist anders, jeder Flug erzählt seine eigene Geschichte und wir haben das Privileg, live dabei zu sein.“ Steinle dankte den zahlreichen Helfern und der Gemeinde und betonte: „Oberstdorf und das Allgäu sind einmal mehr das Zentrum der Skisprungwelt.“
Mit einem kurzen Rückblick auf die letzte Skiflug-WM 2018 im südlichsten Markt Deutschlands hieß Fritz Sehrwind, 2. Bürgermeister von Oberstdorf, Gäste und Skispringer willkommen und betonte: „Wir in Oberstdorf sind stolz, zu den wenigen Orten weltweit zu zählen, in denen Skifliegen überhaupt möglich ist.“ Sehrwind motivierte die Zuschauer: “Unterstützen Sie die mutigen Athleten mit Ihrer Fairness, Ihrem Applaus und Ihrer guten Stimmung. Verleihen Sie ihnen Flügel und machen Sie aus Fliegern Überflieger!“
Beifall und Jubel feuerten Maskottchen Nordi an, der vor den Teams mit ihren Fahnenträgern über den Laufsteg entlang der Fans auf die Bühne tanzte. Den Auftakt machte Markus Müller für das ÖSV-Team, gefolgt von Bulgarien, Kanada, Estland, Finnland, Frankreich und Italien. Richtig laut wurde der Jubel, als Ryoyu Kobayashi und Team Japan auftraten, gefolgt von Kasachstan, und dem gefeierten Team Polen mit ‚King‘ Kamil Stoch. Die Slowenen posierten gerade noch für das obligatorische Teamfoto mit Nordi, als der sichtlich gut gelaunte Simon Ammann die Schweizer Flagge schwenkend über den Catwalk tanzte. Seine Teamkollegen schlossen sich an und sorgten für Begeisterung. Nach der Türkei und der Ukraine wurde es dann richtig laut, denn Lokalmatador Karl Geiger marschierte mit Team Deutschland auf. Geiger strahlte, in der Qualifikation war es für ihn endlich mal wieder gut gelaufen.
Die Landrätin des Oberallgäus, Indra Baier-Müller, trug gemeinsam mit SC Oberstdorf-Präsident Georg Geiger, DSV-Sportdirektor Horst Hüttel und Tourismus-Chefin Petra Genster die Deutschlandflagge, die Skisprung-Legenden Sven Hannawald, Andy Widhölzl, Georg Späth und Espen Bredesen präsentierten die FIS-Flagge. In seiner Videobotschaft verglich FIS-Präsident Johan Eliasch die Athleten mit Zauberern: „Es ist eine Disziplin wie keine andere, in der Sport auf Magie trifft und das scheinbar Unmögliche möglich wird. Aber diese Gestalten in der Luft scheinen sich über die Gesetze der Physik hinwegzusetzen!“ Den unzähligen freiwilligen Helfern dankte Eliasch und lobte den Veranstalter: „Wir sind jetzt schon zum siebten Mal hier in Oberstdorf. Und es gibt einen Grund, warum wir immer wieder hierher zurückkommen. Es ist nicht nur der fantastische Veranstaltungsort, sondern auch die wunderbaren Menschen!“
Atmospheric opening of the FIS Ski Flying World Championships in the Kurpark
There was a fantastic atmosphere with over 1,500 enthusiastic spectators in Oberstdorf's Kurpark for the official opening ceremony of the FIS Ski Flying World Championships. The Allgäu Euregio alphorn group Via Salina provided an atmospheric opening. Dressed in their typical red uniforms, the marching band Brass2Go played the Rocky song “Gonna Fly Now,” setting the tone for the weekend. The fans cheered and enjoyed the exciting show, and when the DC Dance Company whirled across the stage to “Beautiful People,” the crowd also got moving.
“Who hasn't dreamed of flying?” asked Dr. Franz Steinle, honorary president of the German Ski Association (DSV), and enthused, "In ski flying, this dream becomes reality. The athletes take off, break away from the slope, and for a brief, intense moment, anything seems possible. As easy and elegant as it looks, these seconds demand everything from the athletes. And that is precisely what makes ski flying so fascinating. Thrill meet precision, speed, control, and all of that bundled into a single flight. Every jump is different, every flight tells its own story, and we have the privilege of being there live.“ Steinle thanked the numerous helpers and the local authorities and emphasized, ”Oberstdorf and the Allgäu region are once again the center of the ski jumping world."
