Aktuelle News

am 23.11.2017

Auf dem Sprung

Vinzenz Geiger

Vinzenz Geiger (20) aus Oberstdorf hat große Ziele. Im Sommer wurde er mit Johannes Rydzek deutscher Vizemeister, jetzt beginnt in Finnland die Weltcup-Saison.

Die letzten Tage daheim in Oberstdorf hat Vinzenz Geiger noch einmal richtig genossen. Zeit für Freunde und Familie, Training in gewohnter Umgebung, Nächte im eigenen Bett. In den kommenden Monaten wird der 20-Jährige, der so heimatverbunden ist, größtenteils auf all das verzichten und in Hotels auf der ganzen Welt aus dem Kofferleben müssen. Für Geiger und die deutschen Kombinierer beginnt in Ruka/Finnland die neue Weltcup-Saison. Vier Monate, in denen sie mit der Rolle der Gejagten klarkommen müssen. Denn zuletzt war das Team so dominant wie nie zuvor. Johannes Rydzek, auch ein Oberstdorfer, hat bei der WM in Lahti alle vier Titel gewonnen, Eric Frenzel zum fünften Mal den Gesamtweltcup und das Team die Nationenwertung. Bei einigen Weltcups standen sogar ausschließlich Deutsche auf dem Podest.

Mindestens bis Januar ist auch Geiger gesetzt im Weltcup-Team des Deutschen Skiverbands (DSV). Die Ziele des Talents aus dem Allgäu
klingen verhältnismäßig bescheiden: „Natürlich will ich immer noch ein bisschen besser werden. Erst einmal geht es aber darum, sich im Weltcup zu etablieren.“ Über jede einzelne Top-10-Platzierung werde er sich in diesem Jahr schon riesig freuen. Ob es bereits in Ruka dafür reicht, ist fraglich. Geiger laborierte in den vergangenen Tagen noch an einem Infekt. Wird der 20-Jährige konkret auf seine sportliche Zukunft angesprochen, wird deutlich, mit welchem Ehrgeiz er die Sache angeht. „Klar will ich irgendwann mal ganz oben sein, einen Weltcup gewinnen, Weltmeister werden. Es wäre ja auch komisch, wenn man solche Ziele nicht hätte“, meint Geiger. Im Nachwuchsbereich hat er den Kombinierer-Gipfel bereits erklommen.

Im Januar 2017 wurde er in Soldier Hollow/USA im Einzelwettbewerb über fünf Kilometer Juniorenweltmeister. Mit einem ähnlichen Erfolg hatte sechs Jahre zuvor auch die große Karriere von Johannes Rydzek begonnen, auch er hatte damals bei einer Nachwuchs-WM Gold gewonnen. Der 25-Jährige ist seit mittlerweile fast drei Jahren Geigers Trainingspartner, im Sommer sind die zwei Oberstdorfer zusammen deutscher Vizemeister geworden. „Es war für mich schon etwas Besonderes. Johannes ist einer der besten Athleten der Welt. Ist doch klar, dass mich das noch zusätzlich motiviert hat“, meint Geiger. Ohnehin geht er mit dem Konkurrenzkampf im deutschen Team recht gelassen um. Das Weltklasse-Niveau selbst im Training bringe jeden Einzelnen Tag für Tag ein Stückchen weiter. Geiger sagt: „Wenn man weiß, wo man hin will, muss man sich mit den Besten messen.“ Dass diese meist älter und erfahrener sind, stört ihn nicht. Jeder sei auf sich selbst fokussiert, einen Leistungsvergleich gebe es unter den Athleten nicht. Die Trainer behalten Sprungweiten und Laufzeiten mit Blick auf die Olympischen Spiele in Pyeongchang freilich mehr im Auge. Sie haben letztlich die Qual der Wahl. Auch Geiger sagt: „Ich will auf jeden Fall zu Olympia. Wenn alles zusammenpasst, habe ich eine Chance. Aber selbst, wenn es dieses Mal noch nicht klappt, bricht für mich keine Welt zusammen. Dann halt in vier Jahren.“ Die entsprechende Vorarbeit hat der 20-Jährige bereits geleistet: Im Frühjahr hat er die Abiturprüfungen bestanden, nach kurzer Pause folgten Training, Training und noch einmal Training. Zwei Einheiten täglich bei lediglich einem Ruhetag pro Woche. Die Intensität wurde im Vorfeld dieser Saison noch einmal erhöht. Vor allem im Ausdauerbereich. „Nachdem die zusätzliche Belastung durch die
Schule jetzt weggefallen ist, fühle ich mich im Training befreiter“, erklärt er. Dass ihm das guttut, hat der Allgäuer bei den Wettkämpfen im Sommer bewiesen. Doch trotz guter Ergebnisse dämpft er die Erwartungen: Die Wettkämpfe auf Matten und Skirollern seien kein Gradmesser für den
Winter. „Man kann sich natürlich entsprechend Selbstvertrauen holen. Aber beim Weltcup-Auftakt wird alles wieder auf Null gestellt“, sagt der Oberstdorfer.

