Aktuelle News

am 30.07.2018

Geiger sorgt für Jubel bei Stoch-Show in Hinterzarten

Geiger Karl

Karl Geiger bestätigt seine starke Frühform beim Weltcup in Hinterzarten mit Platz eins in der Qualifikation und Platz zwei beim Sommer Grand-Prix.

Vor 5.000 Zuschauern ist der polnische Gesamtweltcup-Sieger Kamil Stoch auch beim zweiten Einzelspringen des Sommers im Adler-Skistadion in Hinterzarten nicht zu bezwingen. Eine Woche nach dem Auftaktsieg in seiner polnischen Heimat Wisla gewann der 31-Jährige erneut mit Weiten von 110 und 106,5 Metern und erzielte insgesamt 271,1 Punkte. Er setzte sich damit klar gegen den Oberstdorfer Karl Geiger durch, der 104 und 99 Meter (256,3 P.) weit sprang und damit seine starke Frühform nach Platz sieben in Wisla (POL) und Platz eins in der Qualifikation eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Karl Geiger war vollends zufrieden – und freut sich nun auf eine kurze Wettkampfpause: „Ich bin froh, dass ich die gute Form von Wisla mit nach Hinterzarten bringen konnte. Wir werden die kommende Station in Einsiedeln auslassen und eine Woche Pause machen. Ich hoffe, danach in Courchevel wieder vorne mit dabei zu sein.“

Sara Takanashi feiert Auftaktsieg in Hinterzarten

Sara Takanashi hat an ihrer beeindruckenden Form über die vergangenen Monate nichts eingebüßt. Die Gesamtweltcup-Siegerin des vergangenen Winters ließ der Konkurrenz beim Auftakt des Sommer Grand-Prix in Hinterzarten keine Chance und sicherte sich mit Weiten von 105 und 103 Metern den überlegenen Sieg. Die 21-jährige Japanerin erzielte insgesamt 254,4 Punkte und setzte sich damit klar gegen Landsfrau Yuki Ito durch, die auf 105,5 und 99,5 Meter (234,8 P.) kam. Lokalmatadorin Ramona Straub vom SC Langenordnach belegte mit 93 und 95,5 Metern (214,7 P.) den dritten Platz. Nur hauchdünn verpasste Katharina Althaus mit Platz vier das Podium. Auch die Thüringerin Juliane Seyfarth, zur Halbzeit noch 15., schaffte es als Achte unter die Top Ten. Weitere Grand-Prix-Punkte sammelte außerdem Gianina Ernst (SC Oberstdorf) als 20.

Text: Skispringen.com

am 24.07.2018

Logo für Nordische Ski-WM 2021 offiziell vorgestellt

Logo-Präsentation NWM 2021

Das Geheimnis ist gelüftet: exakt 946 Tage vor dem Start der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf wurde jetzt das Logo präsentiert, mit der die Großveranstaltung „ihr Gesicht“ zeigt. Es baut auf dem Logo auf, das bereits seit der Skiflug-WM im Januar bekannt ist. Zum stilisierten Skispringer hat sich im O wie Oberstdorf nun ein Langlauf- Strichmännchen gesellt. Gehalten ist das Ganze in pastellfarbigen Rot- und Blautönen

Zur Präsentation waren in den Kurpark nicht nur rund 300 Zuschauer gekommen. Auch drei Olympiateilnehmer erwiesen sich als sympathische Botschafter für das Sportevent, das von 23.2. bis 7.3. 2021 in Oberstdorf stattfindet. Skispringerin Katharina Althaus sowie die Nordischen Kombinierer Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger versicherten, dass sie sich schon jetzt riesig auf die Heim-WM freuen. Alle drei erinnerten sich noch mehr oder weniger deutlich an die Ski-WM von 2005, die sie im Kindergartenalter, in der Grundschule oder wie Rydzek als 13-Jähriger direkt vor der Haustüre miterlebt hatten. Doppelolympiasieger Rydzek fühlte sich damals vor allem von den Leistungen Ronny Ackermanns und Georg Späths inspiriert. „Vielleicht war das die Initialzündung für mich“, meinte er im Interview mit Jens Zimmermann. Auf die Heim-WM 2021 freue er sich riesig. „Die Anlagen, die vorhanden sind und die Bevölkerung, die dahinter steht, das ist ein Traum“, meinte er , dass eine solche Großveranstaltung nur im Miteinander funktionieren kann.

