Breiter Rückhalt für WM-Berwerbung 2031

Oberstdorf bewirbt sich erneut als Gastgeber und setzt auf große Unterstützung
Bei der Bewerbung Oberstdorfs um die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2031 setzt die Region auf Erfahrung, Nachhaltigkeit und eine starke regionale Unterstützung. Nach 1987, 2005 und der zuschauerlosen Pandemie-WM 2021 möchte die Wintersport-Hochburg erneut Gastgeber sein. Die Entscheidung fällt am 11. Juni 2026 beim FIS-Kongress in Belgrad, an dem rund 1000 Councilmitglieder teilnehmen. Einziger Mitbewerber ist Planica.
Die Bewerbung Oberstdorfs baut auf bestehender Top-Infrastruktur, kurzen Wege sowie ein nachhaltiges Energie- und Mobilitätskonzept auf. Die WM soll langfristige Impulse für Nachwuchs, Ehrenamt und Tourismus setzen. SC-Oberstdorf-Vorsitzender Georg Geiger betonte am Rande der Skiflug-Weltmeisterschaft: „Eine Großveranstaltung wie die Nordische Ski-WM ist ein wichtiger Impulsgeber für die junge Generation. Sie sehen Idole, die motivieren.“
Auch Bürgermeister Klaus King verweist auf den breiten Rückhalt im Ort: „Wir wollen es wieder beweisen. Vor fünf Jahren haben wir trotz Pandemie mit einer schwarzen Null abgeschlossen.“ Geplante Maßnahmen wie ein Parkhaus am Ortsrand und elektrische Ortsbuslinien sollen die infrastrukturelle Nachhaltigkeit weiter stärken.
Die sportliche Bedeutung unterstreicht DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach: „Nachhaltigkeit betrifft nicht nur die Natur, sondern auch die Sportentwicklung. Rund 40 Bundeskader-Athletinnen und -Athleten trainieren derzeit in Oberstdorf.“ Die Bewerbung habe im FIS-Council breite Zustimmung gefunden, sei aber „kein Selbstläufer“.
Am Sonntag werden FIS-Präsident Johan Eliasch, mehrere Councilmitglieder sowie die Bundesministerin für Sport und Ehrenamt Christiane Schenderlein zur Skiflug-WM erwartet, um weitere Gespräche zu führen. Eine Vertiefung der Gespräche ist bei den Olympischen Spielen in Mailand geplant.