Er fühle sich gut, baue bei den Wettkämpfen auch auf einen zusätzlichen Schub durch die Emotionen auf der Schanze und in der Loipe. Emotionen, denen er auch bei einem seiner großen Hobbys freien Lauf lässt: Schafkopf. „Leider können das in unserem Team noch nicht genügend Leute. Aber wir werden’s ihnen in diesem Winter beibringen“, meint er lachend.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 23.11.2017

am 20.11.2017

Der Skiclub Oberstdorf findet neuen Namenssponsor für die Schattenbergschanze

Auftaktspringen der 65. Vierschanzentournee

Vor dem Start in die neue Event-Saison mit zahlreichen Wintersport-Highlights bekommt die bekannte WM-Arena am Schattenberg in Oberstdorf einen neuen Namen. Ab 1. Dezember heißt das Stadion offiziell „Audi Arena Oberstdorf“

Vor dem Start in die neue Event-Saison mit zahlreichen Wintersport Highlights bekommt die bekannte WM-Arena am Schattenberg in Oberstdorf einen neuen Namen. Ab 1. Dezember heißt das Stadion offiziell „Audi Arena Oberstdorf“. Audi löst damit nach 13 Jahren die Erdinger Brauerei als Namensgeber ab. Audi ist bereits seit mehreren Jahren aktiver und vertrauter Kooperationspartner der Skisport-und Veranstaltungs GmbH.

„Wir freuen uns, Audi als neuen Namensgeber gewonnen zu haben. Audi passt als starker regionaler, nationaler und internationaler Partner im Wintersport ideal zu einem der schönsten Skisprungstadien weltweit“, kommentiert der Vorsitzende des Skiclub Oberstdorf, Dr. Peter Kruijer die Neuigkeit.

Ob vor Ort in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen oder live im TV: Rund um Neujahr ist die Vierschanzentournee das Wintersport-Highlight schlechthin. Audi engagiert sich seit mehreren Jahrzehnten als aktiver Förderer des Wintersports, und ist Presenting-Sponsor der traditionellen Vierschanzentournee.

Für die Marketing Abteilung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH gab es im Vorfeld bereits viel zu tun, denn der komplette Werbeauftritt der Arena wird grundlegend verändert. Bereits bis Anfang Dezember soll die Umstellung aller bisherigen Werbemittel von der Homepage bis zu den Eintrittskarten erfolgt sein.

am 14.11.2017

Tickets für das Auftaktspringen jetzt noch sichern!

Volles Stadion bei der Vierschanzentournee

Vierschanzentournee: Ticket-Vorverkauf läuft auf Rekordkurs

Früher als in den Jahren zuvor ist bei den deutschen Skisprungfans die Vorfreude auf das erste große Wintersport-Highlight im Allgäu entfacht. Nach dem Start des Skisprung-Weltcups in Wisla (POL) mit dem 4. Platz von Richard Freitag im Einzelspringen, boomt der Vorverkauf für das Auftaktspringen der 66. Vierschanzentournee in Oberstdorf (29./30. Dezember) weiter. „In der ersten Staffel des Vorverkaufs haben wir zunächst Ticketpakete für beide Tage, also Qualifikation und Wettkampf zusammen, verkauft. Bereits hier war die Nachfrage noch stärker als in den Jahren zuvor. Seit dem Start des Weltcups mit der guten Mannschaftsleistung der deutschen Skispringer geht’s nun richtig rund“, erklärt Florian Weidel, Geschäftsführer der Vierschanzentournee und Generalsekretär beim Auftaktspringen in Oberstdorf.