Katharina Althaus, damals als kleine Fahnenträgerin für den Skiclub im Einsatz, hätte 2005 noch keine Vorbilder ihrer Sportart entdecken können, denn Frauenskispringen gab es damals noch nicht. Für die Zukunft wünscht sich die Olympiamedaillengewinnerin, dass es in Oberstdorf, anders als zuvor bei der WM in Seefeld 2019, mit dem Teamwettbewerb einen weiteren Wettkampf für die Frauen gibt. Vinzenz Geiger staunte, wie schnell doch die Zeit vergeht. In einem guten halben Jahr finde die WM in Seefeld statt und dann dürfe man sich bereits auf Oberstdorf freuen. Eine Heim-WM sei zwar vom Druck her nicht ausschließlich „toll“. Umso mehr freue er sich aber, auf den vertrauten Sportanlagen starten zu dürfen.

Bürgermeister Laurent Mies berichtete von der riesigen Arbeit, die, hochprofessionell auf vielen Schultern verteilt, im Vorfeld der WM geleistet werde. Das große Ziel der Marktgemeinde sei die Nachhaltigkeit, für die Oberstdorf das beste Beispiel sei. Es gehe darum, die Anlagen für den Nachwuchs in Ordnung zu halten und Perspektiven für den Leistungssport zu liefern.

Landrat Anton Klotz wünscht sich das gleiche Feuer der Begeisterung wie bei der Ski-WM 2005, deren Strahlkraft weit über Oberstdorf und den Landkreis hinausging. Der Landkreis leiste neben der Unterstützung bei der Finanzierung (vier Millionen Euro) einen wesentlichen Beitrag durch den Ausbau der Straßen und des ÖPNV.

Dr. Franz Steinle vom Deutschen Skiverband sagte, dass die Nachhaltigkeit der Ski-WM 2005 über zwei Sportlergenerationen angehalten habe. „das Gleiche erwarte ich von der kommenden WM“, so der DSV-Präsident.

Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer ist sich sicher, dass die Nachwuchsgewinnung durch die WM einen Push erhält. „Das ist der Motor für den Skiclub , generiert neue Athleten und fördert den Zusammenhalt“, sagte Kruijer. Die Unterstützung durch den eigenen Verein sei groß. Aber bei der Austragung einer WM brauche man zudem Hilfe von auswärts, mehr sogar als die 1600 Helfer, die das letzte Mal dabei waren.

Text/Foto: Elke Wiartalla

am 24.07.2018

Nur Geiger stark

Geiger Karl

Kamil Stoch wird beim ersten Einzelspringen des Sommer-Grand-Prix in Wisla seiner Favoritenrolle gerecht und feiert einen souveränen Heimsieg. Aus der deutschen Mannschaft überzeugt nur Karl Geiger vom SC Oberstdorf.

Mit Sprüngen auf 132 und 126,5 Metern sicherte sich Kamil Stoch in Wisla den Sieg beim ersten Einzel-Wettbewerb im Rahmen des diesjährigen Sommer-Grand-Prix. Vor heimischem Publikum erzielte der 31-jährige Pole insgesamt 280,6 Punkte und setzte sich damit gegen seinen Teamkollegen Piotr Zyla (130,5 und 126,5 m; 273,6 P.) durch. Auf dem dritten Platz landete Halvor Egner Granerud aus Norwegen mit Weiten von 125,5 und 129 Metern (267 P.). Für die deutschen Skispringer gab es beim zweiten Wettkampf der Saison hingegen nicht viel zu holen. Einzig der Oberstdorfer Karl Geiger bestätigte seine gute Frühform mit Sprüngen auf 126,5 und 125,5 Meter und belegte damit hinter dem Japaner Junshiro Kobayashi (6.) den siebten Platz.

Bereits am Vortag setzte sich an der Adam Malysz Schanze von Wisla vor 10.000 begeisterten Zuschauern das Team der Skispringer aus Polen (Maciej Kot, Dawid Kubacki, Piotr Zyla und Kamil Stoch) im ersten Wettkampf des Sommers 2018 souverän vor den Teams aus Deutschland (Karl Geiger, Stephan Leyhe, Richard Freitag und Andreas Wellinger) und Norwegen durch. "Wir freuen uns über den zweiten Platz. Die Stimmung hier ist jedes Jahr super. Wir werden bis Einsiedeln in jedem Wettkampf dabei sein, danach werden wir sehen", sagte Karl Geiger nach dem Wettkampf. Der Sommer-Grand-Prix der Skispringer wird in Hinterzarten fortgesetzt. Im Schwarzwald steht für die Herren der nächste Einzel-Wettbewerb auf dem Plan, zudem starten dann auch die Damen in ihre Sommer-Saison.