With a brief review of the last Ski Flying World Championships in 2018 in Germany's southernmost municipality, Fritz Sehrwind, 2nd Mayor of Oberstdorf, welcomed guests and ski jumpers and emphasized: “We in Oberstdorf are proud to be one of the few places in the world where ski flying is even possible.” Sehrwind motivated the spectators: “Support these courageous athletes with your fairness, your applause, and a good atmosphere. Give them wings and turn flyers into high flyers!”
Applause and cheer greeted mascot Nordi, who danced along the catwalk in front of the teams and their flag bearers as they made their way to the stage. Markus Müller kicked things off for the Austrian team, followed by Bulgaria, Canada, Estonia, Finland, France, and Italy. The cheering grew really loud when Ryoyu Kobayashi and Team Japan appeared, followed by Kazakhstan and the celebrated Team Poland with ‘King’ Kamil Stoch. The Slovenians were just posing for the obligatory team photo with Nordi when Simon Amman, visibly in good mood, danced across the catwalk waving the Swiss flag. His teammates joined in and generated enthusiasm. After Turkey and Ukraine, the noise level rose significantly as local hero Karl Geiger marched in with Team Germany. Geiger was beaming, as he had finally performed well again in the qualification round.
The District Administrator of Oberallgäu, Indra Baier-Müller, together with SC Oberstdorf president Georg Geiger, DSV sports director Horst Hüttel, and tourism director Petra Genster carried the German flag, while ski jumping legends Sven Hannawald, Andy Widhölzl, Georg Späth, and Espen Bredesen presented the FIS flag. In his video message, FIS President Johan Eliasch compared the athletes to magicians: "It is a discipline like no other, where sport meets magic and the seemingly impossible becomes possible. But these athletes in the air seem to defy the laws of physics!“ Eliasch thanked the countless volunteers and praised the organizers: ”This is our seventh time here in Oberstdorf. And there is a reason why we keep coming back here. It's not just the fantastic venue, but also the wonderful people!"
Karl Geiger wird in seiner Heimat bester DSV-Adler
Was für ein toller Einstieg in die Skiflug Weltmeisterschaft 2026 auf der Heini-Klopfer-Schanze. Mit einem Überraschungserfolg für Karl Geiger, der sich in den vergangenen Wochen auf den Skisprungschanzen dieser Welt schwer getan hatte. Nachdem er für die Olympischen Spiele ausgemustert worden war, ist er bei seiner ersten Skiflug-WM in seiner Heimatgemeinde auf einmal wieder da. Vor 3700 Zuschauern zeigte er eine Topleistung und wird damit als bester DSV-Adler in die Einzelwettkämpfe am Freitag und Samstag gehen. Sein Sprung auf 210,5 Meter brachte ihn auf Platz 10. Auch die übrigen drei Deutschen konnten sich qualifizieren. Philipp Raimund (201,5 Meter) kam auf Rang 15. Felix Hoffmann war mit seinem Sprung 191,0 Meter, der ihn auf Platz 26 brachte, noch nicht ganz zufrieden und zwei Plätze dahinter sortierte sich Pius Paschke mit seinem Sprung auf 188,5 Meter ein.
Luft nach oben gibt es also noch für die DSV-Athleten, denen heute wieder einmal Domen Prevz (SLO) um die Ohren flog. Der Dominator dieses Skisprung-Winters holte sich mit einer Weite von 228,5 Metern/225,5 Punkte sehr deutlich den Quali-Sieg vor dem jüngsten österreichischen Skispringer Stephan Embacher (227,0 Meter/212 Punkte) und dessen Teamkollegen Jan Hörl (215,5 Meter/204,6 Punkte).
Karl Geiger becomes the best German Eagle in his home town
What a great start to the 2026 Ski Flying World Championships at the Heini Klopfer ski flying hill! There was an upset for Karl Geiger, who has struggled so much on ski jumping hills around the world in recent weeks. After being dropped from the Olympic team, he is suddenly back in contention at his first Ski Flying World Championships in his home town. In front of 3,700 spectators, he delivered a top performance and will now go into the two individual competitions on Friday and Saturday as the best German athlete. His jump of 210.5 meters put him in 10th place. The other three Germans also qualified. Philipp Raimund (201.5 meters) came in 15th. Felix Hoffmann was not entirely satisfied with his jump of 191.0 meters, which put him in 26th place, and two places behind him was Pius Paschke with his jump of 188.5 meters.