Generalsekretär Florian rechnet wieder mit über 35.000 Zuschauern für die beiden Veranstaltungstage in Oberstdorf. „Vor den olympischen Winterspielen in Pyeongchang (Südkorea) steht die Vierschanzentournee noch mehr im öffentlichen Fokus, denn für die Teams ist die Tournee der erste große Gradmesser im Olympiawinter.“

Karten für das erste große Wintersport-Highlight 2017/18 im Allgäu werden in einigen Kategorien bereits knapp, so sind die Blöcke C, D Premium, Block B1, Block B2, Block H, Block Z1, Block Z2, Block E1 (Kat. II) bereits voll. Die Sitzplätze sind seit längerem restlos ausverkauft. Wer noch rechtzeitig Tickets für das Auftaktspringen ergattern möchte, dem empfehlen die Organisatoren den Online-Shop unter www.arena-ticket-allgaeu.de und die Tickethotline 08322/8090-350.

am 08.11.2017

Drei Oberstdorfer Alpinrennfahrer heiß auf die neue Saison

Felix Urlaub

DSV-Kader- Athleten Sebastian Holzmann, Christina Geiger und Felix Urlaub sind gespannt auf den olympischen Winter

Heiß auf die neue Skisaison sind die drei alpinen Skirennfahrer vom Skiclub Oberstdorf, die im Welt- und Europacup ihre Rennqualitäten zeigen. Christina Geiger, Sebastian Holzmann und Youngster Felix Urlaub haben im Sommer alles getan, um im Winter kräftig abzuräumen. Für die Weltcup-Starter sind die Rennen in Levi der nächste Eckpunkt. Felix Urlaub dagegen ist schon mitten im Wettkampf-Modus. Sein erstes FIS-Rennen bestritt der 17-jährige D/C-Kader-Athlet im schweizerischen Saas-Fee. Er kam als 55. beim der ersten von zwei geplanten Abfahrtsläufen ins Ziel. Das zweite Rennen wurde aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse abgesagt.

Sebastian Holzmann, der bereits einige Weltcup-Rennen verbucht, bereitet sich unterdes auf den Saison-Auftakt in Levi vor. Dort wird der 24-Jährige am 12. November im Slalom an den Start gehen. Bereits am Monatsanfang hat das komplette deutsche Slalomteam dort in Finnland am Rennhang trainiert. „Es kann also losgehen“, meint Sebi Holzmann, der sich im Sommer bestens vorbereiten konnte auf den olympischen Winter. Zuhause in der Kraftalp lief es optimal, die ersten Schneelehrgänge absolvierte der Oberstdorfer dann schon wieder Ende Juli in Norwegen. In Slalom- und Riesenslalom-Maßnahmen in Saas Fee, im Mölltal, Pitztal und in Sölden sammelte Holzmann bisher 42 Skitage. „36 Tage davon liefen absolut top, vom Wetter her, mit tollen Pistenverhältnissen und guten Trainingserfolgen“, so Holzmann. Über den Rest schweigt der Gentleman.
In Levi also gibt es die Weltcup-Premiere dieses jungen Winter für den Oberstdorfer Skirennfahrer. Anschließend geht es weiter mit Europacup-Rennen in Schweden. „Ein paar Tage geht es jedoch zwischendurch auch mal wieder Richtung Heimat“, berichtet der B-Kader-Athlet des Deutschen Skiverbandes.

Auch Christina Geiger ist auf Levi fokussiert. Bis dahin gilt es jedoch noch, ein paar Steine aus dem Weg zu räumen. Denn die neue Saison hat für die Oberstdorfer Slalom-Spezialistin nicht ganz so super angefangen. Da sie seit Februar mit starken Hüftschmerzen zu kämpfen hatte, musste sie im Mai operiert werden. Danach folgten mehrere Wochen Reha in Berchtesgaden bei Marcus Hirschbiel, der die 27-Jährige schnell wieder fit machte. Geigers Sommertraining fand abwechselnd dort und in Oberstdorf statt. „Nach dem Kraft-, Koordinations- und Ausdauertraining fühlte ich mich so fit wie noch nie“, frohlockt sie. Mitte August ging es endlich das erste Mal in Saas Fee wieder auf die Ski. Gletschertrainings in Sölden und im Pitztal folgten. Leider gab es auch wieder einen Rückschlag: nach dem letzten Lehrgang Ende September erwischte Christina eine schlimme Lungenentzündung und lag erst mal für drei Wochen flach. „Mittlerweile geht es wieder bergauf und ich bin fleißig im Kraftraum unterwegs“, freut sich die Oberstdorferin. Ob sie in Levi beim Slalomauftakt am Start sein kann, wird kurzfristig entschieden. Sollte sie passen müssen, findet ihr erster Weltcup am 26. November in Killington(USA) statt. Und darauf freut sie sich schon ganz gewaltig.

am 06.11.2017

Sonderführungen in der Audi Arena auch im November!