Text: skijumping.com/berkutschi.com

am 17.07.2018

Katharina Althaus deutsche Meisterin im Skispringen

Katharina Althaus gewinnt Nachtspringen 2017

Bei den Deutschen Skisprung-Meisterschaften in Hinterzarten landeten Juliane Seyfarth (Ruhla) und Titelverteidigerin Katharina Althaus (SC Oberstdorf) punktgleich auf dem ersten Platz. Bronze ging an Gianina Ernst (Oberstdorf). Karl Geiger gewinnt mit Bayern II im Team-Bewerb.

Bei den Deutschen Skisprung-Meisterschaften in Hinterzarten gab es bei den Frauen zwei punktgleiche nationale Titelträgerinnen. Mit der Gesamtnote 279,8 kamen Katharina Althaus (SC Oberstdorf/ 97,5/99 Meter) und Juliane Seyfarth (SC Ruhla/98/97,5 Meter) gemeinsam auf Rang eins. Für die 22-jährige Silbermedaillengewinnerin bei den Olympischen Winterspielen von Pyongchang war der Erfolg auf der Adlerschanze der erste Sieg bei der Deutschen Meisterschaft in Hinterzarten. Bronze ging mit der Gesamtnote 265,0 (97/96,5) an Gianina Ernst (SC Oberstdorf).

Im mit 13 Starterinnen noch dünn besetzten Feld der Frauen bilanzierte Katharina Althaus: „Ich hatte mir gar nicht so viel für Hinterzarten vorgenommen und mein erster Sprung war nicht so gut“, bilanzierte die Zollbeamtin, die den Gesamtweltcup 2017/18 als Zweite abgeschlossen hatte. Bei der Deutschen Meisterschaft im Hochschwarzwald gab es noch ein zweites Novum. Hinter der Vierplatzierten Pauline Hessler (WSV Lauscha) kamen die Olympiasiegerin von Sotschi, Carina Vogt (SC Degenfeld) und die Lokalmatorin Ramona Straub (SC Langenordnach) punktgleich mit 260,3 Zählern auf Rang fünf.

David Siegel gewinnt Deutsche Skisprungmeisterschaft

Bei den Herren holte sich zum zweiten Mal nach 2016 in Oberhof David Siegel den Deutschen Meistertitel im Skispringen. Mit 103 Metern im ersten Durchgang und der Tagesbestweite von 105,5 Metern sowie der Gesamtnote 274,4 verwies der 21-jährige vom SV Baiersbronn seinen Teamkollegen der aus der Schwarzwälder Trainingsgemeinschaft, Stephan Leyhe (SC Willingen) mit 100,5 und 102,5 Metern und der Note 265,5 auf den zweiten Ehrenplatz. Für die eigentliche Überraschung sorgte der junge Moritz Baer (SC Gmund Dürnbach) mit nur 1,1 Punkten Rückstand auf den Wahl-Schwarzwälder aus Breitnau (264,4/103,5/100,5) mit dem Gewinn von DM-Bronze. Dabei verwies der 21-jährige bei guten äußeren Bedingungen auf der Adlerschanze von Hinterzarten sogar Olympiasieger Andreas Wellinger (SC Ruhpolding), der nach nur 96 Metern im ersten Durchgang alle Chancen auf einen Podestplatz verspielt hatte, trotz 103 Metern bei seinem zweiten Versuch mit 258,0 Punkten auf Rang vier. Karl Geiger vom SC Oberstdorf landete mit 94,5m und 101,0m auf dem 11. Platz. Sein Vereinskollege Philipp Raimund kam in der Juniorenklasse mit 96,0m und 93,0m auf den undankbaren 4. Platz.

Bayern und Thüringen holen Team-Meistertitel

Wie gewohnt dominierten die bayrischen Farben bei der Team Entscheidung. Die zweite Mannschaft des Bayerischen Skiverbandes mit Karl Geiger, Max Goller, Philipp Raimund und Markus Eisenbichler erzielte insgesamt 1056,1 Punkte und ließ damit die erste Mannschaft desselben Landesskiverbandes hinter sich. Allen voran Markus Eisenbichler konnte sich nach dem enttäuschenden 20. Platz im Einzel am Vortag deutlich steigern, zeigte mit 109 und 110 Metern in beiden Durchgängen die weitesten Sprünge.