So there is still room for improvement for the DSV athletes, who were once again beaten by Domen Prevz (SLO) today. The dominant force in ski jumping this winter took a clear victory in the qualifying round with a distance of 228.5 meters/225.5 points, ahead of the youngest Austrian ski jumper Stephan Embacher, who jumped 227.0 meters (212 points), and his teammate Jan Hörl (215.5 meters/204.6 points).
Bei der Skiflug-WM verliert der Oberbayer in der internen Ausscheidung
Die Entscheidung hatten sich die deutschen Trainer nicht leicht gemacht aber in der internen Entscheidung fiel Andreas Wellinger dann doch durch. In der Qualifikation werden nun neben Pius Paschke und Felix Hoffmann die beiden Lokalmatadoren Karl Geiger und Philipp Raimund an den Start gehen.
Es war eine enge Kiste zwischen Pius Paschke, Karl Geiger und Andreas Wellinger. Alle drei lagen im Training eng beieinander. Am Ende entschloss sich Chefcoach Stefan Horngacher dann angesichts der Flugqualitäten für das Quartett Hoffmann, Raimund, Geiger und Paschke. Die vier werden nun in der Qualifikation dabei sein und auch die vier Sprünge in den zwei Einzelwettkämpfen am Freitag und Samstag bestreiten. Für den Team-Wettkampf am Sonntag wird neu entschieden.
The Upper Bavarian loses in the internal qualifying round at the Ski Flying World Championships
The German coaches did not take the decision lightly, but in the end Andreas Wellinger failed to make the cut. In addition to Pius Paschke and Felix Hoffmann, local heroes Karl Geiger and Philipp Raimund will now compete in the qualifying round.
It was a close call between Pius Paschke, Karl Geiger, and Andreas Wellinger. All three were close together in training. In the end, head coach Stefan Horngacher decided on the quartet of Hoffmann, Raimund, Geiger, and Paschke based on their flying qualities. The four will now compete in the qualification round and also take part in the four flights in the two individual competitions on Friday and Saturday. A new decision will be made for the team competition on Sunday.
Mit einem besonderen Auftakt starteten die Skiflug-Weltmeisterschaften in Oberstdorf: Der Azubi-Tag, organisiert in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer für Schwaben, bot am Donnerstagnachmittag zahlreichen Junghandwerkern aus der Region die Gelegenheit zu einem unvergesslichen Besuch an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze.
Rund 200 schwäbische Auszubildende verfolgten aus nächster Nähe die beeindruckenden Flüge der internationalen Skisprungelite. Auch Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, war vor Ort und unterstrich die Bedeutung solcher Aktionen: „Wir machen diese besondere Aktion bereits zum dritten Mal. Mein Dank gilt den teilnehmenden Betrieben. Es ist eine Wertschätzung für die Fachkräfte der Zukunft und eine Imagewerbung für das Handwerk.“
Der Azubi-Tag ist inzwischen ein fester Bestandteil des Engagements der Handwerkskammer, jungen Menschen Erlebnisse zu ermöglichen, die weit über den beruflichen Alltag hinausgehen. Für viele der Teilnehmenden wird dieser Ausflug sicher noch lange in lebhafter Erinnerung bleiben.
The Ski Flying World Championships in Oberstdorf got off to a special start: Trainee Day, organized in collaboration with the Swabian Chamber of Crafts, gave numerous young craftspeople from the region the opportunity to enjoy an unforgettable visit to the Heini Klopfer ski jump on Thursday afternoon.
Around 200 Swabian apprentices watched the impressive flights of the international ski jumping elite up close. Hans-Peter Rauch, President of the Swabian Chamber of Crafts, was also there and emphasized the importance of such events: “This is the third time we have held this special event. My thanks go to the participating companies. It shows appreciation for the skilled workers of the future and promotes the image of the skilled trades.”
The Trainee Day has become an integral part of the Chamber of Crafts' commitment to providing young people with experiences that go far beyond everyday working life. For many of the participants, this trip will certainly remain a vivid memory for a long time to come.
Bei Traumwetter verpassen hunderte fleißige Helfer der imposanten Anlage den letzten Schliff
Einen Tag vor dem Beginn der Skiflug-Weltmeisterschaft hatten sich bei Traumwetter zahlreiche Zaungäste an der Heini-Klopfer-Schanze eingefunden, um zu staunen über die gewaltige Anlage und über die emsige Betriebsamkeit, mit der der letzte Feinschliff erledigt wurde.