Führung in der Erdinger Arena

Auch während der Revisions- und Umbauarbeiten auf Winterbetrieb in der Erdinger Arena bieten wir Gästen und Interessierten die Möglichkeit eines der schönsten Skisprungstadien der Welt zu besichtigen.

Oberstdorfs Gäste haben auch im November - trotz Revision und Umbauarbeiten auf Winterbetrieb ab Sonntag, dem 12. November - die Möglichkeit, die Audi Arena im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Am 14./21. und letzmalig am 28. November können Oberstdorfer Gäste mit der Allgäu Walser Premium Card kostenfrei an der Führung teilnehmen. Alle anderen Gäste und Interessierte können ebenfalls zum normalen Preis von 10,- Euro pro Person (9,00 Euro mit Allgäu Walser Card) an der Führung teilnehmen. Start ist jeweils um 14.00 Uhr am Eingang der Arena. Die informative Führung durch eines der schönsten Skisprunganlagen der Welt dauert ca. 1,5 Std.. Für die Führungen ist keine Anmeldung erforderlich und finden garantiert ab einer Teilnehmeranzahl von 1 Person statt.

Weitere Informationen zu unseren Sonderführungen erhalten Sie unter 08322 80 90 332.

am 04.11.2017 von Stefan Weidhaas

Katharina Althaus jubelt über Titel

DM

Die Oberstdorferin ist neue Deutsche Meisterin im Skispringen

Die neue Deutsche Meisterin im Damen-Skispringen kommt aus Oberstdorf. An ihrer Heimschanze setzte sich Katharina Althaus (Skiclub Oberstdorf) mit Weiten von 92,0m / 99,5m und 236,4 Punkten gegen ihre Konkurrentinnen Svenja Würth (SV Baiersbronn; 223,7 P) und Juliane Seyfarth (TSG Ruhla 07; 222,7 P) an die Spitze. Auf den vierten Platz kam die Olympiasiegerin Carina Vogt (SC Degenfeld) vor Ramona Straub und einer weiteren Oberstdorferin, Gianina Ernst. Althaus holte sich nach 2014 und 2015 damit erneut den Titel.

Hochzufrieden strahlte die neue Deutsche Meisterin über ihren Erfolg auf der HS-106 -Schanze. Derzeit gelingt ihr fast jeder Sprung mit einer bewunderswerten Leichtigkeit. Beim Sommer-Grand-Prix in Courchevel zeigte sie mit ihrem Sieg bereits ihre hervorragende Verfassung. „Ich glaube, seitdem ich die Doppelbelastung Schule und Sport hinter mir habe, geht alles viel einfacher“, erklärt die 22-Jährige , die inzwischen beim Zoll-Skiteam angestellt ist, ihre derzeitige Überlegenheit.

Althaus ist damit auch ganz sicher beim Weltcup-Auftakt Anfang Dezember in Lillehammer dabei. „Ebenso wie Svenja Würth, Carina Vogt und Juliane Seyfarth, die sich ihre Startberechtigung durch ihre guten Leistungen im Sommer ebenfalls verdient haben“, so Bundestrainer Andreas Bauer. Die restlichen zwei Plätze werden nach einer internen Ausscheidung ebenfalls in Oberstdorf verteilt. Favoritinnen für die heißbegehrten Tickets sind Gianina Ernst (SCO) und Ramona Straub (SC Langenordnach). Coach Bauer: „Aber auch die übrigen Mädchen haben eine reelle Chance, weil die Anforderungen auf der Großschanze doch noch mal etwas andere sind“. Es gilt also, sich in Oberstdorf auf der HS-140-Schanze zu empfehlen, weil auch in Lillehammer einer der Wettkämpfe auf der Großschanze stattfindet.
Beim Weltcup-Auftakt dabei zu sein, ist in diesem Winter besonders wichtig, denn es geht auch darum, sich frühzeitig die Teilnahme an den Olympischen Spielen zu sichern. "Hier haben wir die Kriterien neu und klar definiert: zweimal unter die besten acht im Weltcup zu springen, sichert das Ticket", erläutert Andreas Bauer. Eine Wild-Card erhält übrigens Anna Rupprecht (SC Degenfeld), die vorjährige Deutsche Meisterin. Nach einer schweren Knieverletzung kommt für die Weltcup-Sechste des Vorjahres die interne Ausscheidung noch zu früh. Erst vor drei Wochen ist die 20-Jährige wieder ins Sprung-Training eingestiegen und die Deutsche Meisterschaft war ihr erster Wettkampf.