Bei den Damen setzte sich die Mannschaft der frisch gekürten deutschen Meisterin Juliane Seyfarth durch, die gemeinsam mit Pauline Heßler für Thüringen insgesamt 523,6 Punkte erzielte. Dahinter belegten die Zweier-Teams aus Bayern (Gianina Ernst, Katharina Althaus; 485,1 P.) und Baden-Württemberg (Ramona Straub, Carina Vogt; 476,6 P.) die Plätze zwei und drei.

Text: skispringen.com

am 18.06.2018

DSV-Mädchencamp mit Trainingsfleiß und viel, viel Spaß

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26 junge Damen sind nach Oberstdorf gekommen, um drei Tage lang gemeinsam die Oberstdorfer Nachwuchsschanzen ausgiebig zu testen.

Mit einer solch großen Resonanz hatte Trainerin und Organisatorin Steffi Walk vom Stützpunkt Oberstdorf beim besten Willen nicht gerechnet. Zum 6. DSV-Mädchencamp der Skispringerinnen waren sage und schreibe 26 junge Damen (aus 5 Landesskiverbänden) nach Oberstdorf gekommen, um drei Tage lang gemeinsam die zwei Nachwuchsschanzen HS 30 und HS 60 ausgiebig zu testen. Bereits 2013 ist diese Veranstaltung erstmalig in Oberstdorf mit 16 Teilnehmerinnen aus vier Landesverbänden ins Leben gerufen worden. Das Camp diente dabei nicht nur dem gemeinsamen Training sondern auch der Sichtung der jungen Sportlerinnen. Überall in der Audi Arena sah man junge und ganz junge Athletinnen und unter den Helmen lugte ein ums andere Mal ein sorgsam geflochtenes "Zöpfle" oder ein kesser Pferdeschwanz hervor. Mutig gingen die Nachwuchs Skispringerinnen der Jahrgänge 2002-2006 vom Balken, ließen sich von den sommerlichen Temperaturen im dicken Sprunganzug nicht abhalten, immer wieder einen neuen Sprung zu absolvieren und immer besser zu werden. Dabei zeigten die Mädchen, dass sie nicht nur Skispringen können. Schweißtreibende Einheiten zum Thema Kraft, Rumpfstabilität, Beweglichkeit und Inline-Skating, aber auch Theorie standen auf dem Programm. Und bei der Besichtigung der umgebauten Heini-Klopfer-Skiflugschanze waren sich die jungen Sportlerinnen einig "irgendwann möchte ich hier auch mal springen".

Bei einem abschließenden Wettkampf konnten die Mädchen dann ihre Fortschritte unter Beweis stellen. Auf der HS 30 überzeugte mit 28 und 29 m Nathalie Armbruster (SZ Kniebis, SBW), vor Christina Feicht (28/26m, WSV Kiefersfelden, BSV) und Amelie Neumann (27/25m, WSV Isny, SBW). Auf der größeren Jugendschanze HS60 gewann Trine Göpfert (51/53m, WSV Reit im Winkl, BSV) vor Ronja Drax (49/49m, SC Partenkirchen, BSV). Den 3. Platz teilten sich Lia Böhme (47/49m, SV Blau-Weiß Dittersbach, SVSAc), Joanna Eberle (47/48m, SC Pfronten, BSV) und Pia Bossio (47/48m, ST Schonach-Rhorhardsberg, SBW).

Eine besondere Überraschung war bei der abschließenden Siegerehrung ein Besuch der in Oberstdorf trainierenden Olympiateilnehmerin Juliane Seyfarth. Sie zeigte sich begeistert von der Motivation der jungen Springerinnen und sponserte zur Belohnung einen Helm, der unter allen verlost wurde. Viel Spaß war trotz aller Trainingsarbeit geboten, Organisatorin Steffi Walk meinte am Ende zufrieden: „Ein riesiges Dankeschön an alle Beteiligten für das spannende, anstrengende aber schöne Wochenende!

am 11.06.2018

DSV Mädchen Camp vom 14. bis 17. Juni 2018

DSV Mädchencamp 2016

Der Deutsche Skiverband lädt die besten Mädchen der Jahrgänge 2002-2006 nach Oberstdorf ins Allgäu ein