Nun kann es endlich losgehen mit der 29. Skiflug-WM, die in Oberstdorf übrigens bereits zum siebten Mal ausgetragen wird. Gespannt darf man sein, wer nach Stefan Kraft (2024 in Bad Mitterndorf) der nächste Skiflug-Weltmeister wird. Ausgetragen werden vier Einzelwettbewerbe (Freitag, 23.1. 26 und Samstag, 24.1. 26) sowie am Sonntag der Teamwettkampf mit jeweils vier Athleten pro Nation. Die „Lizenz zum Fliegen“ für diese Wettbewerbe holen sich die Adler am Donnerstag in der Qualifikation. Die deutschen Adler werden mit Karl Geiger, Felix Hoffmann, Pius Paschke, Philipp Raimund und Andreas Wellinger ins offizielle Training durchstarten. Erst danach wird Cheftrainer Stefan Honrgacher entscheiden, welche vier Athleten bei den Wettkämpfen dabei sind.
In perfect weather, hundreds of hard-working volunteers put the finishing touches to the impressive facility
One day before the start of the Ski Flying World Championships, numerous onlookers gathered at the Heini Klopfer ski jumping hill in perfect weather to marvel at the enormous facility and the hustle and bustle of the final preparations.
Now the 29th Ski Flying World Championships, which are being held in Oberstdorf for the seventh time, can finally begin. It will be exciting to see who will be the next ski flying world champion after Stefan Kraft (2024 in Bad Mitterndorf). Four individual competitions will be held (Friday, January 23, and Saturday, January 24, 2026), as well as the team competition on Sunday with four athletes per nation. The Eagles will earn their “license to fly” for these competitions in the qualifying round on Thursday. The German Eagles will start official training with Karl Geiger, Felix Hoffmann, Pius Paschke, Philipp Raimund, and Andreas Wellinger. Only then will head coach Stefan Honrgacher decide which four athletes will participate in the competitions.
Eine kurze Übersicht darüber, was im Stadion erlaubt ist und was nicht
Nachfolgend möchten wir Ihnen wichtige Informationen zu erlaubten und verbotenen Gegenständen beim Zutritt ins Stadion zur Skiflug-WM 2026 mitteilen.
Erlaubt sind:
• Thermoskanne bis max. 1l
• PET-Flasche bis max. 0,5l (max. 2 Flaschen pro Gast. Flaschen dürfen bei Kontrolle noch nicht geöffnet sein)
• Wanderstöcke oder Gehstock
Nicht mitgenommen werden dürfen unter anderem:
• Thermoskanne ab 1,1l
• PET-Flasche ab 0,51l
• Dosen und Glasflaschen jeglicher Größe inkl. Parfums etc.
• Bengalos, Feuerwerk, Leuchtfackeln etc.
• Flachmänner und hochprozentiger Alkohol (mehr als 15% Vol.), Drogen
• Tiere
• Sperrige Gegenstände wie Stöcke, Schlitten, Skier, Fahrräder, Sitzhilfen, Klapphocker, andere Hocker aller Art
• Messer jeglicher Art, auch Taschenmesser
• Styroporplatten
• Kinderwägen, können jedoch am Eingang in einem separaten Bereich abgestellt werden
Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nur um einen Auszug aus der Stadionordnung handelt und die Aufstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen zu können und wünschen Ihnen einen angenehmen Besuch bei der Skiflug-WM 2026 in Oberstdorf.
A brief overview of what is and is not permitted in the stadium
Below, we would like to provide you with important information about permitted and prohibited
items when entering the stadium for the 2026 Ski Flying World Championships.
The following items are permitted:
• thermos flask up to max. 1 liter
• PET bottles up to a maximum of 0.5 l (max. 2 bottles per guest. Bottles must not have been opened at the time of inspection)
• hiking poles or walking sticks
The following items, among others, are not permitted:
• thermos flasks larger than 1.1 liters
• PET bottles larger than 0.51 liters
• cans and glass bottles of any size, including perfume bottles, etc.
• flares, fireworks, sparklers, etc.
• hip flasks and high-proof alcohol (more than 15% vol.), drugs
• animals
• bulky items such as sticks, sleds, skis, bicycles, seat aids, folding stools, other stools of all kinds
• knives of any kind, including pocket knives
• styrofoam sheets
• strollers, but these can be parked in a separate area at the entrance
Please note that this is only an excerpt from the stadium regulations and that the list does not claim to be exhaustive.
We hope that this information is helpful and wish you a pleasant visit to the 2026 Ski Flying World Championships in Oberstdorf.