Oberstdorf hatte kurzfristig die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft von Klingenthal übernommen, wo es keine vergleichbare Schanze gibt. Von der Großschanze hätten die Frauen jedoch den Regeln folgend, nicht starten dürfen. Skiclub-Vorsitzender Dr.Peter Kruijer erklärte die spontane Bereitschaft der Oberstdorfer, in diesem Fall gern einzuspringen, für selbstverständlich. „ Wir freuen uns immer, wenn wir die deutschen Damen beherbergen dürfen. Unser Team hat das möglich gemacht und die Winterpräparierung ein wenig nach hinten hinausgezogen." Nun werde es jedoch auch Zeit, die Schneefangnetze auf die Schanzen zu bringen und die Anlage winterfest zu machen. Kruijer: "Denn dieser Winter wird für uns lang und schwer“.

am 30.10.2017

In den Startlöchern

Das Team der SVG bereitet sich auf den anstehenden Winter vor

Die runderneuerte Skisport- und Veranstaltungs GmbH rüstet sich für vier anstehende Großveranstaltungen in Oberstdorf.

Noch läuft alles im Modus „Business as usual“ in der Erdinger Arena: Auf den Matten findet Sommertraining statt – die Besucher können nur ahnen, dass in zwei Monaten über 25.000 Zuschauer der Auftakt der 66. Vierschanzentournee verfolgen. Aber im Funktionsgebäude des SC Oberstdorf und der Skisport- und Veranstaltungs GmbH bereiten sich die Mitarbeiter auf einen heißen Winter vor. Vier Großveranstaltungen stehen an: Neben dem Tournee-Auftakt (29./30. Dezember) findet die Tour de Ski mit zwei Etappen (3./4. Januar, der Höhepunkt Skiflug-WM (18. bis 21. Januar) und das Weltcup-Finale der Skisprung-Damen ab 23. März statt. Es ist also viel zu tun für das SVGTeam um die neuen Geschäftsführer Florian Stern und Christian Rapp.

Johannes Klein ist zuständig für die Akkreditierungen, die Helfer – und er ordnet Ehrenamtliche den Ressorts zu. 1200 ehrenamtliche Kräfte werden im Einsatz sein – vom Parkplatzeinweiser bis zum Weitenmesser. Die meisten gibt es bei der Vierschanzentournee und der Skiflug-WM. „Viele aus dem Oberstdorf-Team nehmen Urlaub oder reisen von weither an, um die ganze Zeit zu helfen“, weiß Klein. Seine zweite Aufgabe sind die Akkreditierungen: Wer wohin Zugang hat, welche Bereiche für wen tabu sind, all das ist klar geregelt. „Wenn die Kollegen draußen vor Ort richtig im Stress sind, sollte es bei mir ruhig sein“, sagt er, „dann weiß ich, dass die Arbeit im Vorfeld gut war“.

Auch Felix Veith muss schon kräftig ran, wenn der Ticketverkauf anläuft. Der Einzelkartenverkauf für die Tournee läuft bereits an, und Veith registriert zwei Monate vorher die besten Zahlen seit jeher. „Auch für die Skiflug-WM läuft die Nachfrage hervorragend“, sagt Veith. Zwei, die mit Produktionsleitung, Marketing und Stadionproduktion zu tun haben, sind Angela Wiartalla und Stefan Weidhaas. Wiartalla, zuvor Assistentin der Geschäftsleitung, kümmert sich um die Koordination von Dienstleistern, holt Angebote ein, stimmt die TVProduktion ab und kümmert sich um die Infrastruktur vom Gerüstbau bis zur Kameraaufstellung. Zählen kann sie dabei auf die Unterstützung von Weidhaas, der sich mit Marketing, Anzeigenplanung, Radiospots und Sponsoren-Abstimmung kümmert. „Im Grunde ist das der komplette Ablauf jenseits des Sports, die Musik, die Zeremonien, die Übertragung auf die Videowall“, beschreibt er seinen Job.