Auch Mädchen wollen fliegen wie die Adler: „Damenskisprung hat nach Carina Vogts Weltmeisterschaftstiteln und dem Olympiasieg eine riesige Resonanz erfahren“, freut sich der Nationalcoach Andreas Bauer. Derzeit trainieren deutschlandweit circa 150 Athletinnen an den Schanzen. Ca. 40 dieser jungen Talente werden nun vom 14. bis 17. Juni in Oberstdorf beim DSV Mädchen Camp zu Gast sein. Zusammen mit den Heimtrainern werden die Trainer des Deutschen Skiverbandes ein aufregendes Wochenende gestalten. Im Camp warten spannende Herausforderungen und aufregende Erlebnisse auf die Mädchen. Ganz nach dem Motto Fördern und Fordern sollen sie ihr Können unter Beweis stellen und dabei auch viele neue Erfahrungen sammeln.

Neben Sprungeinheiten auf den Kleinschanzen liegt ein großes Augenmerk auf der Schulung der koordinativen Fähigkeiten. Bei allem Trainingseifer soll aber auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Dafür sorgt ein attraktives Rahmenprogramm.

Zum Abschluss wird auch ein Wettkampf ausgetragen. Hier können sich die Teilnehmerinnen für den FIS Schüler Grand Prix in Ruhpolding qualifizieren und zudem können sich die Mädchen für den FIS Youth Cup in Hinterzarten und die Alpencup Sommerserie in Klingenthal/Pöhla/Bischofsgrün empfehlen.

am 04.06.2018

Kids Skisprung Camp am 08. Juni 2018

Kids Skisprung Camp 2014

Skispringen lernen - für alle Mädchen und Buben ab 6 Jahre. Die SCO-Trainer zeigen Euch wie´s geht!

Unter dem Motto „Fliegen lernen wie die Adler“ zeigen euch die Trainer des Skiclub Oberstdorf mit einem spannenden Programm wie´s geht. Das kostenlose Skisprung Camp findet am Freitag, 08. Juni 2018 von 14.30 - 17.00 Uhr in der Audi Arena statt. Nach einer allgemeinen Information und Einweisung starten die Teilnehmer gleich mit einem lustigen Aufwärmprogramm. In kleinen methodischen Schritten werden die Kids an das Springen auf der kleinsten Nachwuchsschanze HS 20 herangeführt. Als Ausrüstung ist mitzubringen: Alpinski, Sturzhelm, Handschuhe und lange Sportbekleidung.

Eine Anmeldung für das Kids Camp ist bis zum 07.06.2018 möglich: per Mail an info@skiclub-oberstdorf.de oder über Info-Telefon: 08322 80 90 100

am 15.05.2018

Johann Pichler aus Bischofshofen ist neuer Tournee-Präsident

Symbolische Adlerübergabe an den neuen Tournee-Präsidenten

62-jähriger tritt Nachfolge von Michael Maurer an

Historischer Wechsel: Johann Pichler vom Skiclub Bischofshofen ist neuer Präsident der Vierschanzentournee der Skispringer. Das gab das Organisationskomitee jetzt im Rahmen der Tournee-Frühjahrstagung in München bekannt. Mit dem 62-jährigen steht erstmals in der 66-jährigen Geschichte der Tournee ein Vertreter vom Skiclub Bischofshofen an der Spitze der bedeutendsten Wintersportserienveranstaltung der Welt. Pichler löst Michael Maurer vom Skiclub Partenkirchen ab, der in den vergangenen drei Jahren Tourneepräsident war. Gleichzeitig wechselt auch die Geschäftsstelle der Vierschanzentournee von Garmisch-Partenkirchen nach Bischofshofen.

„Das ist natürlich eine besondere Ehre für mich, dass ich der Erste aus Bischofshofen in diesem Amt sein darf“, erklärte Pichler, als er bei der symbolischen Amtsübergabe den goldenen Tournee-Adler, die Trophäe der Vierschanzentournee, von Michael Maurer in Empfang nahm. Pichler ist in der internationalen Ski-Szene bestens vernetzt und als Funktionär im Skispringen weltweit geschätzt. 21 Jahre lang war der heute 62-jährige als Sprungrichter und auch Technischer Delegierter des internationalen Ski-Verbandes FIS in über 120 Wettkämpfe involviert. 18 Jahre lang war er zuletzt Geschäftsführer des Skiclubs Bischofshofen und damit auch Leiter des Organisationskomitees beim Finale der Vierschanzentournee am Dreikönigstag. Seit zwei Jahren ist Pichler geschäftsführender Präsident beim Skiclub Bischofshofen, als Nachfolger von Hermann Schütter. Im Skiclub Bischofshofen ist Johann Pichler seit 38 Jahren aktiv und seit dieser Zeit engagiert er sich auch für die Tournee. „Ich habe damals als Schaufler im Auslauf angefangen“, erinnert sich Pichler schmunzelnd an die Anfänge seiner Karriere zurück.