Die Heini-Klopfer-Schanze ist bereit für viertägige Flug-Show
Die Ampel steht auf "Grün": Bei der "Snow Control" ging der Daumen von Michael Neumayer eindeutig nach oben. "Das Team hier hat eine Superarbeit geleistet ", lobte der Technische Delegierte. Und aus dem fernen Japan dankte für die hervorragende Präparierung auch Andreas Bauer, der eigentlich die Schanze als "flugtauglich" abnehmen sollte, jedoch als Technischer Delegierter in Sapporo eingesetzt war und sich deshalb vertreten ließ.
An der Heini-Klopfer-Schanze im Stillachtal herrschen Top-Bedingungen, um die Skiflug-Weltmeisterschaft von Donnerstag bis Sonntag zu einem echten Mega-Event werden zu lassen. Die Infrastruktur steht, die Wetterprognosen sind gut und nun geht es noch an die Feinpräparierung, sodass ab Donnerstag zur Qualifikation alles top vorbereitet ist und die Wettkämpfe starten können.
Skiflieger aus 19 Nationen sind gemeldet für das viertägige Event. Am Donnerstag startet die WM mit der Qualifikation. Bereits hier gibt es ein Highlight für die Nordischen Kombinierer, die beim Einfliegen dabei sein dürfen. Anschließend wird es ernst, wenn um 17.00 Uhr die Qualifikation über die Bühne geht, wobei das Augenmerk sicher auf den derzeitigen Überflieger Domen Prevz gerichtet ist. Der Slowene, der in dieser Saison den Weltcup beherrscht, hat bereits vor vier Jahren auf der Skiflugschanze von Oberstdorf mit 242,5 Metern den Weiten-Rekord aufgestellt. Er ist sicher der haushohe Favorit, wenn es darum geht, in vier Wertungsdurchgängen den neuen Skiflug-Weltmeister zu finden.
Abends gibt es dann im Kurpark die Gelegenheit, die Skiflieger aller 19 gemeldeten Nationen hautnah zu erleben. Um 20.00 Uhr wird die Skiflug-WM offiziell eröffnet und die Top-Athleten dürfen auf der Bühne bejubelt werden. Neben den offiziellen Eröffnungsreden wartet ein kleines Show-Programm auf die Besucher. In den Fokus rückt der Kurpark erneut am Samstag bei der Siegerehrung des neuen Skiflug-Weltmeisters um 19.30 Uhr. Am Sonntag, dann allerdings im Stadion, wird abschließend das beste Skiflugteam der Welt gekürt.
Tickets für Donnerstag, Freitag und Sonntag sind nach wie vor im Vorverkauf oder am jeweiligen Tag an der Tageskasse erhältlich.
Für Samstag sind keine Eintrittskarten mehr verfügbar.
The Heini-Klopfer-ski-jumping-hill is ready for a four-day flying show
The lights are green: Michael Neumayer gave the snow conditions a definite thumbs up. “The team here has done a great job,” praised the technical delegate. And from faraway Japan, Andreas Bauer also expressed his gratitude for the excellent preparation. He was actually supposed to approve the ski jumping hill as “airworthy,” but was assigned as technical delegate in Sapporo and therefore sent a representative.
Conditions at the Heini-Klopfer-ski-jumping-hill in the Stillach Valley are ideal for making the Ski Flying World Championships from Thursday to Sunday a truly spectacular event. The infrastructure is in place, the weather forecast is good, and now it's time for the final preparations so that everything is ready for the qualifying rounds on Thursday and the competitions can begin.
Ski jumpers from 19 nations have registered for the four-day event. The World Championships begin on Thursday with the qualifying rounds. This is already a highlight for the Nordic Combined athletes, who are allowed to participate in the warm-up. Then things get serious when the qualifying rounds begin at 5 p.m., with all eyes surely on the current high-flyer Domen Prevz. The Slovenian, who has dominated the World Cup this season, already set the hill record four years ago on the ski flying hill in Oberstdorf with 242.5 meters. He is certainly the clear favorite when it comes to finding the new ski flying world champion in four rounds of competition.
In the evening, visitors will have the opportunity to experience the ski jumpers from all 19 registered nations up close in the Kurpark. The Ski Flying World Championships will be officially opened at 8 p.m., and the top athletes will be cheered on stage. In addition to the official opening speeches, a small show program awaits visitors. The Kurpark will once again take center stage on Saturday at 7:30 p.m. for the medal award ceremony for the new ski flying world champion. On Sunday, however, the world's best ski flying team will be crowned in the stadium.
Tickets for Thursday, Friday, and Sunday are still available in advance or at the box office on the day of the event.
Tickets for Saturday are no longer available.