Michael Neumayer hat nach seiner Karriere als Skispringer die Seiten gewechselt und sieht sich als „Mädchen für alles“: Schanzenpräparierung,
Schneeproduktion, Technik im Stadion. Den Sportlichen Leiter Hans Schmid unterstützt er, erledigt die Ausschreibungen für Wettkämpfe und übernimmt die Rennleitung, wenn Kollege Georg Späth gerade nicht kann. Und das alles neben dem Zusatz-Job, den Neumayer für die FIS erledigt – als Technischer Delegierter ist er für die Materialkontrolle im Einsatz. „Langweilig wird es mir in diesem Winter sicher nicht“, sagt er schmunzelnd. Die Sommer-Events wie der Fis-Grand-Prix der Kombinierer
seien im Vergleich zur Tournee und Skiflug-WM „Kindergeburtstag“ gewesen.

Text: Elke Wiartalla/Allgäuer Anzeigeblatt 26.10.2017

am 30.10.2017

Volles Haus am Schattenberg in Oberstdorf

Anlauf HS 106

Eisspur lockt Weltelite zum Sprungtraining

Fast so großes Getümmel wie bei der Vierschanzentournee herrscht derzeit in Oberstdorf: Zahlreiche Nationalmannschaften nutzen diese Woche die Gelegenheit zum ersten Eisspur-Training auf den Schattenberg-Schanzen. „Egal, ob Spezialspringer, Nordische Kombinierer oder die Frauen: „Bei uns gibt sich die Weltelite die Klinke in die Hand. Wir haben wirklich volles Programm“, sagt Florian Stern, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH (SVG). Das slowenische Nationalteam um das Brüder-Trio Domen, Peter und Cene Prevc genauso am Schattenberg zugange wie das polnische Weltcupteam um Tournee-Titelverteidiger Kamil Stoch, das heute erwartet wird.

Nächste Woche werden die deutschen Adler von Werner Schuster auf der Eisspur trainieren. „Bei uns herrschen einfach beste Bedingungen, weil wir eben beide bedeutende Wettkampfschanzen mit der Eisspur belegen können“, erklärt Hans Schmid, Ressortleiter Sport in der SVG und bei den Oberstdorfer Skisprung-Bewerben. Das Besondere an der Eisspur in Oberstdorf: Selbst bei Außentemperaturen von über 20 Grad können die Anlaufspuren so mit Eis belegt werden, dass die Athleten stets auf einer 3,5 Zentimeter dicken Eisschicht anfahren können, um dann auf Matten zu landen.

„Das gibt den Teams Planungssicherheit. Sie müssen nicht umständlich nach Skandinavien ausweichen“, sagt Peter Kruijer, der Vorsitzende des Skiclubs Oberstdorf. Wer sich also am Schattenberg schon mal auf den Sprung-Winter einstimmen will, hat derzeit Gelegenheit dazu. Täglich geht es gegen 9 Uhr los, die Einheiten am Nachmittag starten um 15 Uhr.

Text: Ingo Jensen/Allgäuer Anzeigeblatt 26.10.2017

am 30.10.2017

Skispringerinnen stimmen sich auf Olympiawinter ein

Carina Vogt beim Weltcup in Oberstdorf

Bei der Deutschen Meisterschaft in Oberstdorf am 3. und 4. November ist auch Carina Vogt wieder dabei.

In den letzten Tagen ist es den Skispringerinnen in Oberstdorf einfach zu eng geworden. Skispringer aus aller Herren Länder drängelten sich darum, vor dem „echten“ Winter noch ein paar Trainingseinheiten auf der Schanze mit Eisspur zu absolvieren. „Da hat man im Aufzug fast keinen Platz mehr gehabt“, erzählt Bundestrainer Andreas Bauer schmunzelnd. Also ist er mit seinen Mädels nach Hinzenbach (AUT) umgezogen, wo sich die Mannschaft in Ruhe auf die Deutsche Meisterschaft am 3. und 4. November vorbereiten konnte. Die DM ist kurzfristig nach Oberstdorf verlegt worden. Eigentlich sollte der Wettkampf in Klingenthal auf der Großschanze stattfinden. Das hätte jedoch erst einmal die Änderung des Regelwerkes erfordert, nach der die Frauen nur auf der Normalschanze ihre Meisterschaft ausmachen dürfen.