„Mit dir habe ich wirklich einen würdigen Nachfolger. Ich übergebe das Amt in beste Hände“, erklärte der scheidende Tourneepräsident Michael Maurer im Rahmen der traditionellen Frühjahrstagung der Vierschanzentournee, zu der nicht nur die Vertreter der Verbände FIS, DSV und ÖSV, sondern auch die TV- und Vermarktungspartner, sowie die wichtigsten Tournee-Dienstleister erschienen waren, um die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Der Wechsel an der Spitze der Vierschanzentournee erfolgte turnusmäßig. Vor über 15 Jahren haben die Präsidenten der vier Partnervereine Skiclub Oberstdorf, Skiclub Garmisch-Partenkirchen, Sportclub Bergisel und Skiclub Bischofshofen beschlossen, dass der Vorsitz der Tournee meist im drei- bis maximal fünfjährigen Rhythmus und im Wechsel zwischen deutschen und österreichischen Partnern alternieren soll. Johann Pichler ist der siebte Präsident der Vierschanzentournee und der dritte Österreicher in diesem Amt. Die bisherigen Präsidenten waren Putzi Pepeunig (Innsbruck, 1952 bis 1986), Hans Ostler (Garmisch-Partenkirchen, 1986 bis 2003), Dietmar Hemerka (Innsbruck, 2003-2006), Claus-Peter Horle (Oberstdorf, 2006 bis 2010), Alfons Schranz (Innsbruck, 2010 bis 2015) und Michael Maurer (Garmisch-Partenkirchen, 2015 bis 2018).

Text und Bild: Ingo Jensen

am 27.03.2018

Heiße Debatte um den WM-Team-Wettbewerb

DSV Springerinnen werben für Teamspringen

Am Rande des Weltcup-Finales in Oberstdorf gibt es harsche Kritik am Österreichischen Skiverband, der bei der Weltmeisterschaft 2019 in Seefeld wohl keinen zusätzlichen Wettkampf ins Programm aufnehmen will. DSV-Trainer Bauer spricht sogar von einem Skandal

Da waren sich Veranstalter, Verbände, Sportlerinnen und Fans einig: Das Weltcup-Finale in Oberstdorf war Werbung pur für das Frauen-Skispringen. Sara Takanashi, Maren Lundby und Daniela Iraschko-Stolz lieferten sich an beiden Tagen einen hochklassigen und spannenden Dreikampf um die Einzelsiege, und auch die hauchdünne Entscheidung um den Gewinn des Nationencups elektrisierte alle Beteiligten. Am Ende feierten die deutschen Skispringerinnen eine Party in Schwarz-Rot-Gold, nachdem sie einen Minimal-Vorsprung von fünf Punkten gegenüber Japan ins Ziel gerettet haben.

Nach Friede, Freude, Eierkuchen gab es in Oberstdorf aber schon bei der anschließenden Pressekonferenz deutliche Worte und scharfe Kritik von Sportlerinnen und Trainern, was die Weiterentwicklung des Frauen-Skispringens betrifft. Die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz, mit 34 Jahren die älteste Springerin im Weltcup, machte die erste deutliche Ansage in Richtung ihres eigenen nationalen Verbandes. Sie verstehe es überhaupt nicht, dass der ÖSV keinen Team-Wettbewerb bei der Nordischen Ski-WM 2019 ins Programm aufnehmen möchte, obwohl der Internationale Skiverband dafür den Weg längst freigemacht habe. „Wer hier in Oberstdorf dieses emotionale Finale im Nationencup gesehen hat, diese vielen glücklichen Mädchen, der hat gesehen, wie spannend ein solcher Team-Wettkampf sein kann.“ Iraschko-Stolz hatte sich mit ihren österreichischen Teamkolleginnen bereits zuvor zu einem Foto zusammengestellt, auf dem sie ein Plakat mit der Aufschrift „Praying 4 Teamcompetition World Championship Seefeld“ in die Kamera halten. Sie würden also gemeinsam für einen Team-Wettbewerb bei der WM nächstes Jahr beten. Auf Facebook forderten sie: „Bitte lasst uns auch nächste Saison das Land Österreich in der nationalen und internationalen Sportwelt stolz vertreten. Keinen Damenteambewerb auszutragen wäre ein herber Rückschlag für den gesamten Damensprungsport und für Österreich einfach nur traurig.“