„Alle Mädchen sind in Oberstdorf an Bord“, berichtet der Bundestrainer Bauer. Auch Carina Vogt und die amtierende Deutsche Meisterin Anna Rupprecht, beide zuletzt mit Verletzungen zur Pause gezwungen, steigen unterm Schattenberg wieder ein. Es wird spannend, wo sich die beiden neben Svenja Würth und Katharina Althaus (Skiclub Oberstdorf), die ihre beste Sommersaison der Karriere hinter sich hat, einordnen. Althaus punktete mit einem Sieg beim Sommer-Grand-Prix in Courchevel. Agnes Reisch empfiehlt sich mit dem Juniorinnen-Titel in Klingenthal, wo Gianina Ernst (SCO) nach ihr Vizemeisterin wurde.

Dieser Winter hat für die deutschen Skispringerinnen ohnehin wieder seinen besonderen Reiz, stehen doch die Olympischen Spiele vor der Tür, wo sie sich einmal mehr den Titel holen könnten. Eingestimmt sind die Springerinnen bereits auf Südkorea. Andi Bauer: „Wir waren kürzlich dort, haben uns mit der Olympiastadt und den Sportanlagen vertraut gemacht und sind nun mit einem besseren Gefühl dabei“. Zunächst gilt es sich jedoch, zu qualifizieren. Nur wer zweimal unter die Top 8 im Weltcup springt, ist bei Olympia dabei. Die Deutsche Meisterschaft in Oberstdorf ist darum die ideale Einstimmung auf den Weltcup-Auftakt Anfang Dezember in Lillehammer. Spätestens dann beginnt die Jagd um die heißbegehrten Tickets nach Pyeongchang.

Vorläufiger Zeitplan:
Freitag, 03.11.2017 - Training HS 106
17.00 Uhr Mannschaftsführersitzung
18.30 Uhr Offizielles Training HS 106 (3 Durchgänge)

Samstag, 04.11.2017 - Wettkampf HS 106
09.00 Uhr Probedurchgang HS 106
anschließend Wettkampf 1. Durchgang HS 106
anschließend Finaldurchgang HS 106
anschließend Siegerehrung in der Erdinger Arena

Text: Elke Wiartalla

am 24.10.2017

Fessel und Rydzek mit "Goldenem Ski" ausgezeichnet

Nicole Fessel belegte Rang zwei beim Weltcup in Davos

Der "Goldene Ski" ist die höchste Auszeichnung, die der DSV an Aktive vergibt.

Seit seiner Gründung zeichnet der Deutsche Skiverband (DSV) jedes Jahr herausragende Leistungen der vergangenen Saison aus. Der "Goldene Ski" ist die höchste Auszeichnung, die der DSV an Aktive vergibt. In der Disziplin Langlauf und Nordische Kombination wurden zwei Athleten des Skiclub Oberstdorf ausgezeichnet: Nicole Fessel und Johannes Rydzek.

Viessmann-Juniorsportler des Jahres 2017

Bereits seit einigen Jahren zeichnet der Deutsche Skiverband gemeinsam mit seinem Partner Viessmann such die besten C-Kader-Athleten in jeder Disziplin aus. Für seine Erfolge im vergangenen Winter wurde Vinzenz Geiger, SC 1906 Oberstdorf (JWM Soldier Hollow: Gold im Einzel HS 100/5 km, 7. im Einzel HS 100/10 km, 5. Team, 1 Weltcup-Podestplatzierung (3. in Ramsau), 5 x Top-Ten im Weltcup, 20. Platz in der Weltcup-Gesamtwertung) in der Disziplin "Nordische Kombination" ausgezeichnet.

In der Disziplin "Skisprung Damen" konnte sich Gianina Ernst ebenfalls den begehrten Titel sichern. Auch sie konnte mit ihren Erfolgen (JWM in Soldier Hollow: Gold im Team, Silber im Mixed-Team, 4. im Einzel, 1 x Top-Ten im Weltcup (10. in Pyeong Chang), 31. Platz in der Weltcup-Gesamtwertung) des vergangenen Winters die Jury überzeugen.