Übrigens: auch die deutschen Top-Springerinnen beteiligten sich an dieser Klein-Demonstration und ließen sich mit dem Plakat fotografieren.
Iraschko-Stolz legte bei der (in Englisch gehaltenen) Pressekonferenz verbal nach: „Ich werde dafür kämpfen, dass die Verantwortlichen im ÖSV ihre Meinung ändern.“ Und: Sie selbst wäre „nicht mehr stolz , eine Österreicherin zu sein, wenn dieser Team-Wettbewerb in Seefeld weiterhin abgelehnt werden würde.“

Auch Olympiasiegerin Maren Lundby aus Norwegen sprach sich klar für das Frauen-Vierer-Team in Seefeld aus. Sie werde über die Athletensprecherin Sarah Hendrickson (USA) die mehrheitliche Meinung der Skispringerinnen an die FIS weitergeben und hoffe, das das Programm sowohl bei Weltmeisterschaften als auch bei Olympischen Spielen künftig ausgeweitet werde.

Der deutsche Bundestrainer Andreas Bauer ging noch einen Schritt weiter. Er sprach von einem „Skandal“, dass der ÖSV sich gegen den Team-Wettbewerb wehre, obwohl es einen dazu einen letztes Jahr in Portoroz (Slowenien) verabschiedeten Beschluss vom Vorstand des Internationalen Skiverbandes gebe. Als Gegenargument, so Bauer, kenne er aus Seefeld nur die angeblich zu hohen Kosten: „Aber das ist für mich eine vorgeschobene und fadenscheinige Ausrede“, sagte Bauer und fuhr fort: „Bei einer WM sind die Schanzen präpariert, die Medien vor Ort, da kann man gut und gerne einen Wettkampf mehr durchführen.“ Vom Österreicher Paul Ganzenhuber, dem Vorsitzenden des FIS-Komitees für Kalenderplanung, habe Bauer gehört, dass der FIS-Beschluss beim Kongress Mitte Mai in Griechenland durchgewunken werde. Der DSV-Trainer kann die Ablehnung aus Seefeld nicht verstehen: „Man hat hier in Oberstdorf gesehen, wie viele starke Teams es gibt. Selbst Österreich hat neben den routinierten Springerinnen mit Eva Pinkelnig und der jungen Lisa Eder jetzt eine richtig starke Mannschaft, die um die Medaillen mitspringen kann.“

Trotz des Saisonendes stehen dem Frauen-Skispringen also spannende Wochen und Monate bevor. Es bleibt abzuwarten, ob der ÖSV und die WM-Organisatoren in Seefeld auf die Forderungen und Wünsche von FIS und Athletinnen reagieren oder auf den Veranstaltervertrag pochen, den sie mit der FIS 2014 beim WM-Zuschlag in Barcelona ohne den Frauen-Team-Wettbewerb unterzeichnet haben.

Text: Thomas Weiß
Foto: Harald Döpfert
Bildunterschrift: Auch die deutschen Skispringerinnen werben für einen Team-Wettbewerb bei der Nordischen Ski-WM 2019 in Seefeld: (Von links) Carina Vogt, Ramona Straub, Juliane Seyfarth, Anna Rupprecht und Katharina Althaus, die beim Saisonfinale in Oberstdorf den Nationencup gewonnen haben.

am 25.03.2018

Wieder Doppelsieg für Takanashi in Oberstdorf

Nationencup

Samstags-Sieg verleiht Japanerin auch am Sonntag Flügel. Deutsche gewinnen Nationencup und Althaus wird Zweite im Gesamt-Weltcup

The same procedure than yesterday! Beim Damenweltcup in Oberstdorf standen nach dem zweiten Wettkampf am Sonntag dieselben Skispringerinnen in derselben Reihenfolge auf dem Podest wie am Samstag. Die Japanerin Sara Takanashi, offenbar beflügelt vom Erfolg des Vortags, holte sich mit zwei Supersprüngen (99,0m /102,5m) und einem Vorsprung von 11,6 Punkten erneut den ersten Platz und durfte somit ihren 55. Weltcupsieg feiern. Die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz zeigte wie am Vortag mit 103,0 Meter im zweiten Durchgang erneut Bestweite. In der Addition reichte es damit wieder für den zweiten Platz. Das Trio komplettierte die Norwegerin Maren Lundby, die mit Weiten von 97,5 und 98,5 Metern Ende 7,8 Punkte hinter Iraschko-Stolz lag.
Die deutschen Skispringerinnen zeigten zwar eine geschlossen gute Mannschaftsleistung und reihten sich auf den Plätzen 7 bis 10 unter den Top Ten ein. Für einen Podestplatz reichte es aber auch bei diesem finalen Heimwettkampf keiner der DSV-Athletinnen.
Grund zum Jubeln gab es für die Deutschen vor den 2250 Zuschauern im Stadion aber trotzdem. Im Gesamtweltcup konnte Katharina Althaus ihren zweiten Platz hinter Maren Lundby verteidigen. Die Norwegerin gewann souverän mit 1340 Punkten. Sara Takanashi lag in der Endabrechnung mit 916 Punkten nur um zwölf Punkte hinter Althaus, die auf Platz sieben die beste DSV-Springerin war.

Auch die Nationenwertung ließen sich die Deutschen nicht mehr nehmen. Zum ersten Mal überhaupt holte sich das DSV-Team diese Auszeichnung. „Ein Sieg, auf den wir sieben Jahre lang hingearbeitet haben“, zeigte sich am Ende der Bundestrainer Andreas Bauer stolz auf seine Athletinnen. Die Japanerinnen hatten es zwar noch spannend gemacht und waren den DSV-Springerinnen noch ganz dicht auf den Pelz gerückt. 2952 Punkte reichten jedoch aus für den Sieg vor Takanashi und Co (2947). „Wären Ramona Straub und ich nicht punktgleich auf dem achten Platz gelandet, wären die Japanerinnen an uns vorbeigezogen“, sagte eine überglückliche Carina Vogt. Auch zwischen Platz zwei und drei ging es eng zu. Norwegen lag am Ende um zehn Punkte zurück auf dem dritten Platz.

Stimmen :

Sara Takanashi (Japan, 1. Platz):
„Das ist ein großer Tag für mich. Ich bin so glücklich an diesem Wochenende. Die Wettbewerbe hier in Oberstdorf waren für mich rundum befriedigend. Es war sehr eng in der Gesamtwertung. Mit dem dritten Platz bin ich zufrieden, weil Katharina die ganze Saison über einfach zu stark war“.

Daniela Iraschko-Stolz (Österreich, 2. Platz):
„Dies ist meine Lieblingsschanze und ich bin sehr glücklich, hier zweimal den zweiten Platz gemacht zu haben. Im Sommer werde ich hart arbeiten, damit ich in der nächsten Saison wieder vor dabei sein kann. Das war ein richtig spannendes Finale. Wir Österreicherinnen hatten zwar keine Chance im Nationencup, aber zwischen Deutschland und Japan war es so eng. Und auch in der Gesamtwertung im Weltcup war Katharina und Sara so nah beieinander. Wir sehen hier heute lauter glückliche Mädchen, da sollte es doch etwas werden mit dem Team-Wettbewerb bei der WM im kommenden Jahr in Seefeld. Ich jedenfalls werde für diesen Team-Event kämpfen.“

Maren Lundby (Norwegen, 3. Platz):
„Das war ein perfektes Jahr. Ich bin überrascht, dass es so gut lief und natürlich sehr glücklich. Ein Teil des Geheimnisses ist wohl, dass ich seit langem und sehr oft mit den Jungs zusammen trainiere. Seit fünf Jahren sind wir oft zusammen und da kann ich mir einiges abschauen. Es ist gut, dass wir im nächsten Winter an einigen Stationen mit den Männern gemeinsam Wettkämpfe austragen.“

Katharina Althaus (SC Oberstdorf, 2. Platz im Gesamt-Weltcup):
„Es ist richtig cool, dass ich mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung für die ganzen Mühen in diesem Jahr belohnt werde. Ich freue mich riesig über diesen Rang und über den Sieg im Nationencup, den wir zum ersten Mal überhaupt geholt haben. Der Dank gilt unserem gesamten Team und den Fans, die für eine super Stimmung gesorgt haben